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Zu Hause bleiben ab heute PflichtBei Verstößen droht auch Strafe

Verkehrsbeschränkungen, um Ansteckungen mit dem Coronavirus einzudämmen: Die Exekutive setzt zunächst auf Kontrolle und Information, doch es drohen auch Strafen. Quarantäne-Verstöße wurden bereits sanktioniert.

Es sind mehr Streifen unterwegs, öffentliche Plätze werden verstärkt kontrolliert © Danner
 

Die Bewegungsfreiheit im öffentlichen Raum ist mit dem heutigen Tage massiv eingeschränkt. Wie kontrollieren die Behörden die Einhaltung der neuen Bestimmungen?

Schon bisher gab es starke Beschränkungen, nämlich die behördlich verordnete Heimquarantäne. Die Stadt Villach etwa geht rigoros gegen jene vor, die diese Quarantäne nicht einhalten. Bei neun Personen wurde die Einhaltung überprüft. Ergebnis: Drei von neun Personen waren nicht zu Hause. Es wurden Strafen von je 1.450 Euro verhängt.

„Es gibt leider noch immer einige unbelehrbare Menschen, die vergessen, dass sie mit ihrem Verhalten nicht nur sich, sondern vor allem die Allgemeinheit gefährden“, sagt der Villacher Bürgermeister Günther Abel. Dafür habe man Null Verständnis, die Lage sei ernst.
In Graz etwa wird derzeit noch kaum kontrolliert: Hier allein sind 200 Menschen in Quarantäne. Das Personal ist mit Testungen und dem Nachtelefonieren der Kontakte ausgelastet. Ab Montag soll der Erhebungsdienst eingesetzt werden.

Mehr Streifen im Einsatz

Die neuen „Verkehrsbeschränkungen“ werden von der Exekutive überwacht. Schon seit vergangenen Freitag sind in allen Ländern vermehrt Streifen unterwegs. Schulungen wurden abgesagt, die Polizeikräfte in ihre Einheiten zurückgeschickt. Polizeischüler assistieren im Innendienst. Ab heute sollen ja alle ihren Wohnungen bleiben, die nicht unaufschiebbare Berufsarbeit oder notwendige Besorgungen zu erledigen haben oder anderen Menschen helfen müssen.

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Die Exekutive setzt zunächst auf Information: „Wir informieren über alle Kanäle darüber, dass die Leute zu Hause bleiben sollen“, sagt Christoph Grill vom Journaldienst der steirischen Landespolizeidirektion. „Neuralgische Punkte wie Parks und Spielplätze werden von uns kontrolliert. Die Leute werden angesprochen und es wird an sie appelliert, nach Hause zu gehen, ihre Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren.“

Vernunft & Strafen

In weiterer Folge werde auch gestraft. Sollten sich Gruppen der Aufforderung zur Auflösung widersetzen, drohen Strafen bis zu 2.180 Euro, im Falle des Negierens von Betretungsverboten (etwa Spielplätzen) bis zu 3.600 Euro. Die Regierung hofft aber auf die Vernunft der Bevölkerung, wurde betont.

Basis für die neuen Vorschriften ist das Epidemiegesetz. Werden Personen von der Exekutive alleine angetroffen, soll es laut Auskunft aus dem Kanzleramt keine Maßnahmen geben.
Nicht zuständig ist die Exekutive für die Frage, ob Heimarbeit möglich oder notwendig ist. Diese Frage ist vom Arbeitgeber zu beantworten und zu regeln. Sehr wohl wird darauf geachtet werden, ob Lokale verbotenerweise geöffnet bleiben, so Christoph Grill. „Wir haben allerdings auch schon Anfragen in die Richtung, ob wir es unternehmen, wenn jemand krank ist und der Arzt ihn nicht behandeln will. Das ist nicht unsere Aufgabe.“

Kommentare (9)
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HPIK1RXCA6MZ63IL
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Der Villacher Bürgermeister?

Die haben nicht einmal den Villacher Fasching mit tausenden von italienischen Besuchern abgesagt

Natur56
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Faschingsumzug graz

Wurde auch nich5 abgesagt nicht einmal angemacht ich frag mich wo unsere stadtregierung ist. Sie denken gerade nach was sie tun können. Naja jetzt gibt es keine Events mehr um sich blicken zu lassen. Traurig

peter80
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Macht nur keiner

Den ganzen tag hab ich mit leuten zu tun die kreuz und quer durch die Gegend fahren Besorgungen machen. Forciert durch Händler die legalerweise ware vor dem Geschäft abstelle.. Ganz ehrlich wenn man das Ausgangsverbot nicht kontrolliert bringt das rein garnichts

Christian67
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unaufschiebbare Berufsarbeit???

wiedermal hat sich die Industrie bzw Wirtschaft durchgesetzt,ansonsten ist es net zu erklären dass wir hier (in Graz Teile produzieren die dann längere Zeit auf Lager gelegt werden müssen....von wegen unaufschiebbare Berufsarbeit!!!

LillieIvy
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unaufschiebare Berufsarbeit

jaja, was für ein Hohn. Soviele Zusteller müssen durchs ganz Land fahren um die Kunden mit nicht lebensnotwendigen Material zu beliefern.

236VNIKTC2HI927Y
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mal weitergedacht

Strafen schön und gut, aber was ist wenn ich in der Quarantäne tief schlafe weil ich mir aufgrund von chronischer Langeweile und Ausweglosigkeit die Birne mit den letzten verbliebenen Schnapserln wegspreng, in der Badewanne ein Buch lese, grad im Keller mit Kopfhörern am Hometrainer strample und die Kontrolleure somit schlicht nicht höre? Glaube das mit den hohen Strafen ist ein Hoax...

Mein Graz
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@influenza7

Naja, das Denken scheint nicht gerade deine Hauptbeschäftigung zu sein.
Wenn ich in Heimquarantäne bin und weiß, dass ich kontrolliert werden kann bin ich erreichbar, sauf mir nicht die letzten Gehirnzellen weg und versuch mich so zu verhalten, dass ich die Türklingel höre.

Strafen müssen anscheinend sein, denn sonst lernen es die Leute nie.

236VNIKTC2HI927Y
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natürlich

war das bewusst von mir überspitzt formuliert. Und ich denke sehr gerne und viel @Mein Graz. Das würde vielen grad in solchen Zeiten sehr gut tun.

Mein Graz
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@influenza7

Wieder einmal einer, der sich durch sofortiges Löschen des Accounts vor einer Diskussion drückt.
Warum macht man so was?