AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Titelgeschichte im CorriereKurz ein "Meister in der Kunst der verführenden Rhetorik"

Kanzler im Gespräch mit italienischem Magazin: "Bei aller Liebe für Klimaschutz werde ich nie auf Wiener Schnitzel verzichten"

AUSTRIA-POLITICS-GOVERNMENT
© APA/AFP/ALEX HALADA
 

"Sebastian Kurz, ein Konservativer in Grün": Mit diesem Titel widmet "7", das am Freitag erscheinende Wochenmagazin der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" dem österreichischen Bundeskanzler ein Porträt mit Foto auf dem Cover. Kurz wird darin als "Meister in der Kunst der verführenden Rhetorik" bezeichnet.

"Kurz ist flexibel und vage genug, um sich nie an definitive Positionen zu binden. Sebastian, der 'Normale',  hat einem wohlhabenden, satten und verschlafenen Land das Prickeln des Wandels, eines neuen Anfangs und einer neuen politischen Grenze angeboten", kommentierte das Magazin.

"Die richtige Koalition"

Im Gespräch mit "7" verteidigte Kurz seinen Beschluss, sich mit den Grünen zu verbünden. Die Regierungsallianz sei keine Kompromisslösung. "Wir haben zusammen das Beste aus zwei Welten zusammengestellt. Dies wird uns ermöglichen, die jeweiligen Wahlversprechen zu halten", sagte Kurz, der das Regierungsbündnis in Wien als "die richtige Koalition im richtigen Moment" bezeichnete.

Laut Kurz sei Österreich in der Lage, die CO2-Emissionen bis 2050 um 50 Prozent gegenüber jene des Jahre 2030 zu reduzieren. "Wir sind auf dem guten Weg, um in zehn Jahren das Ziel zu erreichen, uns nur auf erneuerbare Energien zu stützen", erklärte der Kanzler. Trotz seines Interesses für Klimaschutz, denke er nicht an eine vegetarische Wende in seinem Leben. "Bei aller Liebe für Klimaschutz werde ich nie auf ein Wiener Schnitzel verzichten", scherzte der Kanzler.

Kurz trete selbstbewusst auf, auch in Europa, kommentierte das Magazin. "Österreich ist ein kleines Land mit einer großen Geschichte. Wir haben die Pflicht, in der EU und auf dem internationalen Parkett unsere Stimme ertönen zu lassen", meinte Kurz, der in Sachen Migranten-Umverteilung nicht nachgeben will. "Die Migrantenumverteilung funktioniert nicht. Die Wahrheit ist, dass es Länder gibt, in denen Migranten nicht leben wollen", meinte der Kanzler.

Die NGOs und die Toten

"Solang wir ein System mit der impliziten Botschaft haben 'Wenn ihr irgendwie nach Europa gelangt, werden wir euch zwischen Deutschland, Frankreich, Österreich und Schweden umverteilen', werden sich immer mehr Personen auf Seefahrten begeben, um nach Europa zu gelangen. Das ist das Problem mit den NGOs. Sie haben die besten Absichten, doch mit ihren Aktionen tragen sie dazu bei, dass die Zahl der Toten steigt", sagte Kurz.

Der Kanzler betonte, Österreich wolle aufgrund seiner Geschichte und geografischer Position als Brücke zwischen West- und Osteuropa fungieren. "Es dürfen keine Kompromisse über Themen wie Rechtsstaat, Zivilrechte und Medienfreiheit geben. Aber bei Fragen wie Sicherheit und Migration stellte einige westeuropäische Länder eine moralische Überlegenheit zur Schau, die für Nationen wie Polen, oder Ungarn unannehmbar ist. Österreich will als Brücke dienen. Niemand hat Interesse, dass sich die Kluft zwischen West- und Osteuropa vertieft", sagte Kurz.

 

Kommentare (3)

Kommentieren
Irgendeiner
3
7
Lesenswert?

Journalisten schreiben auch viel wenn der Tag lang ist,ich

seh Fleischmannsche Stehsätze und Kontradiktionen, ich seh leere Sprachhülsenund nichtsagende Phrasen,neuer Stil,man kriegt zuviel,ich seh keine Rhetorik,der kann niemanden überzeugen, er weiß nichts und folgt dem Wind wie er bläst.Und wenn der Massenwahn hier nach Pistazieneis ausbricht wird er beschwören wie wichtig ihm Pistazieneis immer war und daß er das auch immer schon gesagt hat,wie in allen Fragen wo er wendig war und das sind gar viele.Es gibt eine einzige Sünde die viele Politiker begehen und er nicht begeht,ich hab mich Anfangs gewundert warum,die verwenden gerne Kinder,da kommt man so lieb rüber.
Aber das sind bei ihm keine moralischen Bedenken,Kinder haben eine dumme Eigenschaft, sie sind nicht prognostizierbar,man muß sich auf sie einlassen,das kann er nicht,er funktioniert nur im Labor unter völlig kontrollierten Bedingungen,er will ja sogar vorher wissen was man ihn fragen wird.Woher ich das weiß, das Altenheim, Alte sind irgendwann ähnlich,sie erfüllen die Standarderwartungen nicht mehr,und wenn man falsch kommt,lassens einen am ausgestreckten Arm verhungern,da muß man auch wirklich kommunizieren können weil dort wie bei Kindern versagen Phraseologien,da muß man Brücken schlagen können,sonst fällt das "Habts schon gessen" ins Nichts.Man sollte Leere nicht zum Können aufblasen.

Antworten
Miraculix11
2
3
Lesenswert?

Man lacht

Irgendeiner schreibt auch viel wenn der Tag lang ist, ich
seh Fleischmannsche Stehsätze und Kontradiktionen, ich seh leere Sprachhülsen und nichtsagende Phrasen, neuer Stil, man kriegt zuviel, ich seh keine Rhetorik, der kann niemanden überzeugen.

Antworten
Irgendeiner
2
2
Lesenswert?

Auch wenns weh tut, auch

das ist nichtmal eine inhaltliche Replik,was mich nicht überrascht.Und Du irrst weiter ,mein Tränkebrauer,ich beachte die natürliche Hierarchie der Kommunikation immer,ich sehe immer zuerst nach ob es überhaupt möglich ist etwas was mir gegenübersteht mit Argumenten zu überzeugen,die Ehrlichkeit der Motive steht in Frage,intellektuelle Vivisektion sagte ich hier schon unter Gelächter,das geht nur wenn die Motive sachhaltige sind,einer der für das Gesagte bezahlt wird oder Karrierevorteile erwartet oder aus urpersönlichen Gründen agiert,etwa aus Gründen der Selbstüberhöhung oder schwerer Traumata ist dem Sachargument apriori entzogen,da könntest mit Engelszungen reden,das geht nicht in einer öffentlichen Diskussion,da bräuchtest ein anderes Setting,nicht daß man die deswegen links liegen lassen könnte wenn sie sich mißverhalten,aber überzeugen kannst sie nicht.Das schöne an Sprache ist halt, daß sie immer viel mehr transportiert als der Sprecher intendiert hat,man muß nur hinsehen.Aber was weiß ich alter Mann schon von diesen Dingen, nimms einfach so, ich versuche halt mein Bestes.

Antworten