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PoliticoMacron führender Politiker, Kurz "Formwandler"

Der ÖVP-Chef verkörpert dem Magazin zufolge "Widersprüche" und "Inkohärenz" der europäischen Politik.

Der französische Präsident Emanuel Macron
Der französische Präsident Emanuel Macron © APA/AFP/POOL/GUILLAUME HORCAJUEL
 

Der französische Präsident Emanuel Macron ist nach Ansicht des Nachrichtenportals "Politico" jene Person, die Europa im kommenden Jahr am stärksten prägen wird. ÖVP-Chef Sebastian Kurz liegt in dem Ranking der 28 einflussreichsten Persönlichkeiten, das am Dienstag veröffentlicht wurde, auf Platz acht der "Macher" und wird von "Politico" als "Formwandler" bzw "Verwandlungskünstler" ("Shape-Shifter") bezeichnet.

"Wenn es jemanden gibt, der die Widersprüche und Unvorhersehbarkeit des Durcheinanders der Politik auf dem Kontinent verkörpert, ist das Sebastian Kurz", heißt es zur Begründung. Die Tatsache, dass Kurz nur innerhalb weniger Monate die Rechtspopulisten (der FPÖ, Anm.) durch die Grünen austauschen würde, spreche Bände über die "Inkohärenz der europäischen Politik".

Wieder alle Augen auf Wien

Bei seinem Amtsantritt habe der frühere und aller Voraussicht nach künftige Bundeskanzler "alle Regeln gebrochen", schrieb "Politico" in Anspielung auf Kurz' Alter sowie fehlende politische Erfahrung und Universitätsabschluss. Doch was ihm an formaler Bildung fehlte, habe Kurz medienwirksam via Twitter und Facebook wettgemacht - womit er tonangebend in Europa gewesen sei. Auch sei er einer der ersten gewesen, der sich auf eine Koalition mit den Rechtspopulisten eingelassen habe. Deshalb seien auch jetzt wieder alle Augen auf Wien gerichtet, nachdem Kurz den "Zeitgeist" bereitwillig annahm und bekannt gab, nun mit den Grünen regieren zu wollen, so das Blatt.

Macron erhielt in der Liste der "Politico 28 Class of 2020" den Beinamen "Der Einzelgänger", wobei das Magazin unter anderem die Revolte des französischen Präsidenten bei der Besetzung der neuen EU-Kommission oder sein Veto gegen die Eröffnung von Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien anführt. Seit seinem Amtsantritt 2017 habe sich Macron als "Champion" der EU dargestellt. Offen bleibe aber, ob er mit seiner Strategie, Minderheitenpositionen einzunehmen und damit Kollegen vor den Kopf zu stoßen, seine Ziele tatsächlich verwirklichen könne.

"Störer" Johnson

Hinter der Nummer 1 der mächtigsten Person in Europa im kommenden Jahr reihte "Politico" je acht Personen in den Kategorien "Macher", "Träumer" und "Störer". Platz eins der "Macher" belegt EU-Kommissarin und EU-Vizekommissionspräsidentin Margrethe Vestager vor der neuen EZB-Chefin Christine Lagarde und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Auf Platz eins der "Störer" liegt der Chefberater des britischen Premierministers Boris Johnson, Dominic Cummings, der deutsche Grünen-Chef Robert Habeck und der Leiter des Facebook-Libra-Projekts, David Marcus, belegen Platz zwei und drei. Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, der ungarische Regierungschef Viktor Orban sowie der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire sind auf den Plätzen eins, zwei und drei der "Träumer" gereiht.

Kommentare (13)

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Miraculix11
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Wow tolle Analyse ...bis man nachdenkt

Kurz sei ein Verwandlungskünstler weil er nach der FPÖ nun mit den Grünen koaliert. Tja, was ist dann die deutsche SPD? War mit der CSU, der CDU, den Liberalen und den Grünen schon in einer Regierung :-)

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Irgendeiner
2
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Ach,mein Tränkebrauer,ist der Königsweg

zur Verteidigung wieder absichtliches Mißverstehen,weißt, in so Demokratien ist die Variation von Koalitionen mit wechselnder Kombination natürlich vorgesehen, das könntest einem einzelnen Politiker gar nicht vorwerfen,dazu mußt nicht nach dem Mißverstehens des Urteils nach Deutschland gehen um was abzuwehren was so gar nicht kam,laß die kindischen Spielchen.Es geht um eigene freche Wendigkeit,wie gesagt, vom freundlichen Gesicht der Intergration zum Routenschließer,in sich nochmal eine freche Scharade wo er nie sagte wie er das den tat,das Wegwerfen des eigenen Parteiprogramms und das abkupfern des Blauen,weil er sich populistisch was davon versprach,das freche und taulose Umdefinieren des christlich-sozialen ins Gegenteil,ist ein tiefer Graben zwischen Basti und Bergpredigt,das freche Lügen über die Bodenständigkeit des Kopftuchs um Stimmung zu machen und das wegwerfen
der bürgerlichen Werte,Sprachbeherrschung zur ultima ration zu machen und dann die Kurse dafür zu kürzen,die freche Behauptung keine Ambition zu haben mit einem Strategiepapierl dafür in der Tasche während man der Industrie das Programm vorstellt,tausenderlei Dinge die bastiös sind und von denen die hier implizit sprechen und Du such nicht den Seitenausgang,ich laß dich da nicht raus,man lacht.

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tannenbaum
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Verwandlungskünstler

ist die korrekte Bezeichnung für den Messias! Heißt natürlich Rückgratlos und Hinterlistig!

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KlausLukas
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Trickser und Rosstäuscher

wäre richtiger

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SoundofThunder
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Situationselastisch ist er.

Oder eine Fahne im Wind. Bis vor kurzem wehte der Wind noch von Rechts. Jetzt von Links. Er ist eines aber ganz bestimmt:Ein Populist.

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crawler
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Die nicht so cleveren Neider

werden immer etwas finden. Wenigstens dass er Populist ist. Die Schuld für eigenes Versagen immer bei anderen suchen ist auch populistisch.

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Irgendeiner
1
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Neid, glaubst Du wirklich ich will mit dem

Wissen,IQ,Bildung oder Charakter tauschen und sogar lügen crawler, könnte ich auch viel besser, nur tu ichs nicht.Hör auf ein frei erfundenes Motiv wie das Karnickel aus dem Hut zu zaubern um Kritik zu entwerten,niemand ist gerade dem was neidig, von hinten will man ihn sehen.

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Gedankenspiele
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Auch ich halte eine abgeschlossene Ausbildung...

...für einen Staatenlenker für nicht gleich wichtig wie Lebenserfahrung, aber auch die hatte und hat Kurz schließlich nicht.

Man kann nur hoffen dass zumindest seine Berater mehr Lebenserfahrung haben und aus schlechten Beispielen anderer Länder die richtigen Lehren ziehen. Damit ist er zwar abhängig von "Einsagern"(was niemals gut ist), die Bevölkerung aber zumindest nicht von jemandem, der zwar weiß wie man sich in einer Partei an die Macht putscht, sonst aber keinerlei Erfahrung hat.

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Lodengrün
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Herr Kurz

ist ein Verwandlungskuenstler. Wie wahr, wie wahr. Opportun ist auch ein Wort dafuer. Heute der Frau Merkel am Schoss sitzen (copyright Strache) morgen sie kritisieren.

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Irgendeiner
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Naja,Macron ist ein Turbokapitalist,

Kurz ist es auch,nur hat Macron überraschenderweise trotz seiner ideologie erkannt, daß die deutsche Austeritätspolitik sein Land umbringt, also zumindest einmal Verantwortungsbewußtsein gezeigt.Und Formwandler,naja das stimmt zwar,vom freundlichen Gesicht der Integration zum Routenschließer,das kann er auch,elendig wendig, aber das Hauptmerkmsal liegt doch auf der Unwahrheit,ambitionslos zu sein-mit einem Strategiepapierl dafür in der Tasche,man lacht.

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lombok
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Was ist "Politico"?

Eines von tausenden, die glauben, ihren Senf überall dazu geben zu müssen.

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lieschenmueller
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Jaja, lombok,

wie Sie und ich im Kleinen Zeitung-Forum ;-)

Mit dem Unterschied, dass wir nicht Tausende sind. Und dass wir Zwei nicht so treffsicher argumentieren wie das Magazin in Bezug auf Kurz.

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X22
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Wer bist du, wer bin ich

sind wir nicht alle Senfproduzenten, entscheidend ist die Qualität des Inhalts

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