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Erstmals seit 2012Zahl der Bezieher von Mindestsicherung ging deutlich zurück

Die Zahl der Personen, die Mindestsicherung beziehen, ist im Jahr 2018 erstmals seit 2012 wieder geschrumpft.

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Sujet © (c) APA/BARBARA GINDL
 

Die Zahl der Personen, die Mindestsicherung beziehen, ist im Jahr 2018 erstmals seit 2012 wieder geschrumpft. Das teilte die Statistik Austria am Freitag mit. Nach starken Zuwächsen bis 2016 und einer Stagnation im Jahr 2017 bezogen 2018 mit 289.646 Personen um 5,9 Prozent weniger Menschen die Mindestsicherung als im Jahr davor. Knapp die Hälfte aller Bezieher waren österreichische Staatsbürger.

Der Rückgang der Mindestsicherungsbezieher war mit Ausnahme von Kärnten in allen Bundesländern zu beobachten und reichte von minus 3,3 Prozent in Vorarlberg bis minus 13,7 Prozent im Burgenland. In Wien betrug der Rückgang minus 4,7 Prozent. Insgesamt hatte die Bundeshauptstadt die höchsten Bezugszahlen, 63 Prozent der Personen mit Mindestsicherungsbezug wohnten dort.

Höchste Quote in Wien

Wien hatte auch die höchste Bezugsquote: Insgesamt 7,5 Prozent der Einwohner bezogen dort Mindestsicherung. In Vorarlberg waren es 1,9 und in Tirol 1,7 Prozent. Am niedrigsten war die Mindestsicherungsquote im Burgenland und in Kärnten (jeweils 0,8) sowie in Oberösterreich (0,9). Der Bundesländerdurchschnitt betrug 2,5 Prozent.

Nur acht Prozent der Personen mit Mindestsicherungsbezug waren erwerbstätig. Sie hatten also ein so geringes Einkommen, dass sie zusätzlich Mindestsicherung beziehen mussten. Von den nicht erwerbstätigen Personen standen 39 Prozent dem Arbeitsmarkt grundsätzlich zur Verfügung, der Rest war entweder noch in der Schule, in Pension, arbeitsunfähig oder mit Kinderbetreuung beschäftigt.

Größte Gruppe sind Kinder

Die größte Personengruppe in der Mindestsicherung waren Kinder mit einem Anteil von 36 Prozent. Einen überdurchschnittlich hohen Kinderanteil hatten Tirol (44 Prozent) und Oberösterreich (41). Die meisten (80 Prozent) wurden im Rahmen der Mindestsicherung unterstützt, der Rest lebte in Familien ("Bedarfsgemeinschaften") mit Mindestsicherungsbezug, erhielt aber keine Hilfe aus diesem System, weil der Bedarf von anderer Seite (vor allem durch Unterhaltszahlungen) gedeckt war. Werden auch die nicht unterstützten Kinder in die Zählung miteinbezogen, lebten im Verlauf des Jahres 2018 insgesamt 310.716 Personen zumindest einen Monat lang in einer der insgesamt 172.447 Bedarfsgemeinschaften mit Mindestsicherungsbezug.

Schockiert von Zahlen

"70.000 Kinder leben in Familien mit Mindestsicherung", zeigte sich die Teilnehmer der Armutskonferenz am Freitag schockiert von den aktuellen Zahlen der Statistik Austria. Die starke Benachteiligung der Kinder werde deutlich sichtbar - mit allen negativen Auswirkungen auf Zukunftschancen, Bildung und Gesundheit. "Unser Ziel muss sein, Existenz und Chancen zu sichern, nicht Leute weiter in den Abgrund zu treiben", stellte das Netzwerk aus Sozialeinrichtungen, Selbsthilfegruppen und Hilfsorganisationen Österreichs angesichts der zuletzt beschlossenen Kürzungen fest.

47 Prozent Österreicher

Weniger als die Hälfte (47 Prozent) der Bezieher 2018 hatte die österreichische Staatsbürgerschaft. 40 Prozent der Personen in Mindestsicherung kamen aus Drittstaaten, sieben Prozent waren EU-/EWR-/Schweizer Staatsangehörige. Bei des restlichen fünf Prozent ist die Staatsangehörigkeit nicht bekannt bzw. sind sie staatenlos. 35 Prozent der Mindestsicherungsbezieher hatten einen Status als Asylberechtigte (31) oder subsidiär Schutzberechtigte (4).

Länger als ein halbes Jahr

Der Großteil der Leute bezog die Mindestsicherung länger als ein halbes Jahr. 70 Prozent erhielten im Jahr 2018 länger als sechs Monate Mindestsicherung, 14 Prozent wurden vier bis sechs Monate, die restlichen 16 Prozent maximal drei Monate lang unterstützt. Während in Wien mehr als drei Viertel der Personen länger als ein halbes Jahr im Leistungsbezug standen, waren es im übrigen Österreich maximal zwei Drittel. Dementsprechend lag die durchschnittliche Bezugsdauer in der Bundeshauptstadt mit 9,3 Monaten deutlich über jener der anderen Bundesländer.

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Danke für Ihr Verständnis.

Hildegard11
17
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Fallen die...

...arbeitslosen FP Minister/innen da auch hinein?

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SoundofThunder
11
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🤔

Ach,bis die die Mindestsicherung bekommen dauert es’ne Weile,müssen sie doch ihr Hab und Gut verkaufen. Der Staat greift sich bis auf 5000€ alles. Haben die eh mitbeschlossen.

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Hieronymus01
3
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Maximalbezieher

Zu erwähnen ist auch dass die Anzahl der Maximalbezieher seit Anfang Juni auch erheblich zurückgegangen ist.

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picciona1
16
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Weniger als die Hälfte (47 Prozent) der Bezieher 2018 hatte die österreichische Staatsbürgerschaft.

und von den inhabern ö staatsbürgerschaft haben wieviele migrationshintergrund oder sind eingebürgert?

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X22
18
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Na, brauch ma heute was,

worauf man hinhauen kann.
Erbärmliche......

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picciona1
7
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erbärmlich..

das sind wie immer Sie
primitiv, beleidigend
wie aus der gosse

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X22
4
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Naja, lieber picciona1, es ist ihr Kaffee,

da sie gar nicht begreifen was erbärmliches (moralisch minderwertiges) sie hier hingeschrieben haben, kläre ich sie über meine Gedankenwelt etwas auf. Ich las aus ihrem Kommentar heraus, dass sie „nur“ auf die Ausländer und die, die schon österreichische Staatsbürger sind, jedoch einen Migrationshintergrund haben, aufmerksam machen bzw. mit den ihren Fingern genau auf diese Personengruppe hinweisen, dies finde ich erbärmlich, und ihre unkluger zweiter Kommentar ist auch nicht um vieles besser, da sie nicht zwischen einer Beleidigung und einer ernst gemeinten Meinung über das Geschriebene unterscheiden können, aber das ist ihr Kaffee, nicht meiner. Wenn’s unbedingt meinen müssen, dass ich erbärmlich und primitiv sein soll, so soll es so sein, ist ja auch ihr Kaffee. Nur es gibt eine kleinen Unterschied zwischen den zwei benützten „erbärmlich Aussagen“, ich richte es auf ihren Kommentar, sie auf meine Person, ich erkenne den Unterschied sie auch?

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X22
5
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Naja, lieber picciona1, es ist ihr Kaffee, II

Noch was sachliches dazu, mehr als ein Viertel der österreichischen Bevölkerung sind Ausländer bzw. haben Migration Hintergrund (1. und 2. Generation), also kann man davon ausgehen, dass auch ein Viertel der Mindestsicherungsbezieher in diese Gruppe fällt, warum ist sie höher, können sie es beantworten. Mannigfaltige Gründe könnte man nennen, oder nicht, ist es schwer zu verstehen, oder steht vielleicht sogar ein Teil im Artikel, man müsste halt nur verstehen was da so alles an Informationen in so einem kleinen Artikel steht, kleine Hilfe, 35% der 47% sind Asylberechtigte (Schutzbedürftige), warum das so ist, muss man in der Migrations- und Asylpolitik Politik des Staats hinterfragen, wird zu wenig getan um diesen Prozentsatz zu verringern, man will keine großen Summen in Integrationsmaßnahmen investieren, damit man sie nachher in diesen Statistiken findet, wenn man was abstellen will, muss man an die Wurzel gehen, nur hat das noch keine Regierung zusammengebracht. Des Weiteren, wenn betrifft es eher, die in der Gesellschaft integriert sind oder die die am unteren Rand der Gesellschaft leben, wer hat sie da unten eingereiht, die Gesellschaft oder das Versagen der Politik, beides trifft zu, vieles wird von manchen Politikern verursacht.

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X22
5
5
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Naja, lieber picciona1, es ist ihr Kaffee, III

So, nun ein paar kleine Worte zur meiner persönlichen Erfahrungen, die ich in letzter Zeit gemacht hatte, ich war in den letzten Wochen ein paar Tausend Kilometer quer durch Österreich unterwegs, beruflich, egal wohin ich kam, es gab überall Bewohner dieses Staates die genau dieser Gruppe angehören, der Gruppe der Ausländer und Migranten, und erstaunlicherweise für Sie (wahrscheinlich), die arbeiten, ob im Lager, im Verkauf, im Gastgewerbe, im Hotel, in der Logistik, in der Produktion. Ich fragte mich, was würde Österreich als Staat machen, wenn es die nicht gebe?
Sie können aber gerne weiter auf die hinhauen, es ist ja ihr Kaffee, jedoch dürfen sie sich nicht wundern, wenn dann ein x kommt und ihre Sichtweise für erbärmlich hält, was ihre Person betrifft kann ich gar nichts beurteilen, weil ich sie nicht kenne, ganz einfach, wenn man ein bisserle weiterdenkt

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picciona1
3
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sie haben sich schon oft abfällig in meine richtung geäußert

und jetzt habe ich halt mal reagiert.
und ja sie sollten ihren ton mal überdenken

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SoundofThunder
10
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🤔

Und wieviele sind sogenannte Aufstocker?

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Lobo17
38
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Handschrift der ehemaligen Regierung mit FPÖ

Sehr klar kommen die Reformen im AMS, vorangetrieben von ÖVP/FPÖ, zum Ausdruck. Es zeigt uns somit, dass auch gute Politik möglich ist. Ob wir das auch in absehbarer Zukunft mit der Kurz-ÖVP erleben werden, bezweifle ich sehr!

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lilith73
13
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Arbeitslose

Arbeitslose, haben in den Topf einbezahlt. Es gibt keinen Grund jemanden entwürdigend zu behandeln, der eine Versicherungsleistung in Anspruch nimmt. Jedem kann es passieren. Jeder wird sich selbst bemühen so bald wie möglich eine neue Arbeit zu finden. Die soll er sich auch aussuchen können und nicht ständig Druck vom AMS bekommen.

Ein Mensch der ständig in Angst und Stress ist wird sich aus diesem Grund nicht besser präsentieren können um eine Stelle zu bekommen, sondern eher schlechter.

Auf die Dauer macht sich so eine AMS Druckmaßnahme negativ in Sachen Gesundheit bemerkbar. Das verschlechtert weiter die Chancen. Einsparungspotenzial beim AMS wäre enorm groß.

Kurse aller Art nur für die, die sie wollen.
Berater reduzieren, mehr Eigenständigkeit der Arbeitssuchenen, denn sie wissen am besten bei welchen Stellen sie am ehesten Chancen haben.
Keine Vermittlungsvorschläge weit unter dem Bildungsniveau des suchenden.
Förderungen für über 50jährige nur bei Firmen, die diese auch nach Auslauf der Förderung behalten.

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Lobo17
9
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Realität

@lilith73
Warum werden immer wieder Argumente gebracht, die die Ausnahme ansprechen. Bist du vielleicht selbst in so einer Situation?
Ich spreche jene Menschen an, die unser Sozialsystem ausbeuten, nicht gewillt sind eine Arbeit anzunehmen oder gar selbst zu suchen. Vielleicht wäre auch eine Umschulung notwendig? Wer in die traurige Situation von Arbeitslosigkeit kommt, dem soll auch geholfen werden. Aber es kann auch verlangt werden, dass dieser Arbeitslose mindestens vier bis acht Stunden täglich Arbeit sucht! Wird das gemacht, wird er kein Monat in der Arbeitslosen sein.

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X22
9
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Und warum unterstellst du es ihnen, dass sie so sind,

hast überhaupt den Artikel gelesen und was sagst zu den Kindern, den Pensionierten und den 8%, die hackeln und zu wenig zum Leben haben, du bist der, der es vielen unterstellt , du bist der der aus den Wenigen die es ausnutzen eine große Zahl machen willst.

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lilith73
6
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fern jeder Realität

4 - 8 Stunden täglich Arbeit suchen ist fern jeder Realität, die meiste Zeit beim Arbeitssuchen vergeht nämlich mir warten auf Antworten.

Die offenen Stellen werden meist von Leihfirmen ausgeschrieben. Meistens 5 Leihfirmen um die gleiche Stelle. So generieren sich aus eine Stelle 5 Stellenangebote.

Wenn es 350.000 Arbeitslose gibt und 50.000 Stellen, dann ist die Rechnung relativ einfach.

Wenn sie noch so wollen werden einfach 300.000 Arbeitslose überbleiben.

Da ich diese Situation schon auszukosten hatte auch einer von denen zu sein, sehe ich die Sache wesentlich realistischer. Ich habe auch immer alles getan um mich weiterzubilden und eine Arbeit zu finden.

In der Mehrzahl ist AMS Schikane. Ich habe alle meine Jobs durch eigenes Zutun gefunden, keinen einzigen habe ich vom AMS vermittelt bekommen.
Vermittlungsvorschläge sind meistens sehr weit von der Bezahlung und von den Qualifikationen entfernt.
z.B. eine Stelle als Schlosser wird einem Ingenieur zugeschickt.

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Lobo17
5
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Auch ich spreche von Erfahrung...

In zwei Wochen hatte ich eine neue Arbeit!

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AIRAM123
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Du träumst so richtig vom grünen Klee

... oder von der nächsten Spesen Abrechnung bei deiner Partei

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Balrog206
4
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Airam

Überall wird Personal gesucht wer will findet Arbeit , aber zur Zeit sind diese 300000 std arbeitslos die entweder nicht mehr arbeiten können oder auch nicht wollen ! Wir suchen seit Monaten Hilfskräfte für Produktion , ein zb langzeit Arbeitsloser hat sich noch nie beworben !!!!

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Lodengrün
22
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Und wie viele

gehen nicht mehr hin zum AMS? Neben der Schmach keine Arbeit zu haben erwartet sie dort eine menschenunwürdige Tortur als auch sehr oft Häme.

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Lodengrün
3
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Wenn ich alle

blauen und türkisen groupies übersehe bleibt da eine Menge Leute die diese Situation ebenso sehen.

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SoundofThunder
25
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Ach ja,die Statistik Austria.

Da war doch was? Die hat sich doch der KurzIV geschnappt.

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Trieblhe
18
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Spannend,

Wien hat soviele Mindestsicherungsbezieher wie die Stadt Salzburg Einwohner hat.

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X22
6
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Was lernt man daraus,

dass man bei einer 2 Millionen Einwohnerstadt mehr soziale Fälle hat, weil alles geballter Auftritt, dass es 10.000te Kinder in Wien betrifft.
Ist wiede mal ein toller Vergleich eines rechtschaffenen Österreichers, Bravo hast echt gut gemacht.

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Irgendeiner
7
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Ja und die letzte Wahl hat gezeigt daßma mehr

Dumpfbacken haben als Kärnten Einwohner und was weiter,triebelchen.Und um dir gleich den Faden abzuschneiden,das die sich in Wien konzentrieren liegt wie bei den Obdachlosen auch nicht an Wien,die ziehen zu weils dort noch einigermaßen geht.

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Trieblhe
5
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Trifft mich natürlich

sehr hart, dass Sie offensichtlich mit dem Wahlergebnis nicht zufrieden sind, obwohl Sie ja alles versucht haben, Stimmung gegen Herrn Kurz zu machen. Naja in Wirklichkeit hält sich mein Mitleid in Grenzen 🤪

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