AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Vor SPÖ-ParteipräsidiumRote Jugend fordert Reformparteitag und Gang in Opposition

Sechs sozialdemokratische Jugendorganisationen haben sich zusammengeschlossen und setzten die SPÖ unter Druck: Es müsse bereits Anfang 2020 zu ersten Reformschritten kommen.

Kleine Zeitung Interview Josef Czap Cap und Claudia Gigler by Akos Burg
Julia Herr © Akos Burg
 

Mit fünf Forderungen gehen die sozialististischen Jugendorgansiationen jetzt an die eigene Partei. Diese Forderungen sollen, so wünscht es sich SJ-Vorsitzende Julia Herr, beim SPÖ-Präsidum am kommenden Freitag diskutiert werden. Wichtigste Forderung ist ein Reformparteitag Anfang 2020, der dann die weiteren Reformschritte einleiten soll.

Die Forderungen der roten Jugend:

🔺Inhaltliche Neuaufstellung: Die SPÖ müsse die Alternative zu einem kapitalistischen System sein, in dem nur wenige profitieren, aber für uns alle nicht viel übrig bleibt

🔺Der Gang in die Opposition: Glaubwürdigkeit müsse mehr zählen als Regierungsposten

🔺Umsetzung der Organisationsreform, die 2018 ja bereits von einer  Mehrheit der Parteimitglieder abgesegnet, von der Parteiführung dann aber verschoben wurde. Einer der Punkt ist eine verpflichtende Mitgliederabstimmung vor Koalitionsabkommen

🔺Kampagnenfähigkeit und Strukturaufbau muss an erster Stelle stehen. Wir müssen unser Geld in Kampagnen und nicht in teure Löhne für BeraterInnen oder Agenturen stecken!

🔺Ein Reformparteitag Anfang 2020, bei dem die Neoordnung diskutiert und gestartet wird

Sechs mit einer Stimme

Mit an Bord sind sechs Jugendorganisationen: die Sozialistische Jugend, der Verband sozialistischer Student_innen, die Aktion kritischer Schüler_innen, die Junge Generation in der SPÖ, die Roten Falken und die Jugendorganisation der sozialdemokratischen GewerkschafterInnen.

SJ-Chefin Julia Herr, die sich zuletzt manche als Zweite Bundesgeschäftsführerin wünschten, betonte im Gespräch mit der Kleinen Zeitung es geht nicht um Funktionen und schon gar nicht um sie. Sie und die anderen Jugendfunktionäre erwarteten sich schon für kommenden Freitag, dass das Präsidium einzelne Reformschritte aufgreife und umsetze, insbesondere den Wunsch nach Abhaltung eines Reformparteitages.

Für Herr geht es darum, jetzt "endlich Dinge umzusetzen, über die wir in den Gremien schon jahreang diskutieren".

Persönlch will sie sich im Nationalrat vor allem für Klimafragen einsetzen, die der Jugend ein großes Anliegen seien. "Viele sagen, damit nützen wir nur den Grünen, aber das halte ich für falsch: Auch in der Asylfrage haben manche jahrelang gesagt, dazu dürfen wir uns nicht äußern, und dann ist es erst recht schwierig geworden!"

Die SPÖ müsse das Thema dringend mit eigenen Themen weiterbearbeiten, "denn der wissenschaftliche Stand der Debatte wird uns weiter verfolgen, ob wir das wollen oder nicht."

Kommentare (15)

Kommentieren
vitriol74
2
4
Lesenswert?

Alleine

die Anzahl der Jugendorganisationen zeigt wie gespalten der Haufen ist. 🙈🙈🙈

Antworten
tomtitan
1
8
Lesenswert?

Mit Frau Herr stimmt die Richtung sicher -

nämlich Richtung 5% ;-)))

Antworten
kritiker47
1
9
Lesenswert?

Hat Die

schon einmal irgendwo irgendwas gearbeitet ?

Antworten
wirklichnicht
4
18
Lesenswert?

Gibt es so etwas wirklich?

Unbefleckte Empfängnis?
Warmes Eis?
Junge Rote?

Antworten
eleasar
2
19
Lesenswert?

Unbefleckte Empfängnis gibt es.

Für Gott ist das nicht schwierig.

Warmes Eis war letztens in meinem Eiskaffee.
Und junge Rote soll es auch geben. Die heißen aber eher "junge Rot_innen".

Antworten
schteirischprovessa
5
30
Lesenswert?

Vielleicht kommt bei der SPÖ auch mal

jemand drauf, dass man eine Partei für alle Österreicher sein solle. Solange sie quasi nur eine politische Organisation von Gewerkschaften und deren Bonzen sind, werden sie kaum erfolgreich werden. Hat man ja auch bei der ÖVP gesehen, dass es bei den Wählern ankommt, wenn die gewählten Parteien zumindest mal versuchen, sich von LH's, Kammern, IV zu emanzipieren. Auch wenn dort in der Umsetzung noch einiges an Handlungsbedarf übrig bleibt.

Antworten
altbayer
4
27
Lesenswert?

Kapitalistisches System

Eure Hackler sind Teil des kapitalistischen Systems. Das muss in die Köpfe der SPÖ.
Der Facharbeiter will seinen kapitalistisch aufgebauten kleinen Luxus nicht verlieren.
Das glaubt er bei der FPÖ zu finden, deshalb wählen besser verdienende Facharbeiter die Blauen (und vielleicht auch die Türkisen).
Solange das nicht in die Köpfe der JUSOS geht, werdet sie nichts gewinnen.
Ein 2000,- Netto Arbeiter hat ein Problem mit der Einstellung der SPÖ.

Antworten
crawler
4
14
Lesenswert?

Es ist halt immer so:

Die Gedanken der "Jungen" sind genauso wichtig wie die Erfahrung der "Alten". Eines ohne dem Anderen hat sich allerdings als nicht vorteilhaft herausgestellt.

Antworten
hermannsteinacher
10
8
Lesenswert?

"ohne dem"

hat sich allerdings als nicht vorteilhaft herausgestellt.

Antworten
crawler
3
10
Lesenswert?

Danke

herr lehrer.

Antworten
Plauen
60
15
Lesenswert?

Julia Herr

stellt eine Bereicherung für den Nationalrat dar.

Antworten
MehrMenschlichkeit
0
1
Lesenswert?

Zurück in die glorreiche kommunistische Zukunft?

Ja, wenn man es für eine Bereicherung hält, den leider historisch noch immer nicht gänzlich entsorgten Kommunismus in Österreich einzuführen, dann zweifellos. Ist ja auch ein tolles System: Fast alle haben nichts, nur die Funktionäre leben toll, siehe ehemalige Sowjetunion und Co. So gesehen, hat Julia Herr als gelernte Politruka natürlich recht.

Antworten
tomtitan
1
8
Lesenswert?

@plauen: Sie haben vergessen, Ihren Beitrag

als Satire zu kennzeichnen...

Antworten
hermannsteinacher
15
62
Lesenswert?

Julia Herr

stellt keine Bereicherung des Nationalrats dar.

Antworten
differentialrechnung
1
3
Lesenswert?

Es ist möglich,

etwas, oder sogar jemanden, darzustellen, ohne es zu sein.

Antworten