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Nach der WahlWorüber die Parteien ab heute in ihren Gremien beraten

SPÖ, NEOS und JETZT tagen am Montag. ÖVP, FPÖ und Grüne beratschlagen sich am Dienstag.

NR-WAHL:  WAHLFEIER DER OeVP
Nun hat er erneut die Qual der Wahl: ÖVP-Chef Sebastian Kurz © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Die Parteien starten am Tag nach der Nationalratswahl ihre Beratungen über das weitere Vorgehen. Die Parteigremien von SPÖ, NEOS und JETZT treten bereits am Montag zusammen, jene von ÖVP, FPÖ und Grünen folgen am Dienstag.

Die NEOS treffen sich bereits am Montagvormittag, um das für sie erfreuliche Wahlergebnis mit Zuwächsen von rund 2,5 Prozentpunkten zu analysieren. Mittags tagt dann die Liste JETZT, die künftig nicht mehr im Nationalrat vertreten ist. Am Nachmittag treten dann Präsidium und Vorstand der SPÖ zusammen. Die Genossen müssen sich mit dem historisch schlechtesten Ergebnis der Sozialdemokratie auseinandersetzen.

Bis Dienstag lassen sich die übrigen Parteien Zeit. Während die ÖVP nach ihrem triumphalen Ergebnis wohl auch schon künftige Koalitionsoptionen besprechen dürfte, wird sich die FPÖ nicht nur mit ihren Verlusten, sondern auch mit dem weiteren Umgang mit Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache nach dessen Spesen-Affäre beschäftigen. Erfreulicheres haben die Grünen zu besprechen, die nach ihrem Rekord-Ergebnis vom Sonntag ebenfalls am Dienstag die weiteren Schritte erörtern werden.

Wahltag in Bildern: Sieger und Verlierer

Die Volkspartei mit Sebastian Kurz legte in der Wählergunst zu und ist nunmehr klar die Nummer eins im Land.

(c) AP (Matthias Schrader)

Ihre zweite große Wahlschlappe erlebte die - 2018 nach Christian Kerns Rücktritt eingesprungene - SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner bei dieser Nationalratswahl. Das Erggebnis fällt wohl noch schlechter aus als bei der EU-Wahl.

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Mit frenetischem Jubel ist Spitzenkandidat Werner Kogler am Sonntagabend in der Wahlzentrale der Grünen im Wiener "Metropol" empfangen worden.

(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

Mit frenetischem Jubel ist Spitzenkandidat Werner Kogler am Sonntagabend in der Wahlzentrale der Grünen im Wiener "Metropol" empfangen worden.

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In Richtung ÖVP, dem zweiten Sieger der Wahl, zeigte er sich nicht konziliant, ganz im Gegenteil: Er höhnte über die "Sektenmitglieder des Kanzlerdarstellers".

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Rede wollte Kogler, wie üblich in blauem Hemd und mit grüner Brille auf der Stirn, eigentlich keine halten. Nachdem die "Werner! Werner! Werner!"-Sprechchöre abgeebbt waren, legte er aber umgehend los. Der Auftrag laute, Österreich zu einem Umwelt-, Klimaschutz- und Naturschutzland Nummer 1 zu machen, und das mit der notwendigen sozialen Absicherung.

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In Fernseh-Interviews kündigte ÖVP-Obmann Sebastian Kurz an, dass er nun mit allem im Parlament vertretenen Parteien Gespräche führen werde.

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Kurz sprach von einem historischen Tag für die ÖVP, die noch nie mit einem so großen Vorsprung eine Wahl gewonnen habe.

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Eines sei nach dieser Wahl "sonnenklar": "Eine Fortsetzung von Türkis-Blau darf es nicht geben", so Meinl-Reisinger unter tosendem Applaus ihrer Anhänger.

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SP-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda hat ÖVP und Grünen am Sonntag zum Wahlerfolg gratuliert. "Es gibt am heutigen Abend zwei klare Wahlsieger, die Grünen und die ÖVP, das ist neidlos anzuerkennen", so Drozda.

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"Mir fehlen die Worte und ich bin selten sprachlos", erklärte Kurz vor seinen Anhängern. Der Spitzenkandidat dankte in seiner kurzen Ansprache den ÖVP-Landeshauptleuten, den Bünden und den Funktionären für ihre Unterstützung in den vergangenen Wochen.

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Verhaltener ist der Applaus in der FPÖ-Zentrale beim Bekanntwerden einer Hochrechnung selten ausgefallen: Durchwegs zermürbte Gesichter machten jene Funktionäre, die zumindest erschienen waren, auf der kleinen Bühne im ebenso überschaubar großen Medienzentrum der Freiheitlichen.

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Norbert Hofer hat sich in den vergangenen Wochen wohl öfter gewundert, was alles möglich ist. Zunächst verhagelte das Ibiza-Video dem damaligen Infrastrukturminister einen gemütlichen neuerlichen Anlauf auf die Hofburg. Danach ließ ihn die Spesen-Krise am Wahltag mit einem dunkelblauen Auge da stehen.

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Die Volkspartei legte deutlich auf über 37 Prozent zu, während der vormalige Koalitionspartner FPÖ um rund zehn Punkte auf 17 Prozent abstürzte.

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FP-Generalsekretär Harald Vilimsky sieht die Zukunft der FPÖ angesichts des schwachen Wahlergebnisses in der Opposition.

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NEOS-Spitzekanidatin Beate Meinl-Reisinger hat sich vor ihren Anhängern über den Wahlerfolg gefreut. "Eines ist klar: es ist in der Geschichte Österreichs das beste Ergebnis für eine liberale Partei", sagte die Parteichefin bei der Wahlparty im Wiener Volksgarten.

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Zum ersten Mal seit 53 Jahren landete die SPÖ heute zum zweiten Mal hintereinander auf Platz 2. Aber immerhin blieb ihr Platz 3 hinter der FPÖ erspart - aber nur, weil dieser Ibizagate und Spendenaffäre schwere Einbußen bescherten.

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Ebenfalls am Dienstag auf den Plan tritt Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Die Übergangsregierung von Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein wird dem Staatsoberhaupt routinegemäß ihren Rücktritt anbieten. Van der Bellen wird die Regierungschefin und die Minister mit der Fortführung der Amtsgeschäfte betrauen, bis eine neue Regierung gefunden ist. Im Anschluss daran dürfte der Präsident in einem nächsten Schritt die Parteichefs der Parlamentsparteien zu ersten Gesprächen einladen.

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