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Ministerium untersuchtRechtsextreme Tendenzen im Heeresgeschichtlichen Museum?

Im Museumsshop sollen rechtsextreme Literatur und Wehrmachtspanzer in Spielzeug-Form zum Kauf angeboten werden. SPÖ und JETZT forderten am Freitag Konsequenzen. Das Verteidigungsministerium untersucht die Causa.

© APA/HERBERT NEUBAUER
 

Laut Zeitungsberichten sollen in dem Museum einige Burschenschafter tätig sein. Der für die Provenienzforschung zuständige Historiker soll ein ehemaliger FPÖ-Mitarbeiter sein und seinen Doktor beim FPÖ-nahen Historiker Lothar Höbelt gemacht haben. Der Mann soll vor seiner Zeit beim HGM auch für den umstrittenen früheren Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ) gearbeitet haben und auf Wikipedia Fotos von problematischen Ausstellungsstücken ohne Einordnung präsentiert haben. Außerdem soll das Museum Besucherzahlen verfälscht haben.

Kritik an der Ausrichtung des Museums hat es schon früher gegeben. Die Historikerin Eva Blimlinger, scheidende Rektorin der Akademie der bildenden Künste und Kandidatin der Grünen bei der Nationalratswahl, kritisiert die Gestaltung des HGM drastisch. Das sei "eine musealisierte Kaserne", in der "kaum Museumsfachleute" arbeiteten, sagt Blimlinger. Der Rechtsdrall des HGM sei "inhärent". Sie fordert, dass das Museum den Bundesmuseen unterstellt wird. Man könnte die Überlegungen wiederaufnehmen, dort ein Haus der Geschichte zu machen, jedenfalls solle man "eine Friedenserzählung" schaffen, statt "groß Kriegsmaterial zu präsentieren".

Prüfung der Vorwürfe eingeleitet

Verteidigungsminister Thomas Staringer hat eine Prüfung aller Vorwürfe eingeleitet. SPÖ-Kultursprecher Thomas Drozda forderte angesichts der aktuellen Diskussionen eine Gesamtstrategie für die Bundesmuseen. "Wir brauchen endlich die Umsetzung der Vorschläge des Weißbuchs Bundesmuseen und ein umfassendes Konzept, in dem das Heeresgeschichtliche Museum seinen Platz hat und gemeinsam mit dem Haus der Geschichte gedacht wird", so Drozda. Er spricht sich dafür aus, dass das HGM den Bundesmuseen unterstellt wird und künftig zum Kulturministerium ressortiert.

Unabhängig von künftigen Organisationsreformen braucht es kurzfristig natürlich eine rasche Klärung der Vorwürfe, was rechtsextreme Literatur im Museumsshop und problematische Personalbesetzungen betrifft, forderte Drozda.

Auch Wolfgang Zinggl, Kultursprecher des Klubs JETZT, befand, dass es Zeit "für tiefgreifende Veränderungen in der Museumsordnung, also beim Personal, beim Museumskonzept und in der Trägerstruktur" sei. "Die Vorwürfe müssen ernsthaft geprüft werden. Sollten sie sich bewahrheiten, braucht das Heeresgeschichtliche Museum einen Neustart mit neuer Führung und einem Personal, das über jeden Verdacht erhaben ist", sagte Zinggl.

Kommentare (11)

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Holzerl
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TopGun

Achtung. Jetzt schnell noch über alte Waffen aufregen!
Aber nächstes Jahr schnell ins Kino laufen und den neuen Tom Cruise Film schauen.
Scheinheilige Doppelmoral,...

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schulzebaue
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Na

wenn die Kritik von grüner Seite kommt dann muß ja einfach was dran sein.

Ein Schelm wer was Böses dabei denkt.

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schaerdinand
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jeder einzelne vorwurf stimmt!

war vor kurzem dort und war schockiert über die ausstellung.
soviel hitlerkreuze und wehrmachtsfahnen auf einem haufen kannte ich nur aus den alten filmen von den parteitagen in nürnberg. arg!

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Holzerl
0
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@ schaerdinand

Bitte, bleib beim Käse,...
Die Geschichte unseres Heimatlandes war nicht immer rosarot. So haben österreichische Soldaten an der Isonzofront Italiener vergast, ein österreichisches U-Boot versank vor Grado - stellen Sie sich vor: Österreich hat Venedig bombardiert,...

Daher, immer alles auf die 6 Jahre zu reduzieren ist falsch.

Darauf hinzuweisen und in Zukunft eine Wiederholung verhindern - ja sofort.
Aber nicht indem wir Panzer, Flugzeuge oder Kriegsschiffe "eliminieren",...

Ein Verwandter von mir ist mit der Ö-105 geflogen, das werde ich auch meinen Enkeln erzählen und zeigen wollen,.... also bitte. Aufklärung ja, verbieten und verstecken Nein!

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zeus9020
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DUMM DÜMMER.....

nicht ungustiöser sondern dümmer! sollen wir nur mehr russische Panzer und chinesische Pistolen verkaufen, damit es unseren Edel-Jung-Marxisten konveniert???

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Planck
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Ja wissen S',

Sie sollen überhaupt keine Panzer und Pistolen verkaufen.
Des is natürlich a bissl hoch für den Einen oder Anderen speziell aus dem tiefen Süden *gg

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mobile49
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es wird immer ungustiöser .

was läuft bei denen schief?
hormonstörungen ?
profilierungsneurosen ?
konturenverschiebung ?
schlammneurose ?

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tannenbaum
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Blaue

und rechtsextremen? Wer hätte sich so etwas gedacht!

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mahoni1970
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Wenn man...

...sonst keine Themen oder Sorgen hat, dann sucht man sich welche. Mit diesen Dingen aber können sie schon lange kein politisches Kleingeld mehr machen. Man erkennt die Absicht und wendet sich angewidert ab.

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heri13
19
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Warum die Aufregung?

Das HGM ist doch eines der wichtigsten Orte ,für ewig gestrige blaue.
Dort können sie ihren irren Gedanken ,nach Lust und liebe nachgehen.

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PiJo
1
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Ausgrabungen

Vor der Wahl wird wieder tief gegraben. Ein Museum beinhaltet geschichtliche
Exponate . aber diese Literatur und das Spielzeig wird wohl nicht erst seit 2 Jahren verkauft. warum ist das vor Jahren niemanden aufgefallen wo andere Konstellationen regiert haben ????
Warum regt sich niemand über die Kirchensteuer auf , auch ein Relikt aus dieser unseligen Vergangenheit

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