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Ab SonntagPapamonat tritt in Kraft, bald haben alle Väter Anspruch

Wer im gleichen Haushalt wie das Kind wohnt und das Monat früh genug ankündigt, hat nun einen Rechtsanspruch.

++ THEMENBILD ++ PAPAMONAT
© APA/HANS KLAUS TECHT
 

Am Sonntag tritt der Rechtsanspruch auf den Papamonat in Kraft. Damit dürfen sich ab 1. September nicht nur Väter im Öffentlichen Dienst nach der Geburt ihres Kindes für einen Monat von der Arbeit freistellen lassen, sondern alle Papas. Der Arbeitgeber zahlt in dieser Zeit nichts, Väter können während des Papamonats den sogenannten Familienzeitbonus in Höhe von 700 Euro beziehen.

Der Haken daran: Gehen die Männer später in Karenz, werden die 700 Euro vom Kinderbetreuungsgeld wieder abgezogen. Das hat in der Vergangenheit immer wieder für Kritik gesorgt. Beschlossen worden ist der Rechtsanspruch auf einen Papamonat Anfang Juli im Nationalrat. Der Antrag der SPÖ wurde damals von Sozialdemokraten, FPÖ und der Liste JETZT unterstützt.

Voraussetzung: Gemeinsamer Haushalt

Voraussetzung für den Anspruch auf einen Papamonat ist, dass Vater und Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben. Außerdem müssen bestimmte Meldefristen eingehalten werden: Der Wunsch nach einem Papamonat ist dem Arbeitgeber drei Monate im Voraus mitzuteilen (Vorankündigungsfrist). Zwischen der Geburt des Kindes und dem Ende des Beschäftigungsverbotes der Mutter (acht Wochen nach der Geburt) kann der Vater den Antrittszeitpunkt der Freistellung frei wählen.

Die Regelung gilt für Geburten, deren errechneter Geburtstermin frühestens drei Monate nach dem Inkrafttreten liegt, also für errechnete Geburtstermine ab 1.12.2019. Eine Sonderregelung gibt es laut Arbeiterkammer (AK) und Österreichischem Gewerkschaftsbund (ÖGB) für errechnete Geburtstermine zwischen 1.9.2019 und 30.11.2019 - auch hier besteht ein Anspruch auf den Papamonat. Allerdings darf die Vorankündigungsfrist von drei Monaten unterschritten werden.

Ankündigung

Nach der Geburt muss der Vater den Arbeitgeber sofort darüber informieren. Spätestens eine Woche danach ist der tatsächliche Antrittszeitpunkt des Papamonats bekannt zu geben. Der Kündigungsschutz, den Väter während der Dienstfreistellung genießen, beginnt mit der Vorankündigung, allerdings frühestens vier Monate vor dem errechneten Geburtstermin. Er endet vier Wochen nach dem Ende des Papamonats.

Unter bestimmten Voraussetzungen können auch gleichgeschlechtliche Paare einen Papamonat nutzen. Frauen, deren Partnerin durch medizinisch unterstützte Fortpflanzung ein Kind bekommt, können den Anspruch geltend machen. Auch sie bekommen dann den als Familienzeitbonus bezeichneten finanziellen Zuschuss von 22,60 Euro pro Tag. Der Familienzeitbonus steht zudem Adoptiv- oder Dauerpflegevätern zu.

Die Arbeiterkammer hatte sich zuletzt über bürokratische Hürden beim Papamonat geärgert. Immer wieder komme es zu Problemfällen, die auch vor Gericht landen würden, hieß es. Außerdem fehlt der AK eine eigenständige Geldleistung für den Papamonat, sie forderte eine Geldleistung von 80 Prozent des letzten Monatseinkommens - zusätzlich und nicht als Teil des späteren Kinderbetreuungsgeldes. Auch SPÖ und Neos unterstützten die Forderung nach einer besseren Bezahlung des Papamonats.

Kommentare (17)

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melahide
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Gerade

im 1. Monat ist es schon wichtig dass beide Eltern daheim sind. Alle paar Stunden muss man das Baby füttern, vor allem die Mutter kann kaum schlafen usw.... oder es ist das 2. Kind, wo das Erstgeborene vom Vater versorgt werden muss.

Aber 700 Euro für den Monat der dann später wieder abgezogen wird. Da hätte man sich diesen unsäglichen „Familienbonus“ sparen können und den Papamonat ordentlich finanzieren sollen. Jeder kann sich das nicht leisten

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huutsch1963
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Keine Krankheit

Ganzen Tag daheim und man kann sich nicht um 2 Kindet kümmern. Sie sollten Schwerarbeit beantragen. Übrigens schwanger sein und Kinder kriegen ist keine Krankheit.

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Mein Graz
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@huutsch1963

Das bisschen Haushalt
macht sich von allein
sagt mein Mann
Das bisschen Haushalt
kann so schlimm nicht sein
sagt mein Mann
Wie eine Frau sich überhaupt beklagen kann
ist unbegreiflich
sagt mein Mann

Das bisschen Kochen
ist doch halb so wild
sagt mein Mann
was für den Abwasch
ganz genauso gilt
sagt mein Mann
Wie eine Frau von heut' darüber stöhnen kann
ist ihm ein Rätsel
sagt mein Mann

Und was mein Mann sagt
stimmt haargenau
ich muss das wissen
ich bin ja seine Frau

Das bisschen Wäsche
ist doch kein Problem
sagt mein Mann
und auch das Bügeln
schafft man ganz bequem
sagt mein Mann
Wie eine Frau von heut' da gleich verzweifeln kann
ist nicht zu fassen
sagt mein Mann

Und was mein Mann sagt
stimmt haargenau
ich muss das wissen
ich bin ja seine Frau

Das bisschen Garten
oh, wie wohl das tut
sagt mein Mann
das Rasenschneiden
ist für den Kreislauf gut
sagt mein Mann
Wie eine Frau von heut' das nicht begreifen kann
ist unverständlich
sagt mein Mann

Er muss zur Firma
gehn' Tag ein Tag aus
sagt mein Mann
die Frau Gemahlin
ruht sich aus zuhaus
sagt mein Mann
Das ich auf Knien meinem Schöpfer danken kann
wie gut ichs habe
sagt mein Mann

Das ich auf Knien meinem Schöpfer danken kann
wie gut ichs habe
sagt mein Mann

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wischi_waschi
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Männer

Bin gespannt was die Männer dieses Monat machen müssen.
Villeicht sollten Sie die Brust geben.

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Mein Graz
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@wischi_waschi

Und so was schreibt eine Frau?
Naja, wie schon bekannt: Blau-Wählerin.

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77ebb8cbcdcaeb9db3ad652831220f4b
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@wischiwaschi

Da kannst daheim deine Frau unterstützen für rund 700€. Die brauchen das meist eh, weil sie recht stark überfordert sind: jetzt kommt ein neues Lebewesen dazu und dann musst auch noch den Haushalt führen ...

Nur sind die €700 eher eine Frechheit als ein Segen, denn davon musst die Miete, Stromkosten, also die Abgaben fürs Haus/Wohnung bestreiten und zeig mir einen, der das schafft #Wohnungspreise #Strompreise

Und der Höhepunkt der Frechheit ist ja der, wenn du den Papamonat in Anspruch nimmst, wird dir der Betrag von der Elternkarenz abgezogen, wenn du den als Vater in Anspruch nimmst!

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wischi_waschi
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ChihuahuaWelpe55

Du sprichst mit keinen Mann, ich bin eine Frau.
Ich, will halt keinen" Waschlappen".
Ich , will immer noch einen Mann.

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Mein Graz
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@wischi_waschi

Also ein Mann, der seine Frau unterstützt, der sich um sein Baby kümmert, ist ein Waschlappen.

Na, dann hab ich viele Waschlappen im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis, denn diese Männer kümmern sich um die Kinder und bauen damit eine tolle Beziehung auf, kümmern sich mit der Frau gemeinsam um den Haushalt und - stell dir vor, welche Blamage - sie können sogar weinen.
Ich liebe diese "Waschlappen".

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77ebb8cbcdcaeb9db3ad652831220f4b
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Dann kannst deinen Mann ja eh arbeiten schicken

Ist ja nicht so, dass das Pflicht ist

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Irgendeiner
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Ja,nichts dagegen zu sagen, aber was ist ein Monat,

die Tendenz den Kindern die Eltern zeitlich zu entziehen setzt sich fort, gab hier ja mal Zeiten wo einer eine Familie erhalten konnte und der andere tagsüber bei den Kindern war,unsere emanzipationsorientierten identitätspolitischen Damen halten das noch für Fortschritt, ich für primatologischen Schwachsinn,aber ich verwechsle die geschlechtliche Aufteilung ja auch nicht mit der Sache.Und früher waren wenige Kinder in dieser Lage,Voll- und Halbwaisen und Kinder deren Eltern zur Obsorge einfach nicht befähigt waren,waren Ausgegrenzte, heute fast alle, Fortschritt den sie meinen,mit immensen Folgekosten.

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Amadeus005
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Wenn beide einen 50% Job hätten, dann würden sie Steuer sparen

Tut halt keiner. Oder will halt die Wirtschaft nicht, weil die Grundkosten oft bleiben. Wären beide Kassierer im Supermarkt, dann ginge es eher leicht.

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Irgendeiner
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Ich werde nicht sagen was konkrete Individuen tun sollen,

ich kann auch nicht sagen welche Wege möglich sind,ich glaub nicht daß das mit dem Medianeinkommen und darunter noch geht,weiter oben ginge es aber dort tun es ohnehin wenigstens noch ein paar,auch nicht alle,dort ists mehr ideologisch als pekuniär,ich sage was jedes Kind braucht und das ändert sich auch nicht in einer Zeit wo Krämer größenwahnsinnig geworden sind und meinen, das Leben bestimmen zu können.

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Balrog206
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Irgi

Wenn man alles ab zieht was wir haben möchten oder haben , aber garnicht brauchen dann gehts sich wieder aus ! Stimmt in meiner Jugendzeit gab es einige Mütter von Freunden die immer zu Hause waren ! !

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Irgendeiner
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Ja Roggi, nur schau Dir die Entwicklung von Löhnen und Preisen

an,gerade die "unten" sind bei Fragen der Familienstruktur eher konservativ,das war kein emanzipatorischer Impuls, das war aus einer Notwendigkeit geboren.Und ja, Roggi,von einer behüteten Kindheit zehrt man bis ins hohe Alter.

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Irgendeiner
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Addendum.:Rote Striche,wie schön,

aber ich weiß schon lange,Kinder haben keine Lobby und viele vorgeblich Erwachsene weder Tau noch Herz, und die Zunge habens auch noch verschluckt,man lacht.

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Sportmaster
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Jetzt sind Sie auch schon Erziehungsexperte,

einfach unglaublich, diese fundierte Expertise in jedem Bereich

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Irgendeiner
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Ach Sporti, Expertise,Experte welch große Worte,ich bin

nur Irgendeiner,woher sollte ich den Anspruch nehmen,nein Sporti,jetzt abgesehen davon daß ich da zur Erziehung kein Wort sagte,ist ein weiter Weg von der Primatologie zur Pädagogik,auch wenns auch dort welche gibt die auf solche Befunde referieren,und mehr von artgerechter Menschenhaltung sprach,sozusagen von speziesspezifischen Notwendigkeiten wurst was durch so Betriebswirtschäderln schräg läuft,ist es halt so,daß ich am Ende des Flüchtlingsforums beschlossen hatte, des ewigen Taxifahrens und Herumlungerns am AMS müde,meine Bildungsferne zu beenden und ein bißchen was für mein intellektuelles Fortkommen zu tun, ich bin ein Spätentwickler,eigentlich ein Sehrspätentwickler, Du solltest mich dafür loben nicht kritisieren,das ich in meinem Alter diesen Weg noch gehe,Und wenn ich in meiner Unbedarftheit Fehler mache hab ich ja Dich um mich zu korrigieren, man lacht.

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