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Hofer in der ZiB 2Warum die FPÖ Strache immer noch Auto und Personenschutz zahlt

Dass sich Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache womöglich als Spitzenkandidat in Wien bewerbe, sei sein gutes Recht, so Nachfolger Norbert Hofer. Der Historiker-Bericht soll am 5. August präsentiert werden.

Ex-Parteichef Strache, Nachfolger Hofer
Ex-Parteichef Strache, Nachfolger Hofer © APA/Hans Klaus Techt
 

Dürfen es auch weniger als 20 Prozent für die FPÖ sein, wenn es um eine Regierungsbeteiligung geht? Das wollte ORF-Anchorman Armin Wolf in der ZiB 2 von Montag von FPÖ-Spitzenkandidat Norbert Hofer wissen. Denn der Tiroler Landesparteichef hatte sich auf diese Marke festgelegt.

Hofer: "Ja, denn wir müssen so stark werden, dass sich schwarz-grün nicht ausgeht." Auf Nachfragen präzisierte er dann, bei einem Wahlergebnis, das nur leicht darunter liege, werde sich die FPÖ nicht aus der Ziehung nehmen.

Blaue Hoffnung

Nicht festlegen lassen wollte sich Hofer auf die Frage, ob ein Ministeramt für Herbert Kickl Bedingung sein werde für eine Koalition mit der ÖVP. Kickl habe in der Funktion des Innenministers das umgesetzt, was sich die ÖVP jetzt auf die Fahnen hefte. "Für mich wäre es schwer verständlich, dass die Partei, die seine Politik lobt, ihn nicht mehr haben will." Er gehe davon aus, dass es dabei nicht bleiben werde.

Dass das Nein zum Rauchverbot - eine Bedingung der FPÖ in Zeiten der türkis-blauen Koalition - nun Geschichte ist, hat Hofer akzeptiert. Er hoffe nur, dass es noch Ausnahmen für Nachtlokale bzw. Diskotheken geben kann.

Einsicht und Zynismus

In die Enge trieb Armin Wolf den Nachfolger des ehemaligen Parteivorsitzenden Heinz-Christian Strache mit der Frage, was dazu führen könnte, dass dieser trotz seiner Aussagen im Ibiza-Video neuerlich Spitzenkandidat, nämlich für die FPÖ-Wien bei der nächsten Gemeinderatswahl, wird. Strache habe, wie jeder, die Möglichkeit, sich zu bewerben. Bis es soweit sei, werde noch viel Wasser die Donau hinunterfließen.

Im persönlichen Gespräch zeige Strache jedenfalls viel Einsicht, meinte Hofer, Dass man das nach außen hin nicht merke, Strache im Gegenteil Scherze über seine Sager im Ibiza-Video mache, erklärte Hofer mit "Zynismus, den man jedem Politiker zugestehen muss, auch ihm".

Dienstwagen und Personenschutz

Schwer fiel es Hofer auch zu begründen, warum die Wiener Partei nach wie vor einen Dienstwagen sowie den Personenschutz finanziert. Straches Bekanntheit, verbunden mit der Gefährdungslage, den Morddrohungen, die die Familie mitbetreffen, sei offenbar der Grund: "Schutz ist wichtig", darum müsse man sich kümmern. Die Partei finanziert offenbar auch weiterhin den Facebook-Auftritt Heinz-Christian Straches.

Historiker-Bericht in zwei Teilen

Der Historiker-Bericht zur Geschichte der Freiheitlichen soll - zumindest in Teilen - präsentiert werden. An diesem Tag werde vorgestellt, "was da ist", sagte Hofer in der "ZIB2". Der Gesamtbericht soll später, aber noch vor der Wahl folgen: "Ich hoffe, das geht sich aus."

Grund dafür, dass der Gesamtbericht später folgen werde, sei, dass ihn die Freiheitlichen "in Israel bewerten lassen" wollen. Wie es Mitte Juli aus Parteikreisen hieß, verliefen derartige Bemühungen bei israelischen Wissenschaftern bis dato erfolglos. Die Historikerkommission war im Frühjahr 2018 in Folge der "Liederbuchaffäre" in der Burschenschaft "Germania zu Wiener Neustadt" eingesetzt worden.

 

Kommentare (31)

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helga.zuschrott
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zumindest, dass es zack, zack, zack gehen kann

:—)

Irgendeiner
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Naja, daß sie Strache noch Personenschutz gewähren,

es ist ihr Geld und so beliebt hat er sich ja nicht gemacht, nur ob noch viel Wasser wo runterrinnen wird bevor er antritt hängt auch davon ab, ob ers bis dahin schon verkauft hat,man lacht.

GordonKelz
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ES IST UNSER ALLER GELD.....

Gordon Kelz

Irgendeiner
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Natürlich, es ist aber ihre Parteinförderung und

da ich den Plumpsti weghaben aber nicht unter der Erde sehen will kann ich mich bei der Antipathie, die der sich jetzt redlich erarbeitet hat nicht gegen einen Personenschutz aussprechen den die Partei zahlt. Und beim Schutz eines Menschen, meine ehrlichen Gefühle für den sind dabei unerheblich, ist es immer noch besser angelegt als wenn der Tasertester dafür im Bierzelt von stichhaltigen Gerüchten schwafelt.Man tut Gutes und vermindert Schlechtes,win-win.

Lodengrün
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Hofer über Strache bei Ibiza Video:“Es ist ja nichts passiert“.

Das regt mich auf. Folgender Vergleich ist durchaus legitim. Ich möchte die Oma aus der Welt schaffen und stelle ihr vergiftete Suppe hin. Sie hat keinen Hunger isst ihn nicht. Man kommt drauf die Polizei verhaftet mich. Ich entgegne: „ist doch nichts passiert“. Das ganze Interview war zum Haareraufen. Süßholz ohne Ende bei jedem schweren Vorwurf. Allein die Aussage von Strache bei Klimawandel pure Tragödie. Warum fragt man ihn wenn man weiß das er keine Ahnung hat.

hbratschi
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ach wie ich...

...diesen kreidefresser "liebe"! aber seinen bierzeltlern gefällt's...

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