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Strache will weitermachen"Werde mich nicht zurückziehen, mich auch nicht verstecken"

Der Ex-Parteichef geht nicht nach Brüssel. Die Partei erspart sich damit, sich im Wahlkampf mit einem Amtsträger Strache auseinandersetzen zu müssen.

© Screenshot / Facebook
 

Heinz-Christian Strache nimmt sein ihm aufgrund 45.000 Vorzugsstimmen zustehendes EU-Mandat nicht an. "In dem Bewusstsein um diese mir anvertraute Verantwortung habe ich in Anbetracht der konkreten Umstände nach reiflichen Überlegungen, langen Gesprächen mit meiner Frau und der Familie sowie eng vertrauten Wegbegleitern die Entscheidung getroffen, das EU-Mandat nicht anzunehmen", erklärt der Ex-Vizekanzler und FPÖ-Obmann in einer Aussendung.

Eine Rückkehr in die aktive Politik könne und solle erst erfolgen, nachdem die Hintergründe des Ibiza-Videos "weitestgehend aufgeklärt sind".

"Meine persönliche Präferenz galt nie Brüssel als Wirkstätte meiner politischen Arbeit sondern immer Österreich und meiner Heimatstadt Wien, wo ich im Interesse der österreichischen Bevölkerung aktiv politisch arbeiten und gestalten möchte. Ich werde mich nicht zurückziehen, mich auch nicht verstecken. Im Gegenteil. Ich stelle mich vielmehr als einfaches Parteimitglied der FPÖ in den Dienst der vollständigen und schonungslosen Aufklärung und politisch unterstützend voll und ganz hinter den designierten Bundesobmann Norbert Hofer und sein Team", so Strache.

Politisches Comeback steht im Raum

Der Mitte Mai nach dem Ibiza-Video zurückgetretene Strache erklärt außerdem, dass er ein politisches Comeback anstrebt. "Mein politisches Leben ist mit Sicherheit nicht am Ende; das verspreche ich Euch", schreibt Strache. Politik erfordere aber "einen freien Kopf und eine saubere und reine Weste". Seine persönliche Rehabilitation müsse daher zwingend seinen politischen Ambitionen voranstehen.

Strache erklärt auch, dass er sich "nicht zurückziehen und nicht verstecken" werde. "Die FPÖ lässt sich nicht spalten. Vielmehr steht die Parteifamilie enger zusammen denn je."

Strache darf zudem seine Facebookseite, die fast 800.000 Follower hat, behalten und dort aktiv sein. Über diese werde er "laufend politisch und aufklärend informieren". Strache wird in seiner Erklärung auch emotional: "Ich verspreche, dass ich Euch nicht enttäuschen und nicht im Stich lassen werde. Auf mich könnt Ihr Euch verlassen, so wie ich mich auf Euch verlassen kann."

Wahlkampf ohne Strache auf Mandat

Dass es einen "Deal" mit der Parteispitze gegeben habe, dementiert Strache. Allerdings entspricht die Nicht-Annahme des Mandats durchaus den Plänen der FPÖ-Führung rund um Norbert Hofer und Herbert Kickl, die sich gewünscht hatten, der Ex-Parteichef solle nur „als Privatmann“ im Wahlkampf für seine Frau Philippa Strache starkmachen, der die Partei einen ziemlich sicheren Listenplatz auf der Wiener Landesliste zugesichert hat.

Der designierte Bundesparteiobmann der FPÖ, Klubobmann Norbert Hofer, hat den Mandatsverzicht von Heinz-Christian Strache begrüßt. "Wir sind nach langen gemeinsamen Gesprächen zu einer positiven Entscheidung gelangt. Der Schritt, den Strache gesetzt hat, war richtig."

Positiv äußerte sich Hofer in einer Aussendung auch über die Kandidatur von Philippa Strache für die Nationalratswahl in Wien, die als Deal für den Verzicht von Heinz-Christian Strache auf das EU-Mandat kritisiert wird. Philippa Strache habe sich im Bereich des Tierschutzes vor allem in der Bundeshauptstadt einen hervorragenden Namen erarbeitet. Ihr Engagement und ihre Empathie werde sie als echten Mehrwert in die Politik einbringen, sagte Hofer und bezeichnete die Kritik an diesem Tausch als "Reduktion einer weiblichen Persönlichkeit auf die Verbindung zu ihrem Ehemann oder einem Verwandten". Verwandtschaftsverhältnisse in der Politik seien nicht unüblich, so Hofer, der bestritt, dass ein Beratervertrag für Heinz-Christian Strache nach der Wahl geplant sei.

 

Kommentare (99+)

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lieschenmueller
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@Adeva

Wenn man für eigentlich Selbstverständliches schon Rückgrat braucht ............

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schadstoffarm
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ist der Ruf erst ruiniert lebt es sich ganz ungeniert

dir taugt es dass er das Mandat nicht annimmt obwohl er dort sowieso nichts verloren hat. Das ist verzichten wie Kurz.

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Mein Graz
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@Adeva

Nein, er hat kein Rückgrat gezeigt, er hat es sich erhandelt.

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lieschenmueller
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@Mein Graz

Kann fast sekundengleich noch Zufall sein? ;-)

Fast schon unheimlich.

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Mein Graz
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@lieschenmueller

Kommt in den nächsten 2 Stunden sicher nicht mehr vor, ich verspreche es!
Ich bin da nämlich AFK.
😂

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lieschenmueller
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@Mein Graz

Man wird sich wundern, dass das möglich ist, wo wir Zwei doch immer absolut zeitgleich zum "Parteischreiben"* eingeteilt sind.

Wie dem auch sei, ein schönes AFK*

*ohne zu wissen, was das ist und Achtung Ironie (muss man hier leider immer dazu schreiben)

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Mein Graz
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@lieschenmueller

Naja, zumindest ist das ein Zeichen, dass wir nicht nebeneinander sitzen. 😉

AFK = Away from keyboard. Es war nicht so erfreulich, da es ein Behördenweg ohne Ergebnis war...

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Lodengrün
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Ich werde nicht danke sagen

denn man erwartet sich das auch von einem Mann von Ehre. Schlimm genug das er noch immer den Rächer spielen will für ein Vorgehen das seinen ganzen Charakter ans Tageslicht brachte. Nachdem ihm zum Zeitpunkt des Videos die Manipulation nicht bewußt war darf man die Aktion ruhig als Realität werten.

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Patriot
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Was in diesem Artikel nicht vorkommt ist, neben der Zusicherung der FPÖ die Frau Strache zur NR-Abgeordneten zu machen, ein weiterer Kuhhandel.

Der HC Strache soll nämlich nach der Nationalratswahl einen sehr gut dotierten Beraterjob von der FPÖ erhalten, da die Familie Strache unbedingt wieder auf die rund 20.000.- Euro, die er pro Monat als Vizekanzler gecasht hat, kommen möchte (drunter wirds die Frau Strache nicht machen)! Bezahlt natürlich mit Mitteln aus der Parteienförderung des Staates, also unserem Steuergeld. Soviel zum Slogan "Unser Geld für unsre Leut'"!

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atex1953
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Ein Schelm der dabei böses denkt- zum Thema EU-Mandat

Das ist doch eine abgekaterte Sache von Seitens der FPÖ Gras wachsen zulassen über die Ibiza Affäre was tut man nicht alles um wieder an die Macht zu kommen was lehrt uns das seit wachsam der der nächste Verkauf steht an das Wahlvolk für dumm zu erkaufen diese Politiker egal welcher Farbe die Partei hat sollten auf der Hut sein irgendwann bekommt jeder seine Strafe früher oder später.

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schteirischprovessa
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Selbst wenn es so sein sollte,

es kann den Linkspostern wie dir völlig egal sein, was die SPÖ mit den ihr zustehenden Parteiförderungen macht. Der Ansatz kann nur sein, die im internationalen Vergleich überhöhte Parteienförderungen massiv zu kürzen. Dann müssen alle Parteien etwas sorgsamer mit ihren Mitteln umgehen.

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SoundofThunder
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Welche Rehabilitation? Politisches Attentat? Er ist das Opferlämmchen?

Gesagt ist Gesagt! Staatsaufträge zu überhöhten Preisen an die Russen verkaufen. Unser Wasser verkaufen. Die Krone verkaufen. 3-4 unangenehme Reporter Zack-Zack Abservieren und eigene einschleusen. Den ORF auf andere Beine stellen. Hat er überhaupt ein (Un)-Rechtsbewusstsein? Aber das alles wird ihm bei jedem Wahlkampf verfolgen. Das Video wird er nie mehr los.

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georgXV
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bitte langsam

die Krone hätte HC NIE und NIMMER verkaufen können, denn weder er noch die Partei noch die Republik Österreich hat irgendwelche Anteile an der Krone !!!
Er hätte lediglich versuchen können die Gesellschafter beim Verkauf ihrer Anteile zu beeinflussen !!!
Aber wie in der Privatwirtschaft meistens üblich, wird nur an den Bestbietenden verkauft !!!

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SoundofThunder
2
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Gesagt ist Gesagt

Wer die Kronen Zeitung hat bist der bestimmende Faktor am Zeitungsmarkt. Und du darüber einen TV Sender lukrierst bestimmst du alles.Na schau , wenn DAS Medium zwei,drei Wochen vor der Wahl uns pusht,dann hast du recht,dann machen wir nicht 27% dann machen wir 34%.Sobald "Sie" die Kronen Zeitung übernimmt ,sobald das der Fall ist,müssen wir ganz offen reden,dann müssen wir uns zusammen hocken.Da gibt es bei uns in der Krone
:zack zack zack.Drei Vier Leute die müssen wir Pushen.Drei Vier Leute die müssen Abserviert werden. Und wir holen gleich fünf neue herein die wir aufbauen.Das hat er über die Krone gesagt. Wort für Wort.

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Miraculix11
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Da die Familie Dichand 50% an der Krone hält

...und dazu einige Sonderrechte ist eine Übernahme gar nicht möglich.

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SoundofThunder
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Trotzdem. Man sieht dass Strache sich Ungarische Verhältnisse wünscht.

Die Oligarchin hat ja vorgetäuscht Investitionen tätigen zu wollen und Strache ist voll darauf eingestiegen: Krone,Staatsaufträge,Wasserrechte,...... Er hätte es eleganter machen können: Können Sie sich an den Brief vom Faymann an Dichand sen. erinnern? Oder dass KurzIV die Ehefrau vom Christoph Dichand einen Posten im Aufsichtsrat der medizinischen Universität in Wien besorgt hat? Alles für eine bisschen bessere Berichterstattung der Krone im Sinne des Förderers😏.

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schadstoffarm
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Wie Haider in Kärnten verschanzt

sich Strache ihn Wien. Sollte er ein Leiberl reissen wird er mit Ezzes auch nicht sparen.

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gerbur
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Die Videokünstler von Ibiza

könnten durchaus in den blauen Reihen zu finden sein. Kickls Umfeld könnte das lanciert haben um den Boss, der den faulen Willie in der Regierung gespielt hat, abzuschiessen. Die dramatische Nebenwirkung war dabei nicht einkalkuliert.

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stprei
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Wer zahlt die Rechnungen

Für den "Saubermann" Strache muss eine Regelung gefunden werden, damit er nicht auf der Straße steht. Und schon ist ein "Beratervertrag" gefunden, der natürlich auf Parteikosten und somit aufs Börsel der Österreicher geht.

Glaubwürdig geht anders.

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retepgolf
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Richtige Arbeit

Wie wäre es einmal mit richtiger Arbeit. In einem Beruf der etwas produziert und der Allgemeinheit dient. Allerdings, wenn Strache als Zahntechniker ähnlich talentiert ist, wie als Politiker, wird´s eng.....

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gerbur
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Ein politisches Dum Dum Geschoss!

Die Kandidatur von Frau Strache vergrössert noch den Schaden für die Blauen. Diese Partei hat auf viele Jahre hinaus ihre Chancen in einer Regierung ihre Ideen umzusetzen vergeigt. Das dürfte unter den wenigen Intelligenten zum Nachdenken führen.

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lapinkultaIII
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Kein Unrechtsbewußtsein

Ich habe jetzt die Presseerklärung von Strache gelesen - der Mann hat absolut kein Unrechtsbewußtsein. Es ist eine Sache, ob dieses Video unrechtmäßig erstellt wurde. Aber die von ihm darin getätigten Aussagen sind untragbar - er stellt sich trotzdem als Opfer hin.

Ausserdem beschwert er sich, daß von 7h Material nur 7 Minuten veröffentlicht wurden. Nach allem, was noch so durchgesickert ist, sollte er darüber froh sein!

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Lodengrün
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Hätte er Anstand

dann würde er eine politische Position erst gar nicht erwägen und uns bliebe die Diskussion erspart. Aber all die Werte die er von einem erwartete gelten für ihn alle nicht. Denke da sind die von ihm so geprügelten Migranten ihm voraus den Ehrgefühl und Selbstachtung haben sie alle mitsamt.

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georgXV
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bitte NICHT vergessen !!!

die allermeisten Politiker ALLER Parteien haben LEIDER in ihrem ganzen Leben NICHTS anderes gelernt oder gemacht als Politik !!!
Wenn die dann plötzlich KEIN Politikergehalt mehr beziehen, dann fallen sie sehr tief und bekommen sehr oft große Probleme mit ihren Familien !!!
Zum Beispiel: es gibt da einen Politiker, der nur einen Volksschulabschluß und KEINEN Beruf erlernt hat. Durch die Partei wurde er plötzlich Bürgermeister mit einem monatlichen Gehalt von über € 10000,-. In der Privatwirtschaft würde dieses höchstens monatlich € 2000,- betragen. Ihr könnt Euch vorstellen, was der "zu Hause" für Probleme bekommt, ist doch der ganze Lebensstil auf das BGM-Gehalt ausgerichtet !!!

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Lodengrün
2
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@georgXV

Was erwarten Sie nun von mir? Mitleid? Abgesehen davon das das Verhalten von Strache schäbig war und er sich diesen Verlust wohl selbst eingehandelt hat sollten wir uns die Frage stellen ob man ein Amt aus Gründen des finanziellen Ertrages oder aus der politischen Überzeugung in Angriff nimmt. Diese hohen, weit überzogenen Bezüge haben sie sich selbst genehmigt und wenn man sich eine Villa in der Dimension wie Strache sie sich leistet muß man sich auch bewußt sein das bei Drehen der politischen Landschaft sich erneut anpassen wird müssen. Diees Risika hat aber auch ein Unternehmer, ein Dienstnehmer usw.. Nun soll er einmal mit € 150,-- oder dem Stundenlohn von € 1,50, Beträge zu denen er in der Koalition stand zu leben versuchen. Mein Bedauern hat ER nicht.

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strohscw
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FPÖ zittert vor Straches Ankündigung

Also ich wage mal eine Vorhersage:

1.) Strache wird das EU-Mandat nicht "annehmen", das hat man ihm bereits mit der Nominierung seiner Frau fürs Parlament abgekauft!

2.) Strache bringt sich für die Wiener Landtagswahlen in Stellung, da kann er sich auf die "Leidensfähigkeit" und Vergesslichkeit seiner Wählerschaft verlassen.

Bin neugierig, ob ich mit meiner Einschätzung des Politikverständnisses der "Partei der Fleißigen und anständigen" richtig liege.

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feldgitscher
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Strache geht nicht nach Brüssel


1.Er wird von den anderen Parteien, in der EU, nicht ernst genommen !

2. Vielleicht schämt er sich doch!

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strohscw
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Tja, was soll man anders erwarten,

So funktioniert Quit pro quo!

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HoellerP
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Nein..

...sondern quid pro quo. ;-)

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hermannsteinacher
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...

quid quit peregrinus?

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homerjsimpson
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Strache macht Wahlwerbung für Strache? Na Glückwunsch...

Die dürften sich inzwischen hassen wenn er ihr sowas antut....

Die FPÖ hat echt nichts kapiert, wenn sie sich an den Maßstäben messen würde die sie immer behaupten (für die Kleinen, anständig, Gesetze einhalten)... müssten sie sich auflösen. Aber is ja nur Blabla also egal.

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hbratschi
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homer,...

...ich denke die blauen haben's schon kapiert bzw sie haben erkannt, dass man ihren wählern alles, aber auch wirklich alles einreden kann. das blaue wahlvolk macht auch dann noch brav das kreuzerl bei der volksverräterpartei, wenn ihnen auf den kopf geschi..en wird...

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fans61
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Schauen wir mal, nachdem seine Gattin einen Nationalratssitz ergattert hat

ob der HC, um sein Luxusleben fortführen zu können, auch nach Brüssel eilt.

Moral hat in der FPÖ ohnehin keinen Stellenwert.

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lieschenmueller
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Luxusleben

Nun, ALLEIN mit dem Nationalratsmandat der Frau lässt sich das nicht aufrecht erhalten. Für den Gatten wird baldigst etwas aus dem Hut gezaubert, das ist sicher.

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cockpit
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ich befürchte fast, der machts

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