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SPÖ-Chefin kämpferischRendi-Wagner: "Entscheidungen von Frauen sind zu respektieren"

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner führt die parteiinterne Diskussion um ihre Person darauf zurück, dass sie die erste Frau an der Spitze der SPÖ ist.

© APA (Neubauer)
 

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner sieht in der "ZIB2" am Freitagabend in der Politik Probleme mit Entscheidungen von Frauen. Personelle Entscheidungen der männlichen Vorgänger seien nicht so häufig diskutiert worden. Aber "ich geh meinen Weg weiter" - und somit müsse man sich daran gewöhnen, "dass Entscheidungen von Frauen auch zu respektieren sind", sagte sie in der "ZiB2".

Sie werde "weiterhin meine Entscheidungen treffen, personeller und anderer Natur" - und "die Politik muss sich daran gewöhnen, dass Frauen ihre Entscheidungen treffen", zeigte sich die Parteichefin kämpferisch, einen Tag nach dem Treffen mit SPÖ-Spitzenrepräsentanten, nach dem sie die Personaldebatte bereits für beendet erklärt hat. Am Freitag bekräftigte Rendi-Wagner, dass jetzt "Schluss sein" müsse mit der "Nabelschau" - und man sich jetzt der Menschen und der für sie wichtigen Themen annehmen müsse. Sie werde demnächst "hinaus in die Bundesländer" fahren, setzt Rendi-Wagner auf "mehr Dialog mit den Menschen".

Am Freitag hatte sie sich für einen neuen Wahlkampfleiter entschieden, den ehemaligen Wiener SPÖ-Landesparteisekretär Christian Deutsch. Er wird nicht zweiter Bundesgeschäftsführer, das bleibe Thomas Drozda allein, erklärte sie in der "ZiB2". Von den aktuell schlechten Umfragewerten zeigte sich die Parteichefin unbeeindruckt. Diese seien "nur Momentaufnahmen" - und ihre Entscheidung, der "ÖVP-Alleinregierung" das Misstrauen auszusprechen, sei vielleicht jetzt gerade nicht populär, aber die richtige gewesen.

Auch Deutsch demonstrierte - im Gespräch mit der "Kleinen Zeitung" - Zuversicht für den September: "Die Ausgangslage ist das eine, aber das Wahlergebnis ein anderes."

Kommentare (22)

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Civium
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Respekt sollte jedem

Geschlecht gezollt werden ,nicht nur Frauen!!
Wenn man eine Frau ist, so hat man nicht automatisch einen Kanzlerbonus!!

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Church-Hill
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Sehr geehrte Frau Dr. Rendi-Wagner!

Vielleicht haben Sie es vergessen: Wir leben in einer - noch - demokratischen Gesellschaft. In einer solchen ist es üblich, Entscheidungen von Politikern zu kritisieren, egal ob Frau oder Mann oder irgendwas anderes. Ihre und die Probleme Ihrer Partei auf dieses Mann/Frau-Thema herunter zu ziehen, erscheint erbärmlich.

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Irgendeiner
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Also Frau Vorsitzende,

ich hätte mich auf den Diskurs gar nicht eingelassen,ich stell ja als alter Macho in einer Diskussion mit Feministinnen nicht zur Disposition ob ich weil ich ein Mann bin was dazu sagen darf, das wisch ich bestenfalls sardonisch vom Tisch weil die Problemstellung an sich vorlaut und unverschämt ist,ein einfaches "Ich bin Vorsitzende und ich sag jetzt wo es langgeht" hätte gereicht,lassen sie sich solche Themen weder intern noch von Journalisten aufzwingen,der Gegner steht draußen, behängt mit unzähligen frechen unwahren Märchen und da wäre reiche Ernte einzufahren,dort spielt die Musik.

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Lamax2
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Gewicht der Frauen in der Politik

Es sollte selbstverständlich sein, dass Frauen in dieser Position gleichgewichtig sind, sie dürfen nur nicht unsicher sein und auf die Berater in dieser Partei (SPÖ) zu viel hören. Dort sitzen nämlich die Machotypen, die um die Macht buhlen.

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Apulio
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Sehr gute Performance,

Frau Rendi-Wagner steigert sich, wenn sie so weitermacht kann sich der Altkanzler warm anziehen.

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zyni
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Viel Lärm

um nichts. Der Wille ist da, aber es fehlt das Programm. Die stimmenbringenden Themen sind besetzt. Daher wissen immer wenige Menschen, warum sie die SPÖ wählen sollen. Ein attraktiver Kanditat allein genügt nicht mehr.

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Steirer79
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In welchem

Universum wohnst du?

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astso
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das Interview war sehr sympathisch

RW ist eloquent und glaubwürdig angekommen- so kann es weiter gehen.

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grizzley78
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Themenverfehlung

Ich bin ehrlich gesagt nicht der Meinung dass die Kritik an Rendi-Wagner dem geschuldet ist, dass sie eine Frau ist. Ich sehe darin vielmehr einen schwachen Erklärungs- und Ablenkungsversuch von ihren wirklichen Schwächen.

Aber wenn das durchgeht ist es ohnehin ihr Problem und das Problem der Partei...

So wie Nahles gescheitert ist in D wird das auch in Ö passieren... der Schaden wird gering sein, weil die SPÖ in den letzten 3 Jahrzehnten weder als Regierungspartei noch in der Opposition wesentliches für das Land leisten konnte. Einziger Nachteil ist, dass durch die Schwäche der Roten die GrünInnen stärker werden... aber ist halt so.

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Sportmaster
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Wahrscheinlich sind auch die Wählerinnen und Wähler

frauenfeindlich, weil sie RW nicht die Kanzlerrolle zutrauen?

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goje
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nicht nur frauenkritisch

auch frauenfeindlich! wenn ich mir die herren der spö bei uns in der gegend anhöre, die ich durchaus als durchschnitts-spö-ler mit repräsentativer meinung bezeichnen würde, wird mir regelmäßig schlecht! derart widerlich wird über die frauen in der partei an bestimmten positionen geschimpft, da war strache a lärcherl dagegen. sie können es kaum aushalten, dass frauen, insbesondere gebildete, in der hirarchie über ihnen stehen.

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Church-Hill
1
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Die Leute ziehen über

vorgesetzte Männer genauso her, wenn sie diese für unfähig halten.

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erzberg2
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Ich würde mrinen,

Frau Rendi-Wagner geht den Grazer Weg.

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bietnix
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Gnade den Männern,

wäre sie an der Macht. Wir würden uns wundern was alles geht!

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SoundofThunder
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Sie geht ihren Weg weiter.

Heute stehen wir vor dem Abgrund. Morgen gehen wir einen Schritt weiter. 17 Monate verstreichen lassen ohne Akzente zu setzen rächt sich in drei Monaten. Die Regierung hätte ihr genügend Möglichkeiten dafür gegeben.

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Oscar701
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Die SPÖ sei frauenkritisch

ist vollkommen absurd. Wenn Kreisky noch leben würde bekäme sie von ihm einen ordentlichen Rüffel. Sie sollte der Wahrheit ins Auge schauen: sie ist einfach ungeeignet für diese hohe Funktion! Sie hat keine Visionen und versucht lediglich mit aller Gewalt da und dort ein Tor zu schießen, hat aber nicht die Meisterschaft im Auge. Sie ist keine Strategin und ist etwa Kurz oder Kogler hoffnungslos unterlegen. Sie war und ist eine exzellente Beamtin. Mehr nicht.

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nussrebell
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Wenn nichts mehr geht...

... wird halt die Geschlechter-Kiste ausgepackt. Peinlich!!! Eine Heulsuse kann keine Partei führen. Genauso wenig wie ein Heulsuserich, da gibt es keinen Unterschied.

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Oscar701
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Eine Visionärin

Ist Rendi Wagner wahrlich keine. Spätestens Nach der kommenden Wahl wird sie ersetzt werden müssen.

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Church-Hill
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Sie sollte lieber

die Auswahl des Wahlkampfleiters noch einmal gründlich überdenken, ehe es zu spät ist. Von mir aus kann sie mit ihm im Vieraugengespräch einmal die Festwochenerlebnisse dieses Mannes kurz besprechen.

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Mezgolits
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"Eine Visionärin"

Und was ist mit dem Partei-Programm?

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Hausschuh
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Fehler

Frauen in Führungspositionen sollten niemals (!) ihr Geschlecht als Begründung fuer irgendetwas sehen und schon gar nicht irgendwelche Probleme damit erklaeren. Frau oder Mann muss einfach egal sein. Das Geschlecht als Erklärung anzuführen ist eine Bankrotterklärung!!

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Perfekte Analyse

.

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