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Rückzieher nicht möglichStrache kandidiert bei der EU-Wahl

Von der Nationalratswahlliste aus dem Jahr 2017 konnte sich Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache streichen lassen, er hat damit kein Rückkehrrecht in den Nationalrat. Für die EU-Wahl war eine Annullierung der Kandidatur nicht mehr möglich.

Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache
Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache © APA
 

Der nach der Veröffentlichung des sogenannten "Ibiza-Videos" zurückgetretene FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat sich von der Nationalratswahlliste aus 2017 streichen lassen. Damit verliert er auch das Rückkehrrecht in das Parlament und den damit verbundenen Anspruch auf eine etwaige Gehaltsfortzahlung.

Das Ersuchen um Streichung erfolgte unmittelbar nach Straches Demissionierung durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Eine Annullierung von der Wahlliste für die EU-Wahl am kommenden Sonntag sei indes nicht mehr möglich gewesen, erläuterte Robert Stein, Leiter der Wahlabteilung im Innenministerium, auf APA-Anfrage. Dies könne Strache erst wieder am 12. Juni nach der Feststellung durch die Bundeswahlbehörde veranlassen. "Bis dahin sind die Wahllisten in Stein gemeißelt", so Stein.

Strache kandidiert als 42. auf der Liste der Freiheitlichen für die Europawahlen. Sollte er also genügend Vorzugsstimmen erhalten - die gesetzliche Hürde liegt bei fünf Prozent der Stimmen, die auf eine Partei entfallen - könnte er ein Mandat ergattern. Auf dieses könne er freilich nach dem 12. Juni verzichten, bzw. sich dann von der Wahlliste streichen lassen.

Kurioser Pensionisten-Brief

Kurios: In einem Wahl-Brief, der erst dieser Tage Pensionistinnen und Pensionisten in ganz Österreich zugestellt wurde und der von Heinz-Christian Strache und Harald Vilimsky unterzeichnet ist, warnt die FPÖ vor dem "Ausverkauf der österreichischen Interessen". Im Ibiza-Video hatte ausgerechnet der gewesene Parteichef Strache über die Privatisierung des Wassers und die Vergabe von umfangreichen Staatsaufträgen an eine noch zu gründende Firma der vermeintlichen Oligarchen-Nichte aus Russland gesprochen.

Die FPÖ stellt ihr Wahlkampffinale für die EU-Wahl am Freitag unter das Motto "Jetzt erst recht". Statt dem zurückgetretenen Strache wird der designierte Parteichef Norbert Hofer neben Spitzenkandidat Harald Vilimsky und der Listendritten Petra Steger am Viktor-Adler Markt die Anhängerschaft mobilisieren.

Kommentare (49)

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Mein Graz
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@heinz31

Das ist DEINE Sicht der Dinge, die mit der Ansicht aller Blau-Wähler übereinstimmt.

Meine Sicht ist eine andere, da ich Menschen verachtende Politik nicht mag.

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probus
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Am Ende blieb es finster!

Es bleibt zu befürchten, dass ein Großteil der blauen Wählerschaft auf dem neuen "Jetzt erst recht" Slogan aufreitet, und den geprügelten Strache als vermeintliches Opfer einer großangelegten Verschwörung wahrnimmt. Jetzt erst recht, wählen wir unseren Führer, der eh nur bsoffen war. Wahrscheinlich wurde er sogar noch von einem Linken unter Drogen gesetzt und die Lügenpresse bauscht die ganze Geschichte noch künstlich auf. Jetzt erst recht!
Zu denken, dass der durchschnittliche FPÖ Jünger aus diesem Vorfall seine politische Heimat in Frage stellt, ist gleich nachhaltig, wie zu denken, dass es warm wird wenn man sich im Winter anbrunzt.

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gerbur
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@probus

Das ist wohl fix, dass die Klientel bei der Stange bleibt. Kickl ist im Lager des geistigen Prekariats der Hero, der einzige Garant für eine stramme xenophobe Politik, Strache war eh schon weichgespült, seinen Abgang können die Blauen Anhänger verschmerzen. Für die Türkisen ist das aber nicht unproblematisch, gegen Kickl Reime mit "genug ist genug" anzutreten ist so als ob man mit einer weichgekochten Spaghettinudel fechten wollte.

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Scaurus
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Ich würde so gerne den ganzen Gedankengang von einem immer-noch-FPÖ-Wähler hören

"Strache will Medienfreiheit, öffentliche Aufträge und unser Wasser für eine Handvoll Rubel verkaufen, deswegen wähle ich ihn jetzt erst Recht!!!"

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eadepföbehm
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Gedankengänge setzen Denkvermögen voraus.

Daher wirst du da kaum etwas hören.

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Ichweissetwas
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Jetzt erst recht, und richtig so!

Wer von den Politikern hat eine weiße Weste??? Genug ist genug, genau!!

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schadstoffarm
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jetzt erst Recht

die Tabakregie an Rumpold, Die Bundesforste an Meischberger und die Lotterien an Haiders Erben.

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BernddasBrot
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eh schon Wurscht

und von der Wurscht können wir wieder 2 Tage leben......was sonst....

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aral66
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Sie haben das "NICHT" nach dem "jetzt erst Recht" vergessen 🤣

Der ARME Strache kann ja gar nichts dafür 😉

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Mein Graz
2
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@Ichweissetwas

Und wennst es noch x-Mal schreibst: Unsinn wird nicht weniger, nur weil man ihn ständig wiederholt.

Dein Gedankengut war seit du hier postest als extrem Rechtslastig erkennbar, ich erinnere mich noch an eine Diskussion in der du gefordert hast, man sollte doch nicht ständig die NS-Geschichte aufwärmen, weil die Leute eh schon fast alle tot sind...

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megamaxx
156
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Strache bekommt bei der EU Wahl meine Stimme!

Nach dem Motto Just for Fun und jetzt erst recht! Gelitten hat er genug, geläutert ist er auch!

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Bumsdi
6
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Bist Du es, HC?

Brauchst Dich nicht sorgen, Onkel Vladi wird schon was überweisen.

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mobile49
1
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Wie groß ist der Futtertrog?

Die einzig mögliche Frage dazu

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Mein Graz
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@megamaxx

Mega, was Maxx da so von sich gibt!
"Der arme Strache, er musste so leiden, weil er da im Suff so ein paar blöde Sachen gesagt hat, die er ja gar nicht so gemeint hat, das wurde doch alles aus dem Zusammenhang gerissen und von der Presse und den Anderen aufgebauscht! Er ist völlig unschuldig zum Handkuss gekommen, Gudenus hat ihn auflaufen lassen, und dann wurde ihm auch noch Alkohol (und vielleicht noch andere Mittelchen) gegen seinen Willen eingeflößt, und was er da gesagt hat, das ist doch niemals nicht das, was er denkt!
*heul, schluchz*
Jetzt ist er geläutert, so was wird nie mehr vorkommen, so wahr er Strache heißt, und der hält immer, was er verspricht!
*mit3fingernschwör*"

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Liverpudlian88
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Naja..

Allen ist halt nicht zu helfen! Hirn einschalten (falls vorhanden) soll Abhilfe schaffen...

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wahlnuss
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Meine Stimme bekommt Philippa Strache,

weil sie sich so rührend um die Tiere kümmert. Besonders mag sie die Tiere im Zoo und auf dem Bauernhof. Nur den Lockvogel mag sie nicht.

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mobile49
2
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@wahlnuss

und auf dem Teller?
Frau lacht

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ausTirol
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Und jetzt: Trotz allem wählen gehen?

JA! Wer nicht wählt, hat politisch kein Gewicht – wer kein Gewicht hat, ist unsichtbar – und wer unsichtbar ist, über den wird drübergefahren. Und sich deshalb beschweren ist unglaubwürdig.
## Also besser: WÄHLEN gehen.
<>
Wir überlassen unser friedliches, liberales Europa NICHT populistischen Machtergreifern, autoritären Demokratiezerstörern oder Leuten mit Korruptionsgelüsten! Vielmehr stehen mehrere vertrauenswürdigen Alternativen zur Auswahl.
## Also besser: Seriöse Alternativen WÄHLEN gehen.
<>
Die unleugbare politische Verantwortung liegt jedoch Kurz und seiner Truppe smarter Machttechnokraten.
# Kurz hat diese blauen Machtergreifer an die Macht gebracht.
# Kurz tat dies entgegen vielfacher Warnungen davor von verschiedenen Seiten.
# Kurz hat das Einbläuen einer Reihe von zentralen Institutionen durch blaue oder blau–nahe Wohlgesinnte zugelassen (Infrastruktur, ÖNB usw).
# Kurz tat dies entweder wider besseren Wissens oder aus schlichter Ignoranz oder eklatanter Unfähigkeit, dem ausgebufften Trio Strache – Kickl – Hofer ernsthaft Herr zu werden.

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mobile49
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@aus Tirol

Zustimmung auf ganzer Linie

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GustavoGans
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Ich geh mal davon aus

dass Strache die 5% schafft. Das wird dann lustig.

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Miraculix11
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Wurde ja auch schon bei Petzner lustig

Ich denke manche FP-Wähler geben Strache die Vorzugstimme. Nicht weil sie ihn so mögen oder etwas gutheißen, sondern um die Reaktionen von irgendeinem hier im Forum genießen zu können.

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AIRAM123
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Das kann man nicht erfinden!

🙈

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gerbur
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Österreich is too small

for him. Bei der kriminellen Energie braucht er ein grösseres Betätigungsfeld. Unser Wasser hätte er hier schnell an die Oligarchen verscherbelt gehabt, die Krone kaufen und missliebige Journalisten abservieren wäre zum Frühstück schon erledigt gewesen. Aber was dann, wenn die zehnte red bull Dose den Zampano erst in Fahrt gebracht hätte?

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hsc
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Schaden für die Rechten

Der Schaden für Österreich ist groß genug. Vielleicht schadet das aber auch noch den Rechten Parteien Europas.

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