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Innenminister KicklSellner-Mails nichts Neues, kein Kommentar zu Causa Odin

Die Ermittlungen rund um die Mails des Christchurch-Attentäters an den Identitären-Chef seien im Laufen, es werde "gründlich ermittelt". Minister Hofer verteidigt indes seinen Lieblingsmaler.

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ)
Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) © APA/ROBERT JAEGER
 

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) hat am Mittwoch in Reaktion auf die am Dienstag bekannt gewordenen Mails, laut denen Identitären-Chef Martin Sellner dem späteren Christchurch-Attentäter ein Treffen angeboten hat, auf die laufenden Ermittlungen verwiesen. Die Vermutung, dass Sellner Teil eines rechtsextremen Netzwerks sein könnte, sei nichts Neues, darauf fußten die Ermittlungen schließlich.

"Die Ermittlungen sind jetzt am Laufen, dann wird es zu einer abschließenden Beurteilung kommen", sagte Kickl vor dem Ministerrat. Da sich die Reiseaktivitäten des späteren Attentäters nicht auf Österreich beschränkt haben, brauche es eine Kooperation mit den neuseeländischen Behörden. Ein entsprechender Informationsaustausch sei seines Wissens geplant.

In Bezug auf mögliche Auflösungen von Vereinen der Identitären verwies er auf die Landespolizeidirektionen Oberösterreich und Steiermark, die dafür zuständig seien. Eine "persönliche Einschätzung" wollte er nicht abgeben. Diese sei nicht relevant. Der Innenminister versicherte jedenfalls, dass in der Causa "gründlich ermittelt wird".

Causa Odin: Kickl kein Experte

Kickl will sich in der Debatte um den umstrittenen Maler Odin Wiesinger, der für die FPÖ in der kommenden Funktionsperiode in Oberösterreichs Landeskulturbeirat sitzt, nicht einmischen. "Ich bin kein Experte für bildende Künste. Das maße ich mir nicht an", sagte Kickl am Rande des Ministerrats am Mittwoch.

"Es gibt aber auch viele, die nichts mit den Werken von Hermann Nitsch anfangen können", so Kickl. Der Aktionskünstler und Maler Nitsch ist im Unterstützungskomitee für die Grüne EU-Kandidatin Sarah Wiener.

Hofer verteidigt seinen Lieblingsmaler

Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) hat seinen Lieblingskünstler Odin Wiesinger wie von diesem selbst gewünscht vor der öffentlichen Kritik in Schutz genommen. Es sei klug, sich von einem Menschen selbst ein Bild zu machen. Er würde daher jedem ein persönliches Gespräch mit Wiesinger und ein Besuch in dessen Atelier empfehlen, sagte Hofer im Pressefoyer nach dem Ministerrat.

Auf geschmackslose Postings des Künstlers im Internat angesprochen, meinte Hofer, dass er so eine Wortwahl nicht rechtfertigen würde, aber "im Laufe des Lebens fallen Sätze, die man später bereut". Ob Wiesinger als Kulturbeirat geeignet sei, könne er nicht beurteilen. "Das steht mir nicht zu", so Hofer.

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Kommentare (42)

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himmel17
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Bei Odin

Nitsch bis Blut spritzt ist nix für Kickl. (Könnte von Kickl oder dem anderen, dem Dancing - Star - Petzner sein.) So richtig und ganz distanzieren möchten sich die beiden FP - Speerspitzen von ihrem kulturbeflissenen Kulturbeiwagerl nicht. Warum sie ihm nach seinen "Menschenverteufelungen" noch immer die Stange halten bleibt ein Rätsel. Hofers Jugendsündensager ist intelligenzbefreit.
Möge Odin der Himmel auf den Kopf fallen.

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maexchen85
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Herr Minister...

Da liegt ein Missverständnis vor. Vor 80 Jahren hatten die Uniformen eine andere Farbe ;)

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wahlnuss
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Obwohl Sie, Herr Innenminister,

kein Experte für Bildende Kunst sind, geben Sie Ihre Meinung zu Hermann Nitsch ab? Das war aber nicht die Frage. Beim Herrn Wiesinger geht es nicht darum, ob Ihnen die Bilder gefallen, sondern wie und warum dieser zu seinem Job gekommen ist.

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ChihuahuaWelpe55
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Auf einen Angriff erfolgt eine Abschwächung/Lüge/Ausweichmanöver

um sofort anschließend einen Konter gegen die Opposition zu setzen!

Das fällt auf bei Strache, Kickl, Hofer ..
und seit neuestem auch bei Kurz

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Gedankenspiele
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Der von der FPÖ...

...unterwanderte BVD ermittelt/soll ermitteln in dieser Causa. Das kann eigentlich gar nicht gut gehen.
Dass diese Behörden nicht politisch unabhängig sind ist das eigentliche Problem.

Mittlerweile würde ich mich besser fühlen, wenn die Opposition in Zukunft ihren eigenen BVD hätte, damit es zu keinen Interessenskonflikten kommen kann (das gilt natürlich auch für einen etwaigen Machtwechsel nach einer zukünftigen Wahl).

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sapereaude
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Odin / Wotan / Wodan...

... Der germanische BRAUSEGOTT hat sein linkes Auge als Pfand gelassen, um in die Zukunft sehen zu können. Jetzt ist sein linkes Gesichtsfeld so beeinträchtigt, dass er wie ein trunkener Berserker gegen alles aus dieser Richtung wütet.
Das mit der Zukunft ist auch nichts geworden: Jetzt behilft er sich mit dem Vertrauten.
Will heißen: Rückwärtsgewandte Utopie, Mottenkiste der Geschichte...
WOTAN als Vorname passt...

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fans61
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Wie lange wird KurzIV noch zuschauen....

ewig - er will ja an der Macht bleiben.

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tannenbaum
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Innenminister

Kickl erscheint zum Ministerrat in Uniform! Hat es so etwas nicht schon vor ca achtzig Jahren auch schon gegeben? Jetzt wird’s langsam lustig!

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lieschenmueller
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Uniform

Was ist das jetzt wirklich, was der an hat? Eine "Ministeruniform"? Seit wann gibt es so was?

Falls im Artikel alles beschrieben ist, man möge mir verzeihen. Falls ich DEN am Foto sehe und seine - auch nur gedruckten - Worte wo lesbar - ich schenke sie mir und gehe gleich zu den Postings. Ist nicht klug, aber ich habe schon länger beschlossen, gut zu mir zu sein. Das ist aber nicht mit allem vereinbar.

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ellen64
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Gemma heit no auf a

Faschingsgschnas??

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rkobald
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Eher

Angst und Bang

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duesentrieb1
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Ja, genau.

So sehe ich das auch. Lustig finde ich da gar nichts. Es wird langsam Zeit, im Ausland unterzukommen und Österreich zu verlassen.

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DavidgegenGoliath
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@düsentrieb

Wer hält sie auf?

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Bertl1970
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Kommentar

Wie heisst es so schön-Reisende soll man nicht aufhalten.Freundschaft.....

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Mein Graz
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@duesentrieb1

Nein, jetzt erst recht nicht!
Ich überlasse den Türkis-Blauen meine Heimat nicht widerspruchslos!

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DavidgegenGoliath
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@Mein Graz

Und ich überlasse sie nicht den Sozialisten!

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Mein Graz
0
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@DavidgegenGoliath

Ist dein Recht - wie meines auch, sie nicht dieser Regierung zu überlassen.

Ich hoffe, du verzichtest auch auf alle Vorteile die du aus den Errungenschaften erzielst, die die Sozialisten durchgesetzt haben.

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lieschenmueller
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@Mein Graz

Ich weiß nicht wie alt Davida ist. Ist sie noch eine ganz Junge, sind die Errungenschaften für sie eine Selbstverständlichkeit. Freie Schulfahrten, ein ganz geringer Selbstbehalt bei den Büchern, Arbeitnehmerschutz, Urlaubswochen in der Anzahl, Studieren ohne deswegen sich zu verschulden wie wo anders, es ließe sich noch lange fortsetzen, Zuschüsse zur Pflege fallen mir noch ein. Im Krankheitsfall liege ich nicht in einem riesen Saal sondern auch als Nichtklassepatient in einem schönen Zimmer mit nur ein paar Leuten. Was jetzt bezüglich Krankenkassen und Spitalsschließungen etc. abläuft, sie soll sich an ihre Gelobten und ach so Guten wenden.

Was hat sie jetzt mehr und was ist besser? Die Ausläääändaaa - natürlich :-) Ich kann die Leute nicht Ernst nehmen, mein großer Luxus ist, ich muss mich nicht persönlich mit ihnen abgeben im wirklichen Leben. Ein Forum ist virtuell und "Privatvergnügen". Sehe aber den Hass und die Spaltung, die so noch nie da war seit ich auf der Welt bin. Auch nicht bei Schwarz/Blau 1 - die Nachwirkungen gehen zwar bis ins Jahr 2019 und wohl noch länger, aber kein Vergleich was jetzt abgeht. Billigend in Kauf genommen vom Jüngling an der Spitze. Der klaut denen von der FPÖ sogar die Themen. Muss man erst zusammenbringen. Wäre es auf der einen Seite nicht so traurig - mir fiele ein "zum Schreien komisch".

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Mein Graz
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@lieschenmueller

Auch ich hab k.A. in welche Altersgruppe Davida fällt, sie hat einmal erwähnt, dass sie Kinder hat, wenn ich mich recht erinnere 2 in fortgeschrittenen Alter (halbwüchsig oder erwachsen?).
Also wird sie nicht mehr ganz jung sein.
Was mir im Laufe der Zeit bei Davida aufgefallen ist: erst Wechselwähler, jetzt Tief-Blau. Und wer bezeichnet sich schon selbst als "zur besser gebildeten Schicht gehörend", weil er die Matura hat?

Meine Kinder sind sicherlich jünger als Davida, wissen allerdings um die Errungenschaften durch die viel geschmähten "Sozis" - denn welche andere Partei hätte sich in der Vergangenheit so für die AN eingesetzt? Die Schwarzen waren immer schon die Unternehmer-Partei, die Blauen waren mit einer unrühmlichen Ausnahmezeit nicht in der Regierung - also bleiben eh nur mehr die Roten.

Das vergessen die Leute gerne, alles ist selbstverständlich, und alles wird gern angenommen - und noch mehr gefordert. Nur ist jetzt keiner da, der sich für die "kleinen Leut'" wirklich einsetzt und deshalb muss ein Ersatzthema her.

Ja, Kurz ist der bessere Populist, er macht sich genau die Themen zu eigen, auf die die Leute aufspringen - und dazu geht er m.E. weit über die Grenze des Erträglichen.

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lieschenmueller
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@duesentrieb1

So weit kommt's noch! Regierungen gehen auch wieder. Ein guter Anfang wäre schon ein Teil der Koalition.

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Mein Graz
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Was? Kickl ist kein Experte?

Dann muss er doch schleunigst einen Experten für Wiesinger holen, am besten gleich eine Kommission einsetzen!
Oder er sucht ein bissl im Internet:
Odin Wiesinger
Bezeichnete eine Frau als "hässliches und dummes Stück Fleisch"
Benutzt als Steinmetzzeichen eine der Odalrune sehr ähnliche Form
Lieferte für Info-Direkt und Aula Beiträge
Seine "Kunst" gefällt allerdings Hofer, und das muss doch für Wiesinger sprechen!

Auf die Ergebnisse der Ermittlungen zu Sellner bin ich wirklich gespannt. Warte ich darauf ebenso lange wie auf die Erkenntnisse der Kommission, die die Vergangenheit der Blauen aufarbeiten sollte?

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wahlnuss
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Dem Hofer

ist auf die Frage nach der Modernen Kunst nur der Wiesinger eingefallen. Der könnt gar keinen anderen vorschlagen.

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mobile49
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@wahlnuss

Moderne Kunst??
Wiesinger steht doch wohl für "1000jährige Kunst" oder wie man so schön "artete Kunst" dazu sagt!!

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pescador
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Langsam reicht es wirklich. Das Ansehen Österreichs im Ausland leidet immer mehr. So kann es nicht weitergehen. Österreicher die nichts mit dieser Ideologie am Hut haben werden mit in den Sumpf gezogen. Das geht so nicht!!

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Lodengrün
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Herr Kickl

Nitsch mit dem Odin zu vergleichen ist ein Witz. Man mag ja zu den Werken von Nitsch stehen wie man will, nur eines tut er nicht. Er ist nicht radikal politisch (schauen wir uns seine "Werke" an) und veröffentlicht auch nichts in problematischen Zeitungen wie Unzensuriert und der Aula. Nitsch ist international angesehen, nach Wiesinger fragt nicht einmal das oft zitierte Schweinchen.

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Lodengrün
5
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Klar ist da nichts Neues

Er, der dort Vorträge hält weiß ja was da Sache ist. Gehe ja auch nicht gegen die Familie vor.

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