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Gewaltschutz-Paket der RegierungKriminologe: "Kein Täter wird so von der Begehung einer Straftat abgehalten"

Christian Grafl, Professor am Institut für Strafrecht und Kriminologie in Wien, übt Kritik am Gesetzesentwurf der Regierung.

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THEMENBILD: JUSTIZANSTALT STEIN / STRAFVOLLZUG / MASSNAHMENVOLLZUG
© APA/HANS KLAUS TECHT
 

Herr Professor Grafl, auch Sie saßen in der von Staatssekretärin Karoline Edtstadler einberufenen „Taskforce Strafrecht“. Wie bewerten Sie die nun fixierten Pläne der Regierung?
Christian Grafl: Wie man auch aus dem Endbericht der Kommission Strafrecht entnehmen kann, hat der Großteil unserer Gruppe eine Strafverschärfung auch beim Tatbestand Vergewaltigung abgelehnt. Auch ich persönlich halte eine Anhebung der Strafdrohung für wenig erfolgversprechend.

Kommentare (19)

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Lodengrün
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Wenn die im flow sind

ist ihnen alles egal. Auf alle Fälle ein erneutes Kapitel um zu zeigen zu welch harten Entscheidungen man fähig ist. Alles gehabt, die Geschichte hevorholen.

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kilroy
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"Kein Täter wird so von der Begehung einer Straftat abgehalten"

Doch doch, hoch verehrter Herr Experte und Täterschützer: Je länger der von ihnen ebenso hoch verehrte Herr Vergewaltiger im Häfn sitzt, desto weniger Möglichkeiten hat er (hoffentlich!), seinem Hobby zu frönen.

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Lodengrün
0
4
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Es gibt Leute

die sind auch schon jedem Experten überlegen. Ich frage mich nur warum aus denen nichts geworden ist.

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mobile49
4
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@kil

Genau,sperren wir alle prügelnde,mißbrauchende,rasende,alkoholisierte etc. Menschen für immer weg!
Die können dann nichts mehr anstellen,
1 Häftling kostet nur pro Tag rd. 80 € -pro Jahr rd. 29 200 € (wohlgemerkt pro Häftling!!!)
Das ist in etwa das Jahresgehalt eines Sozialarbeiters

Sonst noch Ansagen??

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mobile49
1
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Zusatz

manche verstehen es nur übers Geld !
Und nicht einmal da bin ich mir ganz sicher!

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Mein Graz
2
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@kilroy

Reihenfolge:
Verbrechen - Strafe.

Deine Reihenfolge:
Strafe - Verbrechen.

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Mein Graz
3
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Wären höhere Strafen tatsächlich wirkungsvoll

gäbe es in Ländern mit Todesstrafe wesentlich weniger schwere Verbrechen.

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paulrandig
2
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Ich möchte eine einzige Studie sehen,...

...die eine Korrelation zwischen der Höhe der Mindeststrafen und der Eindämmung der betroffenen Delikte beweist.

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wjs13
2
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Mit gutem Zureden werden Sie bei psychisch-hormonell programmierten Gewalttätern auch nichts erreichen

Einzige Möglichkeit wäre die (chemische) Kastration, aber die geht wohl nicht. Also für eine gewisse Zeit die Vergewaltiger wegsperren verhindert zumindest während dieser Zeit, dass sie rückfällig werden. Und Zeit zum Nachdenken ohne äussere Reize hätten sie auch.

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paulrandig
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wjs13

Ich glaube kaum, dass "Zeit zum Nachdenken" bei "psychisch-hormonell programmierten Gewalttätern" mehr bringt als "gutes Zureden".
Das Problem sind auch nicht die "wirklich schlimmen" Gewalttaten, sondern die ungleich häufigeren "kleinen", die Taten, die in einer Ausnahmesituation eine Grenze überschreiten, die teilweise schon mit Reue und Einsicht verbunden sind, oft auch mit dem Willen, sich behandeln zu lassen, Wiedergutmachung zu leisten und generell tatsächlich ein Mensch zu werden, dem so etwas nicht noch einmal passiert. Solche "kleinen" Fälle gibt es viele, sehr viele, und oft sind es nicht "psychisch-hormonell programmierte Gewalttäter", die man mit einer harten Gefängnisstrafe völlig vernichten würde. Wenn aber die Mindeststrafen erhöht werden, gibt es außer einer harten Strafe und einem Freispruch keinen Spielraum mehr, hier ausgewogen zu urteilen. Wozu führt das? Einerseits zu weniger Anzeigen und andererseits zu mehr Freisprüchen in "kleinen" Fällen, wo ein mildes Urteil signalisieren könnte: "So nicht!", aber ein hartes Urteil der Tat nicht angemessen erscheint.

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wjs13
4
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Wenn eine solche höhere Strafdrohung hingegen als Vergeltung gesehen wird

Genau darum geht es und es ist richtig so. Die Täter- Opfer-Umkehr der österreichischen Richter widerspricht jeglichem gesunden Menschenverstand.
Auch fehlt denen jeglich Verhältnismässigkeit bei den Urteilen. Ein geistig minderbemittelter Fussballer, der sich 8er auf die Stuzten malt, geht ins Gefängnis, aber Frauen müssen damit leben, dass sie deren Vergewaltiger schon am Folgetag auf der Strasse begegnen. Auch sexueller Missbrauch von Kindern wird, angesichts der Tatsache, dass deren psychisches Leiden unter Umständen ein ganzes Leben lang andauert, viel zu gering bestraft.
Überhaupt hat man den Eindruck, dass professionelle Kriminelle einen Bonus haben und mit Milde rechnen können, weil sie ja so arm sind, da sie ja solch fürchterliche Kindheit hatten.

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Isolde9
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noch immer Täterschutz vor Opferschutz ...

Ich bin es leid, immer erklärt zu bekommen, dass die Täter ja so arm sind (wegen ihrer Kindheit, ihrer sozialen Umstände, der Gesellschaft usw....) und nichts für ihre Taten können. JEDER Täter ist für SEINE Taten VERANTWORTLICH. Eine Gefahr sehe ich in solchen "Erklärern", wie Grafl, die am liebsten alle Täter nur mit psychologischer Betreuung und Freigang "bestrafen" möchten.

Und so lange es Richter gibt, die einen kleinen Ladendieb sofort hinter Gitter stecken aber familiäre Gewalttäter und Vergewaltiger mit Bewährung davon kommen lassen, erscheint es notwendig, Mindeststrafen zu erhöhen. Nur so ist es zu verhindern, dass Richter diese Taten als quasi "Kavaliersdelikt" aburteilen.

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mobile49
9
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Mindeststrafe anheben??

Ist das nicht automatisch der Fall,wenn der Richter eine Rahmenmöglichkeit hat und diese ausnützt?
Wie oft gibt es die Höchststrafe??
Ausserdem,bei der verordneten Sparerei bei der Justiz-wie soll sich das ausgehen???
Indem die Justiz gezwungen wird,Vergehen der Rechten nicht zu ahnden???

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wjs13
5
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Wenn man abgelehntes Asyl

nicht jedes Mal am gesamten Instanzenweg beeinspruchen könnte, was den Rechtsstaat geradezu pervertiert, würde man viel Justizpersonal freispielen.

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Mein Graz
5
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@wjs13

Ach, wen willst denn vom gesamten Instanzenweg ausnehmen?
Willst nach Religion, Sprache oder Hautfarbe filtern?

Und wenn man liest, dass (m.W.) 2018 42% der negativ beschiedenen Asylanträge korrigiert wurden stellt sich mir die Frage, wer diese Erstbescheide erlässt...

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Christian Hubinger
12
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Länder mit der Todesstrafe haben die höchsten Kriminalitätsraten!

Höhere Strafen bringen nichts - eher im Gegenteil.
Das Zauberwort heißt "Prävention" - aber das ist dieser Regierung halt nicht populistisch genug. Ein weiterer Schritt Richtung Faschismus.

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kilroy
8
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Ihr bedauernswerten Sozialisten und Grünen, -

wann werdet Ihr endlich zur Kenntnis nehmen, dass es in Demokratien zu einem Regierungswechsel oder gar einem Rauswurf aus dem Parlament kommen kann (woran die Abgewählten in der Regel selbst die Schuld tragen), ohne dass hinter diesem Wechsel finstere Faschisten (auf die N.z.s haben Sie offenbar vergessen) ihr Unwesen treiben.

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mobile49
3
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@kil

Thema verfehlt!Nur reiner Populismus!

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kilroy
0
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Oh! Nur so ein kleiner Populismus?

Nicht einmal eine Spur von Faschismus? Danke, Frau Oberlehrerin!

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