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Computerausfälle der Stadt WienMagistrat: Kein Hackerangriff, keine Daten gestohlen

Server durch sogenannten DDoS-Angriff lahmgelegt - Alle Wahlkartenanträge wurden händisch bearbeitet.

© Niko Endres - Fotolia
 

Bei den Computerausfällen der Stadt Wien, von dem die Behörden erstmals am Mittwoch Hinweise bekommen haben, hat es sich laut Magistratsdirektion nicht um einen Hackerangriff gehandelt. Es sei ein sogenannter DDoS-Angriff gewesen, sagte eine Sprecherin der Magistratsdirektion der APA. Dabei wurden durch eine automatisierte Attacke die Systeme lahmgelegt.

Die Server waren dadurch vorübergehend nicht erreichbar. Anders als bei einem Hackerangriff seien somit auch keine Daten gestohlen worden. In den vergangenen Tagen habe es verstärkt Angriffe gegeben, die immer wieder zu Systemeinschränkungen geführt hätten, so die Sprecherin.

DDoS-Attacken

Bei DDoS-Angriffen versuchen Kriminelle, die Netzrechner ihrer Opfer mit einer Vielzahl von Anfragen zu überfluten und so in die Knie zu zwingen. Oft um ein Lösegeld zu erpressen.

Für eineinhalb Stunden lahmgelegt

Am Dienstag seien diese dann "kumuliert" und hätten das System für rund eineinhalb Stunden lahmgelegt. Wodurch es etwa zu Verzögerungen beim Ausstellen der EU-Wahlkarten kam. "Aber alle, die aufs Amt gekommen sind, haben eine Wahlkarte erhalten", erklärte die Sprecherin.

Jede größere Organisation sei mit derartigen Angriffen konfrontiert. Daher habe man auch entsprechende Vorkehrungen getroffen, hieß es. Diesmal sei nur besonders gewesen, dass die Schlagzahl derart hoch gewesen sei, dass das System zusammenbrach.

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