Offener BriefLieber Bischof Alois...

Gerda Schaffelhofer, lange Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich, schreibt ihrem einstigen Studienkollegen, Bischof Alois Schwarz einen offenen Brief. Sie fordert ihn auf, endlich klar zu den Vorwürfen zu seiner Amtsführung in der Diözese Gurk Stellung zu nehmen, die gegen ihn erhoben werden.

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Dankgottesdienst Abschied Bischof Alois Schwarz Dom Klagenfurt Juni 2018
© Markus Traussnig
 

Miteinander reden, anstatt übereinander! Die Worte deiner Silvesteransprache klingen gut! Wer könnte gegen ein offenes und vertrautes Gespräch schon etwas einwenden? Wir hier in Kärnten erinnern uns an die vielen Male, als Kleriker und Laien dieses vertraute, offene Gespräch mit dir gesucht haben. Viele haben dir signalisiert, dass die Herrschaft deiner Schattenfrau ein Ende haben muss, dass du selbst wieder die Zügel deines Bischofsamtes fest in die Hand nehmen musst, dass dein Lebensstil Anlass zu Gerüchten und Kritik gibt.

Kommentare (57)
pink69
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Herr

Lampel, sind Sie doch nicht so betriebsblind. Die Spatzen pfeifen dies schon seit Jahren von den Dächern. Nun ist es ausgebrochen und publik geworden. Der Herr Bischof sollte auch sein Amt bis zur Klärung zurücklegen, das wäre ein richter und fairer Schritt. Tut er aber nicht, weil er fälschlicher Weise an Sachen glaubt, die leider unrichtig sind. Die Klärung wird dies beweisen. Frau Enzinger sollte allerdings auch zur Verantwortung gezogen werden, was hoffentlich auch passieren wird.

Robruck
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Warum

schadet sich die kath. Kirche selber so arg??
Der Bischof sollte doch soviel Rückgrat besitzen und aus dem Kirchendienst ausscheiden!! Was will man da noch aufklären, wissen eh alle was läuft ………..

joschi41
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Jetzt kommt es ganz dicke

Egyd Gstättner hat in seiner Neujahrskolumne Bischof und Bischöfin auf seine Weise aufs Korn genommen. Wenn auch als Satire verpackt, fragte ich mich, darf er denn das.
Frau Schaffelhofers Brief an den "lieben Alois" legt zwar auch die Dinge offen, bleibt aber wohlmeinend im Ton und kann als Rat zwischen zwei Menschen, die sich nahe stehen, verstanden werden. Sie stelle ich mir den Umgang unter Geschwistern vor.

enzianbrenner
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wie bei der geschichte ...

"limburger" bischof ???!!! ... mit sehr, sehr vielen fragezeichen ... am ende eine abgerundete sache mit der frage: ... wer täter ist und wer opfer?
UND interessant, dass diese geschichte nun erst wieder nach den "sammel-und spendenaktionen der hlg.3-könige" an das tageslicht kommt!

wahrheitverpflichtet
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nur eines zählt....

UND interessant, dass diese geschichte nun erst wieder nach den "sammel-und spendenaktionen der hlg.3-könige" an das tageslicht kommt! WAS HAT BITTE SCHÖN DAS THEATER der katholischen kirche in kärnten mit der spenden aktion zu tun? spenden tut man als tiefster überzeugung des helfens!

Henry44
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...erst nach den "sammel-und spendenaktionen der hlg.3-könige" ?

Das stimmt ja nicht, was Sie behaupten, die Sache läuft doch seit Wochen durch alle Medien!

Außerdem wüsste ich nicht, was die Sammelaktion für Brennpunkte der Dritten Welt mit dem Bischof und seinen möglichen Kalamitäten zu tun haben sollte.

voit60
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"Sag zum Abschied leise Servus"....

es wird Zeit, dass dieser Bischof seinen Stab abgibt. Wie kann jemand mit solchen kravierenden Vorwürfen weiter noch "Oberhirte" sein. Die armen Niederösterreicher haben schon mit dem dicken Krenn lange leben müssen, jetzt bekommen sie auch noch ein besonderes Exemplar aus Kärnten geschickt.

Henry44
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Es ist richtig, dass der Bischof sein Amt ruhend stellen sollte, bis alles geklärt ist.

Aber er darf auch nicht vorverurteilt werden und Vorwürfe können auch falsch sein, selbst wenn sie noch so plausibel erscheinen mögen.

mrbeem02
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Es wird immer Menschen geben, die Regeln nicht einhalten.

Auch ein Bischof ist ein Mensch, und daher fehlbar. Es hat immer Menschen in hohen und höchsten Funktionen gegeben, die mit den mit der Aufgabe verbundenen Regeln und Pflichten nicht klargekommen sind, und solche Menschen wird es auch in Zukunft immer geben.
Der wahre SKANDAL ist aber, dass beginnend mit dem eucharistischem Eichkatzerl, dem Kardinal, aber auch allen anderen Mitgliedern der Bischofskonferenz das WEGSCHAUEN, trotz detailliertem Wissen um die Missstände offensichtlich zur Lebensphilosophie geworden ist.
AUGEN ZU - und DURCH!
Diese Leute sind zwar nicht die ursächlich Schuldigen, aber durch Ihre Untätigkeit MITTÄTER, die auch bestraft werden müssen. Kann man einem Kardinal den Kardinalshut entziehen?

Henry44
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Der Kardinal von Wien ist nicht der Chef des Bischofs von Klagenfurt

und ob er allenfalls den Vatikan informiert hat, was meiner Ansicht nach geboten gewesen wäre, wissen Sie nicht und weiß ich nicht.

joschi41
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Interview

Schönborn wurde ausgiebig interviewt, und hat sich auf nicht ganz saubere Art herausgeredet, indem er meinte, es hätte doch jeder in Rom vorstellig werden können. Warum er selbst nicht tätig wurde, ließ er offen. Offensichtlich versteht er seine Vorsitzrolle lediglich als Moderator, nicht aber als Verantwortlicher für die österr. Gesamtkirche.

Hiasenbichler
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Liebe Gerda!

Vor 2 Jahren wäre dein Brief und die Veröffentlichung durch die Kleine Zeitung zur rechten Zeit gekommen ,jetzt ist aber doch ein schaler Beigeschmack bei dieser Veröffentlichung so nach dem Motto wenn der Löwe schwach wird kommen die Hyänen... In der Sache selbst hast du recht,aber wer so lange verschweigt obwohl er alles weiß ist mitschuldig am System Schwarz .

Buero
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Nein

es ist richtig und notwendig sich jetzt ÖFFENTLICH zu Wort zu melden, ehe Rom und Herr Schönborn die Auflehnung gegen diesen Wahnsinn im Keim ersticken. Mutig und richtig. Zumal auch Frau Gerda dabei wenig gewinnen kann und viel mehr verlieren. Ich schätze, auch das hat sie einkalkuliert. Danke Frau Schaffelhofer!

helmutmayr
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Sehen wir es mal ganz entspannt,

erstens wir zu klären sein ob strafrechtliche Tatbestände wie Untreue vorliegen. Das haben Gerichte des Staates zu klären.
Wie der Verein Kirche mit den anderen „Vergehen“ umgeht ist deren Sache.
Mir und der Mehrheit ist’s egal Inwieweit der österreichische Staat weiter am Concordat, welches der Kirche erhebliche Sonderrechte zugesteht, fest hält, das muß einmal auf breiter politischer Basis diskutiert werden. Das sollte den Türkisen leicht fallen. Das Soziale haben sie bereits verlassen. Das Christliche hinter her zu werfen wird Ihnen daher nicht schwer fallen.

HPIK1RXCA6MZ63IL
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@helmutmayr

Wie diese Kirche mit ihren Privilegien den Staat ausnimmt, kann keinem Staatsbürger egal sein. Das ist ein einzigartiger Skandal! Das Konkordat gehört auf den Müllhaufen der Geschichte und die unermesslich vielen weltlichen Güter dieser "Vereinigung" unter staatliche Verwaltung. Meiner Ansicht nach ist diese "Kirche" eine sehr gefräßige Krake, die sich weite Teile des Landes bereits gekrallt hat.

reschal
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Spaltend und unwissend

Ihre Wortwahl sagt mehr über Sie als über die Kirche

Henry44
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Sie haben eine interessante Meinung zu einem Rechtsstaat.

Enteignen einer Institution, die Sie nicht mögen?

Oberwoelzer
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Kirche

Typisch katholische Kirche : "Wasser prädigen und Wein
Saufen ."

Buero
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Oberwölzer

lernens Rechtschreiben, bevor sie sich wieder melden.

Buero
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Was sagt Schönborn?

die Causa liegt in Rom. Verantwortung abschieben. Diese unsere Katholische Kirche stinkt (zu 99%) am Kopf. Man stelle sich vor, wie unter solchen (mittelalterlichen) Hierarchien, Priester, Ordensleute und Laien Seelsorge machen müssen …. Man wird ja zum Gespött.

GordonKelz
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LIEBER BISCHOF,ALOIS....

...ein weiterer Versuch der KLZ ,diese abstrakte Causa , auf die Liebe zwischen zwei Menschen abzuwälzen ,in der Sie ,Herr Bischof ,gar nie vorkommen sollten . Begierde ,Sex , Abhängigkeit , Lust, Hörigkeit sollten Ihnen in diesem Zusammenhang persönlich völlig fremd sein . Das haben Sie zumindest den Gläubigen vermittelt über Jahrzehnte....
Dann noch feige abzuhauen ,um eine Katastrophe des Glaubens zurückzulassen , hat mit “ Glaube “ wohl nichts ,aber schon gar nichts zu tun und ist ungeheuerlich gegenüber jenen ,die selbst angesichts dieser Lügen ,noch an Ihnen festhalten . Allein für solche wäre es höchst an der Zeit ,sofort zurück zu treten ,um der Aufarbeitung Platz zu machen !
Weiß schon ,warum ich seit langer Zeit zum Agnostiker geworden bin .
Gordon Kelz

BB1R1YT1HR73YMH8
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Sie schreiben ein wenig verwirrt ...

Die Werbung, der Kirche den Rücken zu kehren und als Agnostiker zu leben ist die eine Sache - die andere sind die Aussagen von Marx und Feuerbach - die in ihrer Zeit vielleicht passend sein konnten, doch in der heutigen säkularisierten Zeit wesentlich anders zu betrachten sind.
So sind ihre "ein wenig verwirrt wirkenden" Worte nicht nachvollziehbar, ja als Faktum oder Vorverurteilung zurückzuweisen.
Bischof Schwarz ist weder abgehauen, noch hat er eine Katastrophe des Glaubens zurückgelassen.
Es stehen Verfehlungen im Raum, die zu prüfen sind, die Beteiligten sind anzuhören und dann kann darüber eine definitive Aussage getroffen werden.
Es gilt hier die Unschuldsvermutung!
Wenn Glaube nur eine Frage des Verhaltens von einzelnen Personen (egal in welchem Amt) ist, wenn Kirche nur mit dem Fokus auf die negativen Ereignisse bewertet wird, dann sollten Sie sich fragen, ob Ihre Entscheidung Agnostiker zu sein die richtige ist.
Sie könnten Anlehnung an BP a. D. Dr. Heinz Fischer nehmen, der trotz seines Bekenntnisses als Agnostiker mit Respekt sowohl mit einzelnen Würdenträgern als auch mit der gesamten (r.kath.) Kirche umgeht. Es ist aber vermutlich eine Frage der Weitsicht!

AndiK
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Und der

Kardinal weiß von nix......

hewinkle10
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Wow...das gibt dem Disaster noch mal eine neue Dimension

Alles unter den Tisch kehren, die Öffentlichkeit so lange beschwichtigen bis Ruhe ist...der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln, er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser...herrlich ;-)) Während die Schafe immer nur Gras fressen und Wasser saufen sollen, laben sich die Hirten im Schlaraffenland und vergnügen sich auf fremden Spielwiesen...Wie blöd doch die Schafe heutzutage immer noch sein können...:-))

HPIK1RXCA6MZ63IL
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Als Agnostiker kann ich mir den Bauch

vor lauter Lachen nicht mehr halten, aber wie müssen sich die vielen jungen "Sternsinger" fühlen, die von Haustür zu Haustür ihre Betteltour absolvieren, während ihre Bosse im Hintergrund ein Leben in Saus und Braus führen? Ein Blick in die Grundbücher unseres Landes sollte genügen um aufzuzeigen wie viele Immobilien diese "Kirche" bereits besitzt und welches Wirtschaftsimperium unter Mithilfe von unentgeltlich arbeitenden Gläubigen entstanden ist. Es bräuchte dringend wieder einen Joseph II bzw. eines staatlichen Religionsfonds, in dem zumindest alle weltlichen Güter von Kirchen wieder zusammengefasst und staatlich kontrolliert verwaltet werden. Der jetzige Zustand ist für mich als Steuerzahler ein skandlöser Missstand.

reschal
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Wenig Ahnung

Das ist ganz schön viel Meinung für so wenig Wissen.

BB1R1YT1HR73YMH8
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Agnostiker oder Atheist?

Ich bin der Meinung, dass Sie für sich zwei Begriffe verwechseln.
Es ist schön für Sie, wenn Sie sich am Schaden von einzelnen Personen oder Institutionen erfreuen können, obgleich es von einer gewissen "geistigen Beschränktheit" zeugt. Weiters sollten Sie genau nachlesen, was es mit der "Josephinischen Reform" auf sich hatte. "Lernen Sie Geschichte ..." frei nach Kreisky!
Als Agnostiker, der Sie offenbar nicht sind - sollten Sie sich aus Angelegenheiten einer Institution, der Sie vermutlich nicht angehören, heraushalten.
Der Zusammenhang zwischen Steuerzahler und "Missstand in der Kirche" bestätigt meine Vermutung in den ersten Zeilen...

A6TLUK0I30K939HI
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Der Herr Geistliche

wird keinesfalls drum herumkommen in Einsicht und Reue seine Handlungs- und Denkweisen zu überarbeiten und zu verarbeiten, die Wahrheit wird immer irgendwann zu Tage treten.

Diese Schilderungen jener Dame (Gerda Schaffelhofer) sagen eigentlich alles und eindrucksvoll was gemacht und nicht gemacht wurde, ein Danke der Dame für die offenen Worte !

Bei seiner Schweigsamkeit darüber sollte er ganz einfach alle Funktionen "zurücklegen müssen" und sich in einem abgeschiedenem Kloster zur lebenslangen Buße zurückziehen müssen da er sonst im öffentlichen Leben nichts mehr zu suchen hat.

alsoalso
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Abrechnung

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Jetzt wird abgerechnet. Mit Vertuschen geht da nix mehr. Zölibat von Priestern fordern und selbst sich daran nicht halten. Der Armut das Wort reden und selbst in größtem Luxus leben....Palais...Jagdhaus ….Wienwohnung....etc….etc.....Gute Nacht!

BB1R1YT1HR73YMH8
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Das sind sehr mutige...

... aber auch sehr ernüchternde Worte!

HPIK1RXCA6MZ63IL
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@AWVGB

Nüchtern lässt sich der Zustand dieser "Kirche" aber schwer ertragen!

A6TLUK0I30K939HI
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"Nüchtern"?

Deiner unnötigen Antwort auf den Kommentar von @AWVGB zur Folge stellt sich bei dir @gerbur diese Frage nicht da anscheinend eh bei dir der Dauerzustand der Benebelung vorherrscht ............. ;-)

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