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Komplettes VerbotRegierung plant Plastiksackerl-Verbot

Komplettes Verbot für Plastiksackerl soll mit 2020 kommen. Ein Treffen mit Handelsketten ist geplant. Wirtschaftskammer und Handelsverband protestieren.

Dieser Anblick soll zur Seltenheit werden © (c) rdnzl - Fotolia
 

Jährlich fallen zwischen 5000 bis 7000 Tonnen Kunststofftragetaschen unterschiedlicher Dicke in Österreich an. Insgesamt kommen in unserem Land jedes Jahr rund 30.000 Tonnen Plastik-Müll an. Vor allem die Sackerl landen oft in Flüssen, sind Teil der Verschmutzung von Flächen und Räumen ("Littering") und stellen besonders Städte und Gemeinden sowie die Landwirtschaft und Umwelt vor immer größere Herausforderungen. Alleine in Österreich werden pro Tag über 100 Kilo Plastik über die Donau abtransportiert.

Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Heinz-Christian Strache und Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger sagen dem umweltschädlichen und verschwenderischen Plastikverbrauch nun den Kampf an und leiten einen vollkommenen Systemwechsel in Österreich ein. "Wir wollen ein neues Umweltbewusstsein schaffen und dem Trend der 'Wegwerfgesellschaft' entgegenwirken", erklärt Kanzler Kurz.

Geplant ist ein Maßnahmenpaket, das unter anderem das Verbot von nicht-abbaubaren Plastiksackerln enthält. In Kraft treten soll das Verbot mit 1.1.2020.

Konkrete Ziele

  • Ein Verbot von Kunststofftragetaschen, mit Ausnahme jener Tragetaschen, die biologisch vollständig abbaubar sind, ab 2020.

  • Eine rasche Umsetzung der Einwegplastik – Richtlinie der Europäischen Union mit entsprechenden Produktverboten und Reduktionszielen.

  • Ein Verbot der Beimengung von Mikroplastikpartikel in Kosmetikprodukten und Reinigungsmittel ab 2020, sofern bis dahin keine (bevorzugte) europäische Lösung getroffen wurde.

  • Im Vergleich zu der Plastikverpackungsmenge aus dem Jahr 2016, müssen bis 2025 nachweislich 20% - 25% der Plastikverpackungen reduziert werden. Das betrifft vor allem Verpackungen von Produkten zur einmaligen Verwendung und entspricht in etwa einer Reduktion von 60.000 Tonnen Plastik. Weiters werden laufend bewusstseinsbildende Maßnahmen durchgeführt.

Der österreichische Handel hat bisher schon im Kampf gegen Plastik freiwillig einzelne Initiativen gesetzt und mit gutem Beispiel innovative Ideen umgesetzt. Die Bundesregierung möchte auf diesen Initiativen nun aufbauen und die Reduktion des Plastikverbrauchs gesamtgesellschaftlich weitertreiben. Kurz, Strache sowie die ressortverantwortliche Köstinger werden zu einem runden Tisch mit den führenden Handelsketten und Branchenvertretern laden: Denn einerseits braucht es klare Vorgaben seitens der Politik, andererseits muss für die bestmögliche Umsetzung gemeinsam mit Handelsketten und Experten nach Lösungen gesucht werden.

Keine Ausnahmen

Auch die Auswirkungen auf den Einzelhandel, Lieferservices oder den klassischen Würstelstandbetreiber sollen in dieser Diskussion berücksichtigt werden, dafür werden entsprechende Hilfestellungen erarbeitet werden. Ausnahmen für Würstelstände, Kebab-Buden oder Apotheken soll es nicht geben.

In Frankreich gibt es bereits seit 1. Jänner 2016 ein landesweites Verbot nicht kompostierbarer Plastiksackerl. In Italien gibt es seit 1.Jänner 2011 ein Verbot von Plastiksackerl, die aus nicht biologisch abbaubarem Material bestehen. Weitere generelle Verbote gibt es in Bangladesh, Buthan, Burundi, Marokko, Papua-Neuguinea, Ruanda und Tansania. Zudem gibt es einige Länder, in denen bestimmte Arten von Plastiksackerl verboten sind - in Uganda etwa dickwandige Sackerl - oder regionale Verbote (Hawaii in den USA oder Neu-Delhi in Indien).

WKO: "Nicht notwendig"

Geteilte Reaktionen und Kritik hat das geplante Verbot in der Wirtschaft hervorgerufen. "Das jetzt angekündigte generelle Verbot ist aus unserer Sicht nicht notwendig", bemerkte Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer (WKÖ). Der Handel werde damit "leben müssen", meinte Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

"Der Handel bekennt sich - natürlich - zum Umweltschutz. Das zeigt sich auch daran, dass die freiwillige Vereinbarung mit großen Handelsunternehmen zur Reduktion des Kunststofftaschenverbrauchs hervorragend funktioniert", erläuterte Buchmüller in der WKÖ-Aussendung. Tatsache sei: "Das Gratis-Plastiksackerl ist im österreichischen Handel schon jetzt praktisch Geschichte, der Verbrauch an Plastiktaschen massiv zurückgegangen."

"Regulierung des Online-Handels wichtiger"

Buchmüller betonte, dass eine Ausweitung der freiwilligen Vereinbarung auf kleinere Handelsbetriebe angeboten wurde. "Wenn es jetzt trotzdem zu einem Plastiksackerl-Verbot kommen soll, brauchen die Betriebe Unterstützung, um ihren Kunden praktikable Alternativen anbieten zu können." Zudem könne es nicht sein, "dass hier einmal mehr nur der österreichische Handel, nicht aber der ausländische Online-Versandhandel in die Ziehung kommt", kritisierte Buchmüller.

Eine Regulierung des internationalen Online-Handels und Bewusstseinsbildung beim Konsumenten sei entscheidend, hieß es auch aus dem Handelsverband. "Wir würden uns jedoch wünschen, dass hochwertige Mehrweg-Kunststofftragetaschen im Handel weiterhin kostenpflichtig eingesetzt werden dürfen. Diese werden schließlich nicht nach einem Einkauf weggeworfen", forderte Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Kommentare (76)

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Mein Graz
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@turkequattro

Es stimmt, die "Trennmoral" der Österreicher ist gut. Trotzdem ist es erstaunlich, wie viel Plastikmüll man entlang von Straßen, Spazierwegen und mitten in der Landschaft (etwa auf Bergen oder bei nicht an Straßen angeschlossene Seen) findet.

Da manche Österreicher (oder auch Besucher) anscheinend wirklich Schweinderln sind würde nur durch Vermeidung von Kunststoff eine Besserung eintreten.

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Mein Graz
1
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@mrbeem02

Ja, das Pfandsystem in Deutschland funktioniert. Man findet kaum mehr Flaschen, auf die Pfand ist.
Allerdings: auf viele Verpackungen ist KEIN Pfand (Saft und Nektar, Milchgetränke, Wein...), und diese belasten nach wie vor die Umwelt, weil sie eben nicht richtig gesammelt werden.
Und was man nicht vergessen darf: der Anteil der Mehrweggebinde ist in Deutschland seit Einführung des Pfandes von ca. 66% auf 44% gesunken, was bedeutet, dass die Industrie nicht umgedacht hat und weiterhin Plastikmüll produziert. Nur mit dem Unterschied, dass man heute halt dafür Pfand zahlen muss...

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Mein Graz
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@mrbeem02

Was haben die Grünen damit zu tun?
Die sind ja nicht einmal mehr in der Regierung!

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X22
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Und die Mehrheit die den Grünen überwiegt willst nichts in die Schuhe schieben, hinter dem Handel und der Industrie stehen auch lauter Grüne, nicht wahr

Das Grüne Pfandsystem
Die Redaktion - Dosen und Plastikflaschen belasten und verschmutzen unsere Umwelt. Aus diesem Grund wollen wir Grüne ein Pfandsystem für alle Getränkeverpackungen.
„Ein Pfandsystem für Getränkeverpackungen schont die Ressourcen und schützt Klima, Natur & Umwelt.“ (Christiane Brunner, Umweltsprecherin)
Wir Grüne wollen:

die Einführung eines verpflichtenden Pfandsystems für alle Getränkeverpackungen
die Erhöhung der Mehrweganteile bei Getränkeverpackungen
eine verpflichtenden Kennzeichnung von Mehrwegflaschen

Darum ein flächendeckendes getränkepfand:

es führt zu einer deutlichen Steigerung der sortenreinen Abfallsammlung
es reduziert das "Littering" (herumliegender Abfall) bei Getränkeverpackungen
es ist ein ökonomischer Anreiz, die leeren Dosen und Flaschen zurückzubringen
(Die Grünen am 3. Mai 2017)

Und die Fakenews nicht vergessen einrahmen und aufhängen

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Eyeofthebeholder
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@mrbeem02: Erstens, falls Dir das entgangen sein sollte, waren und sind die Grünen nicht in der Regierung.

Zweitens fordern die Grünen ein Pfandsystem seit 2003.

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marinerjoe
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Die Grünen sind nicht mehr im Parlament

und die anderen Parteien können sich ja auch mal um Umweltschutz statt Konzerninteressen bemühen oder?

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mrbeem02
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ZEITUNGSVERPACKUNG IN Plastik

Da hab ich ja ganz vergessen, wieviele Zeitschriften ich im Postkasten habe, die in Plastik verschweißt sind. Das gehört gleich mit dem Verbot mit umfasst. Dies ist absolut nicht notwendig.

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eadepföbehm
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Der DM ist auch so ein Saubartl,

der seine Hochglanzbroschüren in Plastik einschweisst.

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CuiBono
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Prinzipiell einverstanden

falls es als Ersatz kompostierbare Papiersackerln gibt.

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cockpit
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Die gibt es schon

.

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eadepföbehm
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Wenn ich meinen Salat heimtragen will,

der zwecks Frischhaltung vorher gut eingewässert wurde, hilft aber ein Papiersackerl nicht viel. Da sind dann die Semmeln, die unter dem Salat liegen dann schon gut eingeweicht und nur mehr zu Knödelbrot zu verarbeiten.

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HerrschendeLeere
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Sinn-und nutzlose Symbolpolitik, genau wie beim "Klimaschutz"

Ich würde mir ja auch weniger Plastikverpackungen wünschen, aber ob die Alternativen wirklich ökologisch verträglicher sind, muss sich erst beweisen.
Der Plastikmüll in den Weltmeeren stammt definitiv nicht aus Mitteleuropa, wo alles Plastik recycelt oder thermisch verwertet wird; Ein Plastikverbot hierzulande wird der globalen Plastikvermüllung genauso wenig Abhilfe schaffen wie es das Weltklima "retten" wird, wenn Österreich gar kein CO2 mehr verursacht.

Wie gesagt, man muss sich die Alternativen sehr genau anschauen, damit nicht mehr Schaden als Nutzen entsteht. So wie bei der "Klimarettung" durch alpine Windparks oder Biosprit aus Palmöl.

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X22
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200 Plastiksackerln benutzt jeder Europäer im Durchschnitt, insgesamt landen rund 8 Milliarden Plastiksackerl in Europa jedes Jahr in der Umwelt.

In allen Ozeanen sind Plastikpartikel nachweisbar, die Meerestiere gefährden und in die Nahrungskette gelangen können. Nach einer Statistik der EU-Kommission findet man in 94 Prozent der Mägen von Nordsee-Vögeln Plastikpartikel, Spuren von Plastik oder größere Plastikteile. Im Meer treiben ganze "Inseln" aus Plastikmüll, doch der größte Teil des Mülls ist mit freiem Auge nicht sichtbar: So gibt es im Nordpazifik eine riesige Meeresfläche, in der die Wissenschaftler 5,1 Kilogramm Plastikpartikel pro Quadratkilometer im direkt von der Oberfläche entnommenen Wasser nachweisen konnten. Auch im Nordatlantik gibt es eine Region, wo größere Mengen von Plastikmüll von den Meeresströmungen zusammengeschwemmt werden.
Im November 2013 hat die EU-Kommission beschlossen, in Europa gegen die Umweltverschmutzung durch Plastik vorzugehen. Der damalige aus Slowenien stammende Umweltkommissar Janez Potocnik hatte die Devise ausgegeben, die Menge der in Europa verwendeten Plastiksäcke in den kommenden Jahren um 80 Prozent zu reduzieren.
Und wäre es nach den so linken Grünen gegangen, hätten wir diese Problem nicht in diesem Ausmaß, aber der Durchschnittsdenkende Mensch braucht halt ein paar Jahrzehnte mehr um dies zu begreifen

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Eyeofthebeholder
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@X22: Die Müllinsel im Pazifik besteht aber NICHT

aus europäischen Plastiksackerln, Europa ist nichtmal Pazifik-Anrainer!

Und zum Plastikmüll in der Nordsee:
"Ca. 20.000 Tonnen Müll, vor allem aus Schifffahrt und Fischerei, gelangen jährlich in die Nordsee." (Wikipedia)

Es bleibt dabei: Das Plastiksackerl-Verbot ist sinnloser Populismus, insbesondere da die Alternative (Papier) umweltschädlicher ist.

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X22
0
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100 Kilo Plastik aus Österreich verlassen täglich über die Donau Österreich, das sind 36,5 to im Jahr und nimmt man jetzt 4 Jahrzehnte sind das ca. 1500 to nur über die Donau5

Alternativen gibt es , egal welche man jetzt nimmt alle haben, nach dem ersten Zweck auch einen zweiten Zweck, Plastikmüll zu veringern.

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Mein Graz
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@Eyeofthebeholder

Wie schon an anderer Stelle geschrieben: Plastikmüll trägt kein Mascherl.

Da die Weltmeere untereinander verbunden sind ist es unwahrscheinlich, dass der Plastikmüll im Pazifik ausschließlich von außerhalb Europas kommt.

geo(dot)de: "Der Kunststoff in den Ozeanen stammt zu etwa 80 Prozent vom Land: Teilweise von Deponien in die Meere geweht, teilweise über Flüsse in die Ozeane hineingespült oder von verschmutzten Stränden ins Meer gelangt. [...] Das übrige Plastik stammt von Schiffen, die ihre Ausrüstung verlieren, denen große Container bei Sturm über Bord gehen oder die heimlich ihre Abfälle auf hoher See unbeobachtet ins Meer kippen."

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marinerjoe
2
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Die Plastiksackeerl machen aber nur einen winzigen

Bruchteil des Plastikmülls aus den ein Österreicher jährlich produziert, die Masse sind Lebensmittelverpackungen, da es de facto fast nichts mehr unverpackt gibt.

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Mein Graz
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@HerrschendeLeere

Plastikmüll hat kein Mascherl um. Er kommt definitiv zu einem Teil aus Europa, wenn auch zu einem kleinen.
Nicht der gesamte Plastikmüll wird recycelt, denn nicht das gesamte Plastik wird gesammelt. In Deutschland wurden 2017 61% des gesammelten (!)Plastikmülls verbrannt, nur aus 38% entstanden neue Produkte.

Nur wenn man in kleinen Schritten beginnt, kann man etwas erreichen. Wenn keiner den Anfang macht dreht sich die Spirale immer weiter - und unsere Urenkel werden noch viel mehr Mikroplastik im Körper haben als wir und die daraus resultierenden Erkrankungen sind noch gar nicht bekannt!

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HerrschendeLeere
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@Mein Graz

Ich sagte bewusst Mitteleuropa, nicht Europa. Dass in den Mittelmeerländern und auch in Osteuropa (man schaue sich dort die Flussufer nach einem Hochwasser an!) viel Plastik in der freien Landschaft landet, ist mir bekannt.
Daran wird sich nichts ändern, wenn wie gewohnt eine EU-Richtlinie in Österreich und Deutschland eifrig übererfüllt wird, während sich andere Länder nicht darum kümmern - sofern überhaupt EU-Mitglied.
Man soll die Probleme dort lösen, wo sie tatsächlich bestehen und nicht die ohnehin vorbildlichen Österreicher sekkieren und schikanieren.

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schneealpe
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.............

meine pers. Anerkennung für ihre Kommantare in diesem Zusammenhang.... Chapeau !

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gagerrl490
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Plastiksackerl

ja dann darf ich keinen Sex auch nicht mehr machen wenn ich kein sakerl mehr nehmen darf dann gibt es wieder mehr Kinder na super was der Stadt wieder mehr Kinderbeihilfe Zahlen muss das kommt den Steuerzahler sehr teuer !

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Bluebiru
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@gagerrl

Echt, Sie hängen sich ein Einkaufssackerl über Ihren Schniedel, wenn Sie Sex haben wollen? Und mit der Methode finden Sie Frauen, die sich darauf einlassen wollen?

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schadstoffarm
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sterilisieren

fällt mir dazu ein.

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Alepfi5589
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Österreich als "Vorreiter"

Im Artikel selbst ist sogar geschrieben, dass die Bundesregierung die geplanten EU-Richtlinien konsequent umsetzten möchte. Eine Regelung auf EU-Ebene wird bevorzugt.
Die EU hat ein Verbot von Einwegplastik schon im Mai eingeleitet:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/plastikmuell-vermeiden-eu-kommission-will-plastikgeschirr-verbieten-1.3992079

Wer ist hier bitte der Vorreiter? Wenn, dann wohl die EU.

Aber wie immer schnappen sich die nationalen Regierungen die Lorbeeren und an allen Problemen ist die EU Schuld, nie die Mitgliedsstaaten, hab ich nicht Recht?

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Mein Graz
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@gagerrl490

Bist du deppat! Ist das ein doofer Kommentar!

1. Hast schon mal was von Verhüterlis aus Naturkautschuk gehört?
2. Es gibt andere Verhütungsmethoden.

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mostlant
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Unser Regierung macht das ,was die EU schon längst tun hätte sollen,

und es freut mich ,dass Österreich eine Vorreiterrolle mit diesem Verbot übernehmen wird; bin mir sicher, dass Österreich in der EU als Katalysator fungieren wird und endlich auch andere länder bzw die gesamte EU reagieren und handeln wird müssen. Danke Kurz u Co.

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X22
1
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Bleiben wir lieber bei der Wahrheit, als irgendwelche Gschichterln darüber zu erfinden

EU-Parlament stimmte Plastiksackerl-Reduktion zu (vom 28.04.2015, 13:34 Uhr, Wiener Zeitung)
100 Milliarden Stück Jahresverbrauch in der EU sollen bald Geschichte sein.

Straßburg. Eine EU-Richtlinie, die den Verbrauch von Plastiksackerln mindern und damit vor allem den Lebensraum Meer schützen soll, ist am Dienstag vom Europaparlament angenommen worden. Für die EU-Staaten bedeutet dies eine verpflichtende Reduktion der Sackerln bis Ende 2019 sowie das Ende der kostenlosen Abgabe bis Ende 2018. Beim Verbrauch ist Österreich schon jetzt fast auf Kurs.

100 Milliarden Stück beträgt der jährliche Verbrauch an Tragetaschen aus Plastik in den EU-Staaten, so die Zahlen der EU-Kommission aus dem Jahr 2010 - und die große Mehrheit davon, nämlich 89 Prozent, wird nur einmal verwendet. "Die Sackerln werden dann zum Problem, wenn sie weggeworfen werden", sagte Margrete Auken, zuständige Chefunterhändlerin des Parlaments und Abgeordnete bei den dänische Grünen, am Tag vor der Abstimmung gegenüber Journalisten.

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X22
2
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Somit kannst dir das "Danke Kurz u Co." einrahmen und unter Fakenews an die Wand hängen

.

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selbstdenker70
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...

Ein Papiersackerl wo man sein Plastikzeug einpacken kann...heuchlerisch. wir importieren täglich mehr Plastikteile aus China, als wir in 5 Jahren an Plastiktüten wegwerfen können.

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X22
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Wie oft haut wer seinem Laptop, den Blumentopf oder die Innenverkleidung des Autos einfach irgenwo in der Natur weg

Diese Dinge werden nicht einfach irgenwo entsorgt, hingegen findet man vom Sackerl, über Flaschen, Einwegverpackungen überall in der Natur, selbst ich frage mich, wenn man ein paar Stunden in unwegsamen Gelände unterwegs ist, wie kommt ein Jogurtbecher mit Ablaufdatum 2016 hier hin, geht man die Mur entlang kannst alle paar Meter Plastik finden, naja Laptops und Innenverkleidungen habe ich noch keine gesehen, Blumentöpfe woll und komisch ist, das ein paar Meter entfernt ein großer Baumarkt steht

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Mein Graz
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@selbstdenker70

Klar. Jeder von uns hat Kunststoff im Haushalt - sonst würden wir je etwa gar nicht auf dem hier vorliegenden Weg kommunizieren können!

Der Wegfall der Plastiktragtaschen und Plastik-Obst und Gemüsesackerl ist zumindest ein Beginn.

Jeden Kunststoff wird man nicht aus dem Alltag entfernen können, es fehlen die Alternativen.

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eadepföbehm
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Alternativen

Aber dass die so Umweltfreundlichen Energiesparlampen, im Gegensatz zu den Glühbirnen aus früherer zeit, die in einer einfachen Pappendeckelschachtel verpackt waren, jetzt in ein massives Plastikgehäuse eingeschweisst werden entbehrt doch jeder Logik.

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ratschi146
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Ab 2020.....

..... wenn wir wollten, könnten wir es früher umsetzen. Alternativen zum Plastiksackerl gibt es und hat es gegeben.

Bin neugierig welches Unternehmen es als Erster probiert. Diesen Imagevorsprung gönnt kein Marktbegleiter dem anderen.
Freu mich drauf, dann die dazugehlrige Werbeschlacht auch allen Kanälen zubeobachten.

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2a20bb3e96a90e7e7885ffc9bfc7f636
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Das ist das erste Gscheite, daß von dieser

Regierung kommt. Nach einem Jahr!!! Es wird vermutlich auch das Einzige bleiben.

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Hildegard11
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Plastik

Erst wird alles in Plastik gehüllt . Glasflaschen sind kaum noch erhältlich. Auf einmal werd'ma dann gescheid.

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voit60
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Endlich

Mal was Vernünftiges von dieser Truppe.

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fersler
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natürlich

ist das ein wichtiges Thema das zu lösen ist.
Beim Rauchverbot aber, das unmittelbar jährlich viele Menschenleben retten würde und von knapp 1,- Mio Österreichern im Volksbegehren unterstützt wurde, bleibt man blind und taub !!

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Eyeofthebeholder
20
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Und was ist dann die Alternative? Papiersackerl?

"Die Ökobilanz der Papiertüte ist nicht besser als die der Plastiktüte. [...] Denn wer weiß schon, dass die Herstellung fast doppelt so viel Energie benötigt. Hinzu kommt die deutlich höhere Belastung von Luft und Wasser durch Stickoxide, Schwefeldioxide und andere Chemikalien, mit denen die Zellstofffasern behandelt werden müssen."

Quelle: "Der BAYERN 1 Umweltkommissar"

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carpe diem
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Vieles geht auch ohne Papier.

Nicht alles muss verpackt werden, Obst oder Gemüse kann man in einer Stofftasche genauso gut transportieren. Um nur EIN Beispiel zu nennen.

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compositore
2
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@carpe diem

Genau, auch das WC-Papier nur mehr in offenen Rollen kaufen, besser noch die Tageszeitung wie in den 50ern im Häusl verwenden, das wäre umwelfreundlich!

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Mein Graz
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@Eyeofthebeholder

Ja. Die Alternative ist Papier.
Auch wenn die Herstellung bisher ökologisch zweifelhaft ist, die Dauerbelastung durch Mikro-Plastik würde sich reduzieren. Denn im Gegenteil zu Kunststoff verrotten unbeschichtetes Papier vollständig.

Ergo muss die Regierung auch beschichtetes Papier verbieten!

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Mein Graz
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Das erste wirklich gute Vorhaben dieser Regierung!

Ich vermisse beim Einkaufen bei fast allen Handelsketten das gute alte (alternative) Papiersackerl etwa bei Obst und Gemüse.
Beim Diskonter bekommt man sogar Bio-Waren nur in Plastikverpackungen! Dort nehme ich dann die meist teureren unverpackten Waren und gebe in ein einziges Plastiksackerl die unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten. Bei der Kassa muss ich sie dann halt raus nehmen, aber das ist ja kein Aufwand!

Ich hoffe wirklich, dass dieses Gesetz nicht nur ein Vorhaben bleibt und ohne Ausnahmen eingeführt wird. Denn Ausnahmen wären wieder einmal ein Kniefall vor der Industrie.

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rero03806
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.

Beim Hofer sind zumindest die meisten Bio Sachen schon in einer biologisch abbaubaren Folie verpackt. Das sieht nur aus wie normale Kunststofffolie.

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wiesengasse10
14
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Das klingt gut...

...alles in ein Plastiksackerl ! Aber: wie wirst du's dann machen ? es gibt KEINE Plastiksackerl mehr !?

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Mein Graz
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@wiesengasse10

Ich schreibe ja, dass ich die Papiersackerl vermisse! Und jetzt muss ich halt ein Plastiksackerl nehmen - wobei ich meistens meine "alten" von zu Hause mitbringe.
Und wenn die Plastiksackerl verboten werden (was schon längst überfällig ist) gibt es ja endlich eine Alternative.

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ego57
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Man muss auch nicht ein Plastiksackerl nehmen,

wenn man , wie ich das mache, immer mit Korb und/oder Stoffsackerl einkaufen geht! Und wenn man gar nichts mit hat, tut's auch ein leerer Karton aus dem Geschäft....

Das Plastiksackerl kann man bewusst verweigern, schlimm sind die vielen einzeln in Plastik verpackten Sachen...(Vor einem Jahr hab ich z.B. eine sehr gute Schokolade gekauft - in Papier verpackt - heuer wird sie in Plastik angeboten???), - da wird einem das Plastik ja geradezu aufgezwungen!
Ganz schlimm finde ich Blisterverpackungen: auf bekommt man sie nur mit Gewalt und dann den Karton restlos vom Plastik zu trennen ist beinahe unmöglich...
Grundsätzlich ist das Aus für die Sackerln ein guter Anfang und die erste gute Idee dieser Regierung überhaupt, sofern man dann nicht noch mehr Einzelverpackungen "erfindet".

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kleinalm
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Na endlich....

Sehr Gut!

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Elli123
13
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Plastiksackerl-Verbot

Wann kommt endlich das totale Plastikverbot?

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GuentAIR
1
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Totales Plastikverbot?

Schon mal überlegt, was alles aus „Plastik“ ist?
Räumen Sie doch mal alles in ihrem persönlichen Umfeld weg, was aus „Plastik“ ist.

Plastiksackerlverbot finde ich allerdings sehr gut.

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Mein Graz
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@Elli123

Das ist praktisch unmöglich.
Jeder hier im Forum weiß, dass ich mit dieser Regierung absolut nichts am Hut habe, aber diese Forderung könnte keine Regierung umsetzen - und das liegt nicht an Türkis-Blau.

Das tägliche Leben beinhaltet einfach zu viel, was aus Kunststoff ist. Sei es der beschichtete Henkel vom Kochtopf, der Lack auf der Heizung, die Kuscheldecke beim Fernsehen (der ja auch aus Kunststoffteilen besteht), ganz zu schweigen von Bekleidung und Schuhen, Elektro- und Elektronikgeräten.
Sogar Leute die Plastik-freies Leben ausprobiert haben haben festgestellt, dass es fast unmöglich ist, Kunststoff zu entkommen.

Um deine Forderung erfüllen zu können, müssten erst Alternativen gefunden werden.

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Jansky
4
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Na endlich...

Hoffentlich bleibt nicht beim planen.

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