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Im Journal zu GastMoosbrugger: "Bisherige EU-Fördergelder halten"

Landwirtschaftskammer-Präsident "Im Journal zu Gast": Erwarte mir Rückgrat der österreichischen Verhandler. Gegen Förderungen für industrielle Agrarbetriebe.

INTERVIEW: JOSEF MOOSBRUGGER
Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger © APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Der neue Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger will sich dafür einsetzen, dass die EU-Subventionen für die österreichische Landwirtschaft nicht gekürzt werden. "Wir verlangen eine gemeinsame Agrarpolitik, die letztendlich darauf Rücksicht nimmt, dass die bisherigen Leistungen auch in Zukunft abgegolten werden", sagte er am Samstag in der Ö1-Radioreihe "Im Journal zu Gast".

Bei den Verhandlungen über das künftige Fördervolumen "erwarte ich mir Rückgrat der österreichischen Verhandler", erklärte Moosbrugger: "Wir wollen das bisherige Volumen auch in Zukunft aus dem europäischen Topf wieder nach Österreich bringen."

Bei der Vergabe der nächsten Fördergelder müssten Kriterien der Nachhaltigkeit stärker berücksichtigt werden, argumentierte Moosbrugger und sprach sich gegen Förderungen für industrialisierte landwirtschaftliche Betriebe aus. Er fordert darüber hinaus einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern, hin zu nachwachsenden Rohstoffen. Auch der Bodenschutz und die Reduktion des Bodenverbrauches müssten forciert werden. "Sonst wird die Wettbewerbsfähigkeit und besonders die Lebensmittelproduktion in Österreich in Gefahr sein."

Von der aktuellen Hitze und Trockenheit seien die Bauern die am stärksten betroffene Berufsgruppe. "Im Moment ist es so, dass den Grünland-Bauen das Futter für die Tiere ausgeht, in der Almwirtschaft fehlt das Wasser, das täglich notwendig ist fürs Vieh. Das sind Herausforderungen, die nicht alltäglich sind."

Kommentare (2)

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Lupoo
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Einerseits

wollen die Bauern als Unternehmer angesehen werden, andererseits soll ihnen das Geld zu einem schönen Leben über Förderungen geschenkt werden - dieser Unsinn muß endlich eine Ende haben.

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Geerdeter Steirer
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Solche Förderungen sind ein purer Unsinn,

jeder Betrieb muss sich aus geschäftlicher sowie wirtschaftlicher Hinsicht selbst erhalten und finanzieren können !
"Einzige Ausnahme" sollte eine Hilfe und Unterstützung bei Unwetterschäden sein, ansonsten bereichern sich Großbetriebe sowie die Megabetriebe welche die lokalen und nationalen kleinen Betriebe schlucken und ruinieren.
Die Großen reißen sich die ertragreichen Gebiete unter den Nagel und die kleineren können in der "Steppe" bzw. in nicht ertragreichen Gebieten ihr Auslangen finden, Geld und Gier beherrscht dieses Thema und da gehört angesetzt !

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