AsylEdtstadler: Keine Privatquartiere für Asylwerber

Staatssekretärin Karoline Edtstadler (ÖVP) will Asylwerber bis zum Abschluss ihres Verfahrens nicht mehr in privaten Quartieren unterbringen, lehnt aber auch die von der FPÖ vorgeschlagenen Großquartiere am Stadtrand ab.

Karoline Edtstadler
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"Wenn klar ist, dass jemand asylberechtigt oder subsidiär schutzberechtigt ist, ist es erwünscht, dass diese Personen in die Mitte unserer Gesellschaft geholt werden", sagte Edtstadler im Gespräch mit dem Kurier. Bis dahin aber sollten die Menschen nicht in privaten Quartieren untergebracht werden, sondern in eigens dafür bereitgestellten Sammelquartieren. Damit wolle sie nicht nur die Beschleunigung des Verfahrens erreichen, sondern auch Integration verhindern, die im Falle einer Abschiebung zur Belastung für die Asylwerber und für die Beamten führen.

Edtstadler wandte sich in dem Gespräch aber auch gegen die von der FPÖ ins Spiel gebrachten Großquartiere am Stadtrand Wiens. Diese würden nur zu mehr Delinquenz führen, meint sie. Was das für die 22.000 in Österreich lebenden Asylwerber bedeutet, wolle die Regierung bei ihrer am Donnerstag beginnenden Klausur in Seggau beraten, sagte Edtschlager. "Das Ziel sollte sein, niemanden übersiedeln zu müssen, sondern die Verfahren vorher abzuschließen." Die Größe der nötigen Quartiere hänge davon ab, ob es gelinge, die illegale Migration zu stoppen.

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Danke für Ihr Verständnis.

Zeitgenosse
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Da werden

einige Unternehmer bzw Vermieter keine Freude haben.
Haben ja ganz gut daran verdient.

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X22
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Naja es gibt ja einige Firma die sich auf die Betreuung von Flüchtenden spezialisiert hat,

man müsste jetzt nur wissen wie weit diese Kontakte zur Regierung haben.
Bsp. die Firma ORS, die Millionen € Umsätze mit Flüchtenden macht.
Ohne Firma oder Organisation mit Struktur wird es nicht funktionieren, bin gespannt auf diese und deren Verbindungen.

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Mein Graz
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@Zeitgenosse

Naja, alles ist relativ.
Es mag stimmen, dass da manchen ganz gut verdient haben, das kann ich nicht beurteilen.
Andererseits stellt sich die Frage, wie und wo die Betroffenen untergebracht werden. Sind die Quartiere vorhanden oder müssen sie erst gebaut werden? Ist die Betreuung preisgünstiger als bei den Privaten? Wie werden die Asylwerber zusammengewürfelt, dass es nicht zu vorprogrammierten Konflikten zwischen den Ethnien kommt?

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hunti1
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Finde den Vorschlag gut

Das Asylverfahren in einem von Staat/Land oder privat geführten Asylheim abzuwarten, dort für das Interview und weitere behördliche Schritte stets greifbar zu sein und damit das Verfahren abzukürzen: Was ist daran so verwerflich und so grottenhaft schlecht? Die Situation für privat untergebrachte Asylwerber, die sich zu integrieren beginnen, letztlich aber im Sinne der Genfer FlüchtlKonv keinen Aufenthaltstitel bekommen (keine Kriegsflüchtlinge), ist natürlich problematisch. Weil sie täglich signalisiert bekommen, dass sie eh bleiben dürfen - und dann ist von heute auf morgen alles anders und sie müssen wieder zurück. Dann schalten sich über Kindergarten, Schule, Pfarrer, Gemeinde und Fußballvereine ein und fordern lautstark ein Bleiberecht, obwohl das Verfahren dagegen spricht. Allein um diese Enttäuschungen und Auseinandersetzungen zu verhindern, findet der Vorschlag der Staatssekretärin meine volle Zustimmung.

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Mein Graz
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Jetzt versteh ich gar nichts mehr.

Einerseits wird immer laut getönt, dass sich Flüchtlinge nicht integrieren WOLLEN.

Andrerseits ist da einen Politikerin, die sagt, Integration soll verhindert werden, damit es "keine Probleme bei der Abschiebung" gibt.

Da wird also schon von Anfang an davon ausgegangen, dass ein Asylwerber ja sowieso keinen Aufenthaltstitel bekommt und er abgeschoben wird! Ist das jetzt schon eine versteckte Weisung an die bearbeitenden Beamten, oder wie ist das zu verstehen?

Wenn die Ministerin tatsächlich Integration wünschte, wäre die Mehrzahl der Asylwerber in Kleingruppen und/oder in privaten Quartieren untergebracht, mit möglichst engem Anschluss an die Österreicher. Alles andere funktioniert nicht! Sammelquartiere verhindern die Integration und fördern Zwistigkeiten zwischen den dort untergebrachten Menschen!

Wie mir scheint, ist Integration bei Türkis keinesfalls erwünscht. Und wenn dann die Leute nicht integriert sind, heißts natürlich wieder: die WOLLEN sich ja gar net integrieren!

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Feja
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Naja.. Das sehe ich schon ein wenig anders

Immerhin ist es ja leider so, dass laut Gesetzt nur wenige der Asylwerber auch wirklich asylberechtigt sind. Wenn die dann - so wie es bis jetzt war, nach jahrelangem Asylverfahren einen negativen Bescheid bekommen und sich aber ( vielleicht noch mit Kindern) gut integriert haben und dann abgeschoben werden, ist das mM nach wirklich unmenschlich. Also Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass adäquate staatliche Quartiere mit Unterricht für die Kinder geschaffen werden sollten und die Verfahrensdauer auf maximal ein Jahr verkürzt wird. Danach die berechtigten rasch integrieren und für diejenigen der Anderen, die hier arbeiten wollen und auch gebraucht werden andere legale Aufenthaltsmöglichkeiten finden.Wenn das Möglich wäre ( woran ich aber bei meinen Erfahrungwerten mit den Regierungsparteien nicht glaube) dann wäre das eine Verbesserung zur Ist-Situation.

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Mein Graz
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@Feja

2016 lag die Anerkennunsquote bei Asylanträgen bei 47,7%, 2017 bis Ende Oktober bei 50,7%. Das erscheinen mir keine geringen Prozentsätze.
Dass die Asylverfahren viel zu lange dauern ist klar, es geht nicht an, dass Menschen jahrelang in der Luft hängen! Ich persönlich kenne einen Fall, in dem die Bearbeitung 8 (!) Jahre dauerte, das ist unmenschlich!
Bedenken sollte man Unterbringung in Massenquartieren und gewünschter Nicht-Integration, dass diese Jahre, in denen auf einen Asylentscheid (der dzt. immerhin zur Hälfte positiv ausfällt) nicht nur für die Menschen, sondern auch für den Staat verloren sind, wenn die Integration erst nach Beendigung des Asylverfahrens beginnt!

Man kann doch nicht Menschen, nur weil sie vielleicht einen negativen Bescheid erhalten, einfach vom Leben in der möglicherweise neuen Gemeinschaft ausschließen!

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Feja
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Da bin ich voll deiner Meinung

Deswegen hab ich ja auch geschrieben, dass ich diese Maßnahme nur dann gutheiße, wenn es eben auf max. ein Jahr beschränkt bleibt. Noch besser wäre nat. 6 Monate. Das es mittlerweile 50% positive Brscheide sind wusste ich ehrlich gesagt nicht, finde aber für die verbleibenden 50% ist es dennoch besser sich nicht zu integrieren. Weil es dann eben zu vorprogrammierten menschlichen Dramen kommt.

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Mein Graz
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@Feja

Das Problem liegt m.E. in erster Linie wirklich an der viel zu langen Bearbeitungszeit für Asylanträge, hier gehört einmal wirklich eine gravierende Änderung herbei geführt.

Natürlich ist es schwierig für Menschen, die schon begonnen haben sich zu integrieren, das Land zu verlassen, und je länger der Bearbeitungszeitraum ist, desto schwerer wird das.
Allerdings weiß man ja vorher nicht, welche 50% einen negativen Bescheid erhalten, und so müsste man zwangsweise ALLE Bewerber von Integration abhalten. Und das ist wiederum unmenschlich und schadet nicht nur der Einzelperson sondern der Allgemeinheit.
Eine schwierige Situation. Trotzdem würde ich eher für eine früh beginnende Integration eintreten, auch wenn das für so manchen eine besondere Härte bei der Abschiebung bedeutet.

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epkf8s63tr5saly2y7gvbd84r8hlikd7
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@mein graz

Ein Asylwerber wartet ja auf den Ausgang ob er überhaupt Asylberechtigt ist? Eine Integration ist wünschenswert und richtig, aber zum richtigen Zeitpunkt (sprich Asylberechtigter). Notwendig wird es sein, die Verfahren zu beschleunigen!

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Lodengrün
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Ich grüble

wie sich der Großvater von Strache verhalten hätte wenn ihm der Umgang mit der Bevölkerung untersagt worden wäre. Integrationsminister a.D. bitte melden.

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scionescio
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„sondern auch Integration verhindern“ - und ich dachte immer, dass integrierte Menschen ein Gewinn für die Gemeinschaft sind ...

... aber vermutlich bin ich da zu naiv: Ausländer/Flüchtling bleibt Ausländer/Flüchtling, egal ob er integriert ist oder nicht - sonst gebe es ja plötzlich nichts mehr, wogegen man hetzen könnte und so die schlichten Wähler hinter sich vereinen könnte.

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Irgendeiner
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Isolieren ist immer kontraproduktiv, von gefährlichen Rechtsbrechern

mit Dachschaden mal abgesehen. Und Frau Edtstadler, sie sind Juristin, Richterin gar,für sie gilt da keine Unschuldsvermutung wie für Studienabbrecher oder Publizisten, definieren Sie mir illegale Migration, nach dem Recht welchen Landes und welche Gesetze werden da wann gebrochen,jetzt, ich wills wissen, lösen sie den Anspruch ein!

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procontra
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so ein...

blödsinn!

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Jak39
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*procontra

B I N G O ! Manche Kommentare sind jenseits d. Schmerzgrenze.

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Irgendeiner
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Gib die Hoffnung auf,

was immer Du sagst berührt mich nicht, es ist so leer, Schmerz kannst bei mir nicht induzieren,nur Hunger,man lacht.

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Irgendeiner
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So wollte ich es nicht formulieren

aber ja, daß einer der in Syrien loshampelt illegal sei wie Basti frech meinte sei wo unser Recht gar nicht gilt und daß einer der bei uns Asyl sagt und damit einen Rechtsstatus erwirbt illegal sei ist Blödsinn und vielerlei mehr.Und ich möchts von der Fachfrau erklärt haben,öffentlich.

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UVermutung
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Illegal wegen Dublin II

Bin aber kein Fachfrau

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Irgendeiner
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Nein das bist Du wohl nicht,

denn Dublin II regelt nicht ob einer legal oder illegal ist sondern die Zuständigkeit und daß man für den nicht zuständig ist sagt nicht, daß der illegal sei sondern nur, daß wer anderer das Prozedere durchzuführen hätte, denn wenn der illlegal wäre, wäre er abzuschieben und niemand wäre zuständig,verstehst.Und weißt, wenn pensionierte Publizisten und Studienabbrecher irgendwas von illegal schwafeln, erwisch ich sie nicht,weil die sich immer drauf rausreden können sie hätten Schlampsprech gemacht und nur ihrer Emotivität Ausdruck verliehen, die ist aktive Juristin, die muß wissen was sie sagt und da ich nicht sehe, daß irgendwer über die grüne Grenze sickert und als U-Boot lebt und jeder der Asyl sagt einen Rechtsstatus hat bis er abgewiesen ist und cdann war er jedenfalls beim Kommen nicht illegal will ich wissen woma illegale Migration haben, von der, jetzt!

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