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Ökonom zerpflückt SteuerpläneKurz-Kritik ein Renner im Netz

Ungeheure Resonanz erzeugte das Video, in dem der Ökonom Stephan Schulmeister das Wahlprogramm der ÖVP kritisiert. Die grüne Ulrike Lunacek blickt zurück auf ihre Vergangenheit als Sportlerin, und auch Sebastian Kurz (ÖVP) setzt wieder aufs Persönliche.

PODIUMSDIKUSSION 'KLEINER BESSER ODER ANDERS': SCHULMEISTER
Stephan Schulmeister © APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Am 15. September wandte sich der Ökonom Stephan Schulmeister in einem Video am Kontrast-Blog (der vom SPÖ-Parlamentsklub betreut wird) an die Wähler und kritisierte die Steuerpläne der ÖVP scharf. Der Beitrag wurde mit über 600.000 Aufrufen auf Facebook bis Sonntagfrüh zum Renner in den sozialen Medien.

Nirgends sei der Unterschied zwischen Verpackung und Inhalt so groß wie bei der ÖVP, urteilte Schulmeister. Er rechnet vor, dass die ÖVP-Vorschlage auf eine Belastung von jenen 50 % der Bevölkerung hinauslaufen, die ein niedriges Einkommenhaben, und im Gegensatz dazu eine Entlastung der Gutverdiener zur Folge haben. Außerdem progostiziert der Ökonom, dass die geplante Steuersenkung den Sozialstaat 15 Mrd. Euro kosten würde.

 

Sportlich in Türkis und Grün

Eine Gemeinsamkeit haben Ulrike Lunacek (Grüne) und Sebastian Kurz (ÖVP) nun doch: In ihren neuen Videos setzen sich auf das Sportliche, Kurz zu Lande und Lunacek zu Wasser.

Nicht einmal eine Woche nach der Veröffentlichung des Videos über Kurz' Kindheit am Bauernhof und seine Schulzeit in Meidling zeigt die "Neue Volkspartei" ihren Spitzenkandidaten noch einmal von der persönlichen Seite. Der erste Film wurde bis Sonntagfrüh auf Facebook und YouTube über eine Million Mal aufgerufen. Das neue Video soll in den letzten drei Wochen vor der Wahl auch im Fernsehen und im Kino gezeigt werden. Dieses Mal geht es in die Berge.

Im Video der Grünen sieht man Ulrike Lunacek ihre Bahnen im Schwimmbecken ziehen und hört, welche Politik sie sich für Österreich wünscht.

 

 

Kommentare (50)

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nickname
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Schulmeisters Kinderabsetzbeispiel

...verstehe ich nicht:
Die 3.000,- für die beiden Kinder gehen ja nicht von der Steuer (im Beispiel 3.000,- p.a bei 2.500 Einkommen p.m.) weg, sondern von der Bemessungsgrundlage, also den 14x2.500=35.000,-, die sich dadurch auf 32.000,- verkürzt, sodass die tats. Steuerersparnis lediglich ca. 260,- ausmacht (statt der insinuierten 3.000,-). Insofern ist die Ersparnis im Beispiel viel geringer, dafür aber auch für Einkommen unter dieser "magischen Grenze" von 35.000,- vorhanden.

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NikoHorn
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Sie wurden...

...im Video mehrfach aufgefordert, sich die ÖVP-Broschüre zu besorgen, um sich selbst ein Bild machen zu können. Ich gehe davon aus, dass Sie das nicht getan haben. Ansonsten wüssten Sie, dass die ÖVP tatsächlich den von Schulmeister erwähnten Steuer-Bonus (und nicht bloß einen Steuerbemessungsgrundlagen-Bonus) verspricht.

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Lodengrün
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Sorry ÖVP

aber all das was Euer Jungstar da in die Öffentlichkeit gesetzt hat sind Luftblasen die nach und nach platzen. Eure Alten hätten das nachrechnen sollen was er da von sich gab, aber mangels Können oder Wollen taten sie das nicht. Jetzt löst sich die ehemals stolze ÖVP, die namentlich gestern in der Stadthalle nicht einmal mehr genannt wurde, sukzessive auf.

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kilroy
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@Lodengrün - Sorry ÖVP

Wie schnell doch die Zeit vergeht, werter Lodengrün! Seit Ihrem Posting sind genau 2 Wochen vergangen und die Frage, welche "ehemals so stolze" Partei sich nicht sukzessive, sondern mit kakanischem Pauken- und Trompetengetöse aufgelöst hat, stellt sich nicht mehr...
Immerhin: In einer Woche haben wir's endlich hinter uns. Und wir alle können nur hoffen, dass bis dahin nicht die ganze Republik in Scherben liegt. Die größte Angst müssen wir wohl vor der in der kommenden Woche noch stattfindenden Nationalratssitzung haben!

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docholliday
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Re: Sorry ÖVP

Ein roter
Ökonom halt, bitte lasst uns das probieren weil, alles andere hat auch nicht funktioniert

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t4iodsg2mub0cw7fz3r9qcw2dogdsv2z
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@doc

Sicher, dass du was probieren willst, das uns 15 Milliarden kosten könnte? Ich weiß nicht so recht, ob man so zum probieren 7,5 Jahre der Kosten für Asylwerber verschwenden will, damit man danach draufkommt: Oh, hat doch nicht geklappt...

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helmutmayr
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Bis auf die

Regierung Schüssel hatten die Roten immer den Kanzler gestellt und somit die Führerschaft. In dieser Zeit haben sie es geschafft eine Vermögens- und Einkommensverteilung zu generieren die den Angestellten des Mittelstandes den Graus aufsteigen lässt. Nicht weil die Reichen keine Steuern zahlen, das Argument zieht bei einigen wenigen internationalen Konzernen, sondern weil die Kosten des Staates ausufern und seit Jahren keine vernünftigen Reformen angegangen wurden. Es ist in diesem Land noch nie gelungen einen Budgetüberachuss zu erwirtschaften. Das ist im Vergleich zu unseren Nachbarn auch einzigartig. Vor allem bei dieser Steuerquote und dem absoluten Steueraufkommen.
Der rot, rote Volkswirt Schulmeister sollten seinen eigenen Mannen einmal erklären wie Ökonomie so funktioniert. Es wird ansonsten das Ganze eine griechische Tragödie deren österreichische Uraufführung nicht mehr allzulange auf sich warten lässt.
Was tun wäre, kann man beim Rechnungshof erfragen. Da brauchts keine bestellten Studien von der London School of Economics für smarte € 600.000.

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unterhundert
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Sie helmut...

vergessen, mit wem, oder wer Blockiert den diese Regierung andauernd? Es sind doch meistens die Schwarzen, mit Hilfe der kleineren Parteien, die eine Reform nicht zu lassen. Dass die Schwarzen, jetzt um lackierten Pinken nicht für den Mittelstand, sondern für Industrielle un Bauern sind, weiß doch seit es diese Partei, egal wie sie sich anstreicht , eigentlich schon jeder.

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astso
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völlig abgehobenes posting mit schwarz, schwarzer Brille

wenn man bedenkt, dass die spö keine Alleinregierung stellt ist es schon billig alles dort hinzuschieben . Die bekannten Blockadenthemen der övp sind bekannt.
Das övp Programm ist wirklich schwach, diese wird durch die Oberflächlichkeit von Kurz untermauert.

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cindymax1
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Einkommensverteilung

und wie lange stellten die Schwarzen den Finanzminister?

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helmutmayr
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Man hätte

es anders gestalten können. Und seien wir doch ehrlich: Der Finanzminister trägt die Zahlen der Ressorts zusammen. Gestaltet wirds von diesen.

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cindymax1
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soso

ganz was Neues.

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sapientia
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helmut, an Ihnen scheint völlig vorübergegangen zu sein, dass der BK in Österreich über KEINE Richtlinienkompetenz verfügt,

d.h. er kann den Ministern genau NICHTS vorschreiben.
Vielleicht erinnern Sie sich, welche Partei seit fast 20 Jahren den Finanzminister stellt, welcher die Steuern einhebt?
Erraten, jene ÖVP, welche jetzt zum Kurz-Wahlverein verkommen ist!
Wenn Kurz und die Effen Ihre o.g. "Führerschaft" übernommen haben werden, wird Österreich vielleicht einen Budgetüberschuss erwirtschaften, aber nur auf Kosten derer, welche sie jetzt wählen - die dümmsten Schafe wählen ihre Schächter bekanntlich selbst ...

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vn7uh2nunsz5hmyemj1babn8iwd0wglo
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schulmeisterlich

Da sitzt ein Volkswirt vor der Glaskugel. Und er sieht, wie die bösen Kapitalgesellschaften ihre Gewinne nicht in Realinvestitionen sondern in Finanzinvestitionen fließen lassen werden. Und jetzt frag ich mich als einfacher Bürger: warum sind Finanzinvestitionen lukrativer? Könnte es sein dass der sogenannte "Sozialstaat" mit seinen bürokratischen und steuerlichen Belastungen, lukrative Realinvestitionen verhindert. Und wenn ich das zu Ende denke, kann es sein dass sich der gescheite Herr Volkswirt gerade ein mächtiges Eigentor geschossen hat?

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KarlZoech
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@ gerhard2412: Nein, Herr Schulmeister hat sich kein Eigentor geschossen.

Warum Finanzinvestitionen (richtiger: Finanzspekulationen) mehr Rendite bringen als Investitionen in die Realwirtschaft? Weil leider ab den 1970er Jahren die Politik dies (weltweit) zugelassen hat, weil die Politik den Primat über die Geldwirtschaft abgegeben hat.

Bitte verfolgen Sie Stephan Schulmeisters Publikationen über längere Zeit zurück, Sie werden merken, wie sehr richtig er liegt.
(Alles andere würde jetzt den Rahmen dieser Postings sprengen.)

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vn7uh2nunsz5hmyemj1babn8iwd0wglo
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@KarlZoech

Ich kann mich ja irren, aber waren in Europa seit den 70er Jahren nicht auch Sozialdemokraten in Regierungen. Sind nicht die meisten Staaten hoch verschuldet. Und wird nicht nach dem Gießkannenprinzip Steuergeld als "Sozialleistung" über die Bürger ausgeschüttet. Hab ich da was mit den Wahlzuckerln falsch verstanden (und damit mein ich nicht einmal die geradezu kriminelle Forderung nach Gratisführerscheinen). Warum hat denn die Politik die Schulden in solche Höhen steigen lassen, dass die Regierungen jetzt handlungsunfähig sind und sich von Banken und Spekulanten erpressen lassen können. Gerade die Linken müssen es sich gefallen lassen, dass sie zu erheblichen Teilen an dieser Situation schuld sind. Dass Herr Schulmeister sich das nicht eingestehen will und jetzt mit der Moralkeule daherkommt, kann ich verstehen. Niemand gibt einen Fehler gerne zu. Nur das er zugeben muss, dass man im Sozialstaat Österreich nicht mehr in Realitäten investieren will, nenn ich ein klassisches Eigentor.

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Planck
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Ich denke, der Schulmeister hat einen Fehler gemacht,

als er seinerzeit jahrelang studiert hat.
Wie man an Ihnen sieht, kann der "einfache Bürger" ohne Weiteres an Fachkenntnis mithalten, ein klein wenig Biertischqualität vorausgesetzt *gg

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vn7uh2nunsz5hmyemj1babn8iwd0wglo
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@Planck

Na, ganz umsonst wird's nicht gewesen sein. Prozentrechnen hat er gelernt. Das prozentuale Steuererleichterungen die, die mehr Steuern zahlen, mehr erleichtern, hat er ganz klar erkannt. Also tuns nicht über die Gschdudierten lästern.

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Planck
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I seh' schon ...

Sie sind wirklich von kapier *gg

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vn7uh2nunsz5hmyemj1babn8iwd0wglo
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@Planck

Können Sie mir die Frage beantworten. Warum sollen die Kapitalgesellschaften in Wertpapiere investieren, wenn Realinvestitionen lukrativer sind. Aus Bosheit? Die Sicherheit kann es nicht sein - Finanzinvestitionen sind auch nicht sicher.

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Planck
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Nein.

Ich bin kein Ökonom.

Das heißt, ich kann dazu selbst nichts scheiben.
Was ich aber kann, und deshalb auch tue, ist, die verschiedenen Papers der unterschiedlichen Verfasser zu verifizieren und gegenüberzustellen.

Und da schaut's für Schulmeister besser aus als für Heinrich Kurzens Beauftragte.
DAS ist nun eine Meinung; und -- wohlgemerkt -- keine in Stein (oder sonstwohin) gemeißelte Biertisch-Wahrheit™

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vn7uh2nunsz5hmyemj1babn8iwd0wglo
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@planck

Und ich hab mir das Schulmeister-Video angeschaut, und mich gefragt, warum in Wertpapiere investiert wird. (seit Jahren, wie der Ökonom versicherte - und das glaub ich ihm) Wenn nun die Investoren keine kompletten Versager sind, nehme ich an, dass es lukrativer ist, in Wertpapiere zu investieren als in Realitäten. (Sprich Aktien kaufen bringt mehr, als eine neue Fabrik zu bauen)
Und da frag ich mich warum das so ist. Und da der Herr Ökonom versichert, dass der Sozialstaat unter Kurzens Programm leidet, schließe ich daraus, dass wir in einem Sozialstaat leben. Und dann könnt ich mir vorstellen, dass das ein Grund ist, warum die KGes. in Österreich nicht in Realitäten investieren. Könnt natürlich auch am Wetter liegen. Und dazu brauch ich kein Ökonom sein. Hat mit Biertisch nix zu tun - oder.

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Lodengrün
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Er kann es eben, - der Kurz

Viele von uns würden sich nicht zutrauen ein Budget zu erstellen bzw. könnten es auch nicht. Er kann es. Diese Gaben, wie auch Makro- und Mikrozusammenhänge muss ihm wohl das Universum über Nacht eingespielt denn gelernt hat er das nicht. Und so stellt er sich hin und spricht über alles und jeden mit großer Lippe und führt die Unbedarften an der Nase rum.

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unterhundert
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nicht der Kurz, Lodengrün...

macht oder stellt das Budget, sondern seine Leute. Derzeit in aller Wahrscheinlichkeit der Ex Rechnungshof Chef.

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vn7uh2nunsz5hmyemj1babn8iwd0wglo
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@lodengrün

Manchmal hilft es wenn man z.B. Ökonomen fragt, wie die Zusammenhänge zusammenhängen. Deswegen gibt's ja Berater und Minister und Beamte und all so was. Damit der Chef nicht alles allein machen muss.

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Planck
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Ächt?

Und der Schulmeister ist keiner oder wie? *gg

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