Parteivorstand vorverlegtJetzt kämpfen Kurz und Kern darum, wer den Takt angibt

Sebastian Kurz definierte seine Bedingungen für die Übernahme der ÖVP-Führung. Die SPÖ will Neuwahlen möglichst lange hinauszögern. Die ÖVP verlegte den Parteivorstand am Sonntag vor - offenbar um es rechtzeitig bis zur Prime-Time im Fernsehen zu schaffen.

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BK KERN UND AM KURZ BEI UNO-GENERALVERSAMMLUNG IN NEW YORK: KERN / KURZ
Kern und Kurz: Für den Kanzler endet die rot-schwarze Zusammenarbeit "für eine sehr lange Zeit" © APA/BKA/ANDY WENZEL
 

Am Freitag ging es Schlag auf Schlag: VP-Außenminister Sebastian Kurz erhöhte die Schlagzahl, indem er Bedingungen dafür nannte, dass er die Partei übernimmt: Baldige Neuwahlen und volle Handlungsfreiheit in Bezug auf Inhalte und Personal.

SPÖ-Kanzler Christian Kern legte nach: Neuwahlen? Sicher nicht. Zumindest nicht so lange, wie er eine Mehrheit für Neuwahlen im Parlament verhindern kann.

Parallel dazu ritterten die beiden Kontrahenten um publikumswirksame TV-Auftritte. Das Journal zu Gast, die Pressestunde - wer darf wo? Der Kompromiss: Erstmals sind bei "Journal zu Gast" am Samstag im Radio gleich zwei Politiker geladen, Kanzler Christian Kern und Kurz-Vertrauter Staatssekretär Harald Mahrer.

Für den Sonntag verschaffte sich die Volkspartei auf den letzten Metern noch einen Vorsrpung, indem sie ihren Bundesparteivorstand vorverlegte. Statt um 18 Uhr wird jetzt um 16 Uhr begonnen. Und auch de Ort ist neu: Statt in der Politischen Akademie geht es jetzt in der Parteizentrale in der Lichtenfelsgasse zur Sache. Bis zur ZiB 1 um 19.30 Uhr hat man dann hoffentlich Nägel mit Köpfen gemacht, um im Fernsehen die neue Lichtgestalt zu präsentieren. Gast am Vormittag, in der ORF-"Pressestunde", ist Kern.

Wann wird gewählt?

Die Österreicher könnten schon bald wieder an die Wahlurnen gerufen werden. Nachdem Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) am Vormittag Neuwahlen zu einer Bedingungen erklärt hatte, unter denen er den ÖVP-Vorsitz übernehmen würde, sprach sich auch die FPÖ dafür aus: "Neuwahlen sind die sauberste Lösung zur Beendigung der unzumutbaren Dauerbaustelle namens Bundesregierung", so Generalsekretär Herbert Kickl in einer Aussendung. An der FPÖ würden Neuwahlen „daher auch sicher nicht scheitern“.

 

Die SPÖ mit Bundeskanzler Christian Kern hat andere Pläne. Wie Verkehrsminister Jörg Leichtfried gegenüber der Kleinen Zeitung erklärte, will Kern nach der Neuwahlansage der ÖVP mit wechselnden Mehrheiten weitgerregieren - zumindest so lange, bis sich im Parlament eine Mehrheit für Neuwahlen ausspricht und damit endgültig Neuwahlen erzwingt. De facto wäre das eine Minderheitsregierung mit Ablaufdatum.

Gegenüber der Tageszeitung "Die Presse" zeigte sich Kern indes sehr verärgert: "Wenn uns die ÖVP den Stuhl vor die Tür stellt, bedeutet das auch das Ende der rot-schwarzen Zusammenarbeit für sehr lange Zeit."

Die SPÖ attackierte Kurz aus vollen Rohren und kritisierte die Neuwahlforderung. "Kurz hat klar gemacht und aufgedeckt, warum die letzten Monate permanent blockiert worden ist. Es ist einfach nur darum gegangen, mutwillig Neuwahlen vom Zaun zu brechen", sagte SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder.

Leichtfried sieht durch Kurz' Neuwahlansage den Wirtschaftsaufschwung sowie den positiven Trend am Arbeitsmarkt gefährdet. "Wir haben den Aufschwung eingeleitet. Jetzt wäre es an der Zeit, ihn zu pflegen. Aber Sebastian Kurz stellt Eigeninteresse und Machtgelüste vor die Interessen der Republik. Sein Ego-Trip schadet dem Land", meinte Leichtfried.

Ähnlich äußerte sich der steirische Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer: "Die taktischen Spielchen des Trio infernale, bestehend aus Lopatka, Sobotka und Kurz erreichen nun ihren Höhepunkt", so Schickhofer. Dass Kurz das Angebot des Kanzlers zur Zukunftspartnerschaft ausschlage, sei der nächste Zug in einem Spiel am Rücken der Menschen.

"Kurz blamiert Österreich in der OSZE"

Scharfe Kritik kommt indes auch von der Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung der OSZE und außenpolitische Sprecherin der SPÖ, Christine Muttonen. Das Vorgehen des aktuellen OSZE-Vorsitzenden, Außenminister Kurz, sei "völlig unverantwortlich auch in Hinblick auf das außenpolitische Ansehen Österreichs", erklärte Muttonen in einer Aussendung. Seine Neuwahl-Ansage habe in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) für "Fassungslosigkeit" gesorgt. "Als finde ich es besonders besorgniserregend, dass hier Einzelinteressen über die Sicherung von Frieden und Stabilität in Europa gestellt werden", meinte die SPÖ-Außenpolitikerin.

Sebastian Kurz
Außenminister Sebastian Kurz: Unter zwei Bedingungen bereit, den Vorsitz über die ÖVP zu übernehmen Foto © AP

Nach langem Schweigen in der ÖVP-Obmanndebatte war Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag an die Öffentlichkeit getreten - um den parteiinternen Druck zu erhöhen. Er zeigte sich unter zwei Bedingungen zur Übernahme des Parteivorsitzes bereit: eine vorgezogene Neuwahl und so viel Macht über die Landesorganisationen und Bünde seiner Partei, wie sie vor ihm noch kein ÖVP-Chef hatte. Die Entscheidung, in welche Richtung ein Land sich bewegt, solle von den Wählern getroffen werden, so Kurz. "Ich glaube, vorgezogene Wahlen sind der richtige Weg", so der Außenminister.

Für kurzen Wahlkampf

Wie es in der ÖVP weiter geht, ließ Sebastian Kurz vorerst offen:  Das hänge davon ab, ob seine Vorstellungen "mitgetragen werden", sagte der 30-Jährige. Kurz: "Ein ÖVP-Chef muss die inhaltliche Richtung vorgeben und Personalentscheidungen treffen können". So wie bisher dürfe es jedenfalls nicht weitergehen. Eine Entscheidung soll es am Sonntag geben, wenn die Parteigremien tagen. Sollte er ÖVP-Obmann werden, wolle Kurz trotzdem noch einige Vorhaben mit der SPÖ umsetzen, hieß es aus Kurz' Umfeld gegenüber der APA. Der Wahlkampf solle dann kurz und fair im September stattfinden.

Erste Auswirkungen hat das nun mögliche Neuwahl-Szenario bereits. Das Schulautonomiepaket der Regierung lieg vorerst auf Eis. Zwar habe es deutliche Fortschritte in den Verhandlungen zwischen Bildungsministerium und Gewerkschaft gegeben, man wolle jedoch die politischen Entwicklungen der nächsten Tage abwarten. Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) wiederholte ihren Appell an Kurz: "Wir haben jetzt ein wirklich gutes Lösungsmodell am Tisch", betonte sie. "Wir müssen diese dringend nötige Reform durchziehen.

Das komplette Statement von Sebastian Kurz

Kurz erklärte weiters, er glaube jedem österreichischen Politiker, auch Kern und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache, dass er das Land weiterentwickeln will. Er gab jedoch zu bedenken, dass die letzten, die in Österreich gewählt worden seien, der frühere Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und sein Vize Michael Spindelegger (ÖVP) waren: "Danach gab es nur noch Parteientscheidungen, nicht mehr Wahlentscheidungen."

Es sei ihm "bewusst", dass es viele, auch in der ÖVP, anders sehen werden. Auch SPÖ-Chef Christian Kern könnte es anders sehen und vielleicht sogar eine Minderheitsregierung versuchen. Bewusst sei ihm auch, dass Neuwahlen "nicht sonderlich populär" sind und keiner die Schuld dafür tragen möchte.

Für Schützenhöfer steht Kurz als Chef fest
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Grüne wollen Antrag nicht vor Ende Juni zustimmen

Die Grünen rechnen zwar mit Neuwahlen, einem entsprechenden Antrag wollen sie aber nicht vor Ende Juni zustimmen, weil der Eurofighter-Untersuchungsausschuss in diesem Fall seine Arbeit einstellen müsste: "Für den Eurofighter-Untersuchungsausschuss ist der Termin eines Neuwahlbeschlusses zentral. Ab diesem Zeitpunkt können keine Zeugen mehr befragt werden." Auf Kurz' Auftritt reagierte Parteichefin Eva Glawischnig mit Unverständnis: "Kurz weiß zwar noch nicht, ob er Verantwortung übernehmen und ÖVP-Chef werden will, rasche Neuwahlen sind für ihn aber ein Muss."

Wer das Statement von Kurz und die im Raum stehenden Neuwahlen bisher nicht kommentieren wollte, ist Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Bei einem Termin in einer Wiener Schule wollte er sich - darauf angesprochen - nicht äußern.

"Ein Befreiungsschlag"

Die schwarzen Landeshauptleute, die in den vergangenen zwei Tagen in Alpbach konferierten, scheinen die Kurz-Bedingungen erfüllen zu wollen: Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer sagte, Kurz werde "alle Freiheiten haben, um ein guter Parteichef zu sein". Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bestätigte dies - und würde sogar theorethisch eine Bundesregierung ohne Niederösterreicher dulden, behauptet sie: "Es geht nicht um die Herkunft, es geht um die besten Köpfe", sagte sie im Rahmen der LH-Konferenz.

Schwarze Landeshauptleute voll hinter Kurz - Rote Landeshauptleute empört

Für Schützenhöfer steht Kurz jedenfalls als neuer ÖVP-Obmann fest.  Gleichzeitig schloss er sich dem Wunsch des Außenministers nach Neuwahlen an und sprach von einem "Befreiungsschlag". Auch die ÖVP Burgenland hat am Freitag ihre volle Unterstützung für Außenminister Sebastian Kurz bekräftigt. Kurz sei der "richtige Mann für Österreich", meinte Landesparteiobmann Thomas Steiner

Die SPÖ spricht sich indes immer noch gegen Neuwahlen aus: SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler attackierte den Koalitionspartner ÖVP. Noch vor der Erklärung von Kurz warf der Partei-Manager der ÖVP schandhaftes Verhalten vor. "Das Ausschlagen des Angebots, für Österreich und seine Menschen in einer Reformpartnerschaft zu arbeiten, zeigt den Charakter der aktuellen ÖVP-Führung", sagte Niedermühlbichler.

Zuvor hatte auch Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) den Außenminister attackiert: Im Rahmen der Landeshaupteute-Konferenz sagte er zur "Kleinen Zeitung", dass "sich Kurz sicher wieder vor der Verantwortung drücken und im Hintergrund agieren wird". Das habe er ja bis jetzt immer getan, so Niessl. Der SPÖ-Politiker wirft Kurz und der ÖVP nun vor, mit Neuwahlplänen "den Eurofighter-U-Ausschuss abdrehen zu wollen". Und wenn es gemäß aller Erwartungen im Herbst zu Neuwahlen kommt? "Vor Wahlen habe ich mich in meinem Leben noch nie gefürchtet", tönt Niessl. Auch Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) erklärte, dass er "kein Interesse an Neuwahlen" habe. Wiens Bürgermeister Michael Häupl allerdings rechnet dennoch mit Neuwahlen: "Wenn die ÖVP nicht will, ist das halt so. Aber es wird einen Tag nach der Wahl geben". Von einer Minderheitsregierung der SPÖ, wie Kanzler Christian Kern sie angeblich gerade andenkt, halten die roten Landeschefs übrigens wenig, wie sie im Rahmen der LH-Konferenz erklärten.

 

 

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Windstille
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Die SPÖ schwitzt,

weil sie genau weiß, was es heißt, wenn Kurz bei der ÖVP das Kommando übernimmt. Während der "Pizza-Kanzler" um den heißen Brei herum redet, spricht Kurz Klartext. Und das bringt auch einen Strache zu schwitzen, wie seine Facebook-Auszucker beweisen.

V5C2I2GMHTAQ3L7K
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Ich denke,

du täuscht dich beim Schweiß da ein wenig:
Hauptsächlich tritt der jetzt wohl bei St. Rache und den Kleinparteien auf.
Der Kanzlerbonus und der Wille, die Koalition weiterzuführen werden meiner Meinung nach den Kurz-Effekt ausgleichen.
Der Strache aber, der hat kaum irgendwas positives an das er sich klammern kann.

der wurm
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eins kann man ihm nicht absprechen...

der wille für erneuerung ist ungebrochen.

das kann man als schlechten charakterzug sehen, wenn jemand gut pokert. aus den richtigen motiven aber kann das schon was sein das österreich ein stück weiter bringt.

gefällt mir, wie der lausbub die schwarzen granden übern tisch zieht!
DAS talent für das wohl aller österreicher einsetzen....

edi99
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So stellt sich das der kleine „Wasti-Fantasti“ also vor: eine General-Vollmacht will er!

„Alles hört auf mein Kommando“, am besten Denk- und Sprechverbot in schwarzen Bünden und Ländern, und gleich im Voraus die Rute des Handtuchwurfs (USA) ins Fenster gestellt!

Der offenbar immanente Selbstzerstörungstrip der ÖVP würde als erstes die Ausschaltung von Dauerstörfunkern wie Lopatka, Sobotka und etlichen Hintergrundsaktivist/Innen erfordern – wie jedoch soll dies geschehen?

Mit seiner kruden Bestrafungsmanie (bei Integrationsverweigerung, Türkeiverhandlungen …) konnte er zwar auf seinem narzisstischen Profilierungstrip punkten, die neue Rolle würde jedoch exzellentes Teamplay bedingen.

Wenn ihn jetzt die VP-Landeshauptleute unisono als logischen Nachfolger preisen, klingt das eher wie eine gefährliche Drohung für mich.

V5C2I2GMHTAQ3L7K
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Eine Partei,

in der die Bünde, die Landesorganisationen und die Bundesorganisation die Richtung vorgibt.....sowas KANN funktionieren, die Wahrscheinlichkeit aber, dass alle in die gleiche Richtung ziehen ist unwahrscheinlich.

Die Forderungen sind nachvollziehbar. Wenn aber NICHT entgegen dem Brauch, vor Wahlen U-Ausschüsse abzubrechen, entschieden wird, dann wird diese Neuwahl bei allen außer Schwarz/Blau nur das Thema des Abbruches eines parlamentarischen U-Ausschusses haben - und das zu Recht! Und damit kann Bastis Rechnung nicht aufgehen, um gestärkt aus der Wahl zu kommen...

Dies wäre vor allem für die Kleinparteien DIE Möglichkeit, es irgendwie in den NR zu schaffen. Wenn das aber passiert, dann bekommt schwarz-blau keine Mehrheit.

Meine Prognose deshalb: Kommen Neuwahlen gibt's danach erst wieder rot-schwarz, weil sich anders keine Mehrheit bilden lassen können wird - denn weder Grün noch NEOS werden nicht daran denken, mit den Blauen gemeinsam in die Regierung zu gehen.

Planck
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Hehe.

"Es muas wos g'schegn, weil sonst geschieht's, dass nichts geschieht und g'rade das darf nicht gescheh'n, drum muas wos g'schegn" (Uralt-Schlager der Spitzbuam)

Der Gute stotzt nur so vor wilder Unentschlossenheit *g*

Und in Alpbach sitzen s' und tun, als sei eh nix.

der wurm
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de haben sich in alpbach derweil in die hosn gmocht =)

...

BigBang12
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Der Kurz ist nur ein mit einem Feinwaschmittel

gewaschener Strache! Keinerlei Erfahrung in einem Job in der Wirtschaft, einzig und allein gewesener Testfahrer im Geilomobil . Und damit ist er weiterhin vom "Rat" der Giebelkreuzritter abhängig.

SoundofThunder
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🤔

Und schon wieder einmal bricht die ÖVP ein Koalitionsabkommen.Da haben sie schon Routine darin. Die Masche ist ja altbekannt: Man blockiere die Regierungsarbeit und schiebt dem anderen auch noch die Schuld zu . Und:Wer ist jetzt Chef der ÖVP? Kurz sagt nein! Es sollte sich auch Strache davor hüten mit dieser ÖVP zu koalieren.

0T34ZKF2NE147XAE
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Kurz ist ein Feigling...

er weiß ganz genau, dass er und seine Fans die Enttäuschung der Realpolitik bald erleben würden.
Außer heißer Luft hat Kurz NICHTS zu bieten, dass dem breiten Wählervolk helfen würde.
Die ÖVP bleibt eine Partei der Reichen - that' ist.

Lodengrün
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Damit katapultieren sie sich für

ewig aus der politischen Landschaft. Sie glauben nach wie vor mächtig zu sein. Das ist aber ein Aberglaube. Die Wähler werden das nicht goutieren das da erneut eine Wahl auf sie zukommt nur weil einige Minister der Eitelkeit frönen. Ich höre HC & Cie kichern. Diese Wahlen bringen nur ihm etwas.

JORGE1
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Wer sind "die" Wähler?

Ich zähle mich ebenso zu dieser Gruppe.
Und als "ein" Wähler kann ich die Entscheidung zu Neuwahlen nur gutheißen. Es ist höchste Zeit, dass diese Farce, die sich Regierung nennt, endlich abberufen wird.

6N90XN8ZW1THYHOG
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@Lodengrün; "Diese Wahlen bringen nur ihm (HC) etwas."

Ob es wirklich Wahlen geben wird, ist noch nicht sicher.
Aber wenn, wird das für den HC nicht erfreulich enden. Woher würde Kurz wohl der ÖVP zusätzliche Stimmen bringen? In erster Linie von der FPÖ, deren Themen kein anderer so "erfolgreich" übernommen und vertreten hat wie Kurz!
Objektiv gesehen sind Neuwahlen aber auch die einzige Möglichkeit für ihn, sich nicht im generalpolitischen Wettkampf der Ideen beweisen zu müssen, sondern den Österreichern vorzugaukeln, auch für die gesamte Themenbreite kompetent zu sein.
Oder hat ihn irgendjemand schon bei Aussagen über wirtschaftliche, arbeitsmarktpolitische, bildungspolitische oder gesellschaftspolitische Aussagen "ertappt"?

der wurm
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wo bitteschön....

.... ist die wirtschaftspolitische kompetenz in der momentanen regierung zu finden???
bei den lobbyisten???

zyni
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Paßt so,

ich hätte auch als Unternehmer Kern gewählt, so kann ich Kurz wählen. Kurz und gut, er macht im Moment alles richtig und die Kollegen von Rot und Blau haben jetzt ein neues Problem. Die ÖVP in der alten Form wäre an die Wand gefahren.

Bergfex1
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Unglaublich

Was war aus diesem Statement von Kurz soeben heraus zu hören. Die ÖVP will Neuwahlen. Wahrscheinlich mit Kurz an der Spitze. Wenn man sich da nur nicht ins eigene Fleisch schneidet. Hoffentlich macht Kurz nicht den Fehler den Job anzunehmen. Denn das wäre sein politischer Untergang in spätestens 2 Jahren

Kicklgruber
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Super Livestream...

Ich seh nur einen schwarzen Fleck.

6N90XN8ZW1THYHOG
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@Kicklgruber

Hätten Sie es doch wie ich gemacht, ich habe mir deshalb, etwas verzögert, dieses "highlight" im viel geschmähten ORF2 angesehen ;-)

pantau
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und für dieses bla-bla

der ganze aufwand???
peinlich!

marluk40
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Schon alles gesagt ...

Bevor der Kurze seine Pressemitteilung macht, haben doch die Landeskaiser schon wieder alles klar gemacht - Neuwahlen !

Basti, Dich werden´s auch verheizen - eine Partei mit einer unsäglichen Kultur !

schadstoffarm
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Basti !

trau dich ! Die ÖVP hast schon mürbe gemacht, da ist die SPÖ dagegen ein Lercherl. Und da Schwarz-Blau schon ein Erfolg war wird Blau-Schwarz ein noch viel Größerer !

vertico1
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das Stracherl wird sich nicht unterbuttern lassen

die FPÖ wird sicher nicht mehr den Steigbügelhalter für eine andere Partei machen.
In einer Koalition mit den Schwarzen wird es einen blauen Kanzler geben, da ich der ÖVP niemals zutraue, dass sie sich bis zu den Wahlen vor die Blauen retten.

Passsteirer
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Bitte nicht Herr Kurz

Sie haben alles vor Ihnen, und können nur gewinnen Aber nicht mit einer Österreich Vernaderer Partei ! Die Zukunft der Alternden Parteiform in Europa
heißt " Volksparteien ohne Volk" berichten Fachleute. Um 1990 war man mit Vizekanzler Riegler, Flemming, Lichal, dazu der kleine Kammeramt Sekretär Schüssel usw. zusammen NIE WIEDER . Dazu der Ober Schürrer Busek. Eine
Partei welche in ihren Statuten schlimmer ist, als der Edel Kommunismus.
Möchten Sie weiter, das die Nichtwähler die größte Partei sind ?
Jeder der eine Meinung hat, wird abgesägt. Diese Form ändert sich nie, regiert wird hinter dem Rücken gegen Normal Bürger. Vorne, ist man eine Marionette der Oligarchie, keiner Demokratie sagte auch Oskar Lafontaine.

ramba zamba
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zippel

di zappel zup-einmal schwipp und einmal schwupp-pifzi pafzi tralala-und der nächste bist du in 2 Jahr ;-)

2860384467
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nimbus

Lieber Sebastian!
Setze Dich nicht dieser "Bündekasperl"aus.!!!!!

voit60
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was soll er denn sonst machen,

hat ja nichts anderes gelernt, ein Maturant mit abgebrochenem Jusstudium.

vertico1
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er könnte sich durchaus von der ÖVP abspalten

da würde ich ihm einen größeren Erfolg zutrauen

BigBang12
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@vertico1

Und sich Macron zum Vorbild nehmen, dann braucht er nur noch Dagi Koller zur Ehefrau.

tomtitan
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wenn er jetzt zurücktritt ist das das ende der övp.

ansonsten wird das ende noch etwas hinausgezögert.

hakre
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!

typisch, wie sich die anderen Parteien schon auf kurz einschießen.
klar, weil sie angst haben!!

vertico1
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obwohl ich den Niessl nicht ausstehen kann

ganz so unrecht hat er nicht. Alles was der Kurz bisher gemacht hatte waren Ankündigungen aus der Deckung heraus.
Zählbares? Gegen null.

Jetzt wird er auf einen Schlag in den Vordergrund gedrängt auf einen Posten, bei dem die Politkarriere nach etwa 900 Tagen mit Pauken und Trompeten für beendet erklärt wird. Da ist der Sebastian recht jung wenn es mit Mitte 30 schon wieder vorbei ist.

Und zum Thema Angst.
Aus welcher Ecke kam das lächerliche Manifest?
Welcher Partei gehört der Sobotkateur an?

Man höre sich nur die Aussagen vom Lowpatke an, die sind an Letztklassigkeit kaum zu unterbieten und dann stelle man sich die Frage: Wer hat da Angst?

Die ÖVP ist nun nach 30 Jahren am Ende und wenn sie dann den Kurz verheizt haben ist auch der letzte Hoffnungsschimmer verflogen und die ÖVP landet dort wo die Blockierer hingehören, unter die 10% Marke.

Planck
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Wovor?

voit60
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der Heilsbringer

wird kommen, so steht es zumindest vorweg in "Der Presse".

SoundofThunder
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Re: der Heilsbringer

Das steht doch im neuen Testament.Oder irre ich mich?

hermannsteinacher
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Paulusbriefe ...

und 4. der kanonischen Evangelien.

wintis_kleine
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Ich kann nur sagen

Tu es nicht Sebastian. Diese Partei ist es nicht wert eine Persönlichkeit wie dich auf dem Schlachtfeld der Eitelkeiten und Machtbesessenheit zu opfern.

homerjsimpson
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Am "Schlachtfeld der Eitelkeiten"..

...muss Kurz sich aber wohl fühlen. :-)

Aber was soll die ÖVP machen, wenn Kurz Chef wird ist der letzte "Star" auch weg weil in der Realität angekommen. Oder sie verschwinden mit Sobotka oder Ähnlichem in der Bedeutungslosigkeit und dann will Kurz auch nimma. Aber wie auch immer, nachdem der Meist-überschätzte Politiker Österreichs jetzt Farbe bekennen muss, wird's dann nachher spannend was passiert.

A3UOU0PZ270WR9D3
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Ich halte ihn

für so hoffentlich intellent, daß er den Job nicht macht. Als Außenminister kann er netzwerktechnisch mehr reüsiern, kann sein Studium beenden, auf die Diplomatenakademie gehn und in ferner Zukunft als erster Mann der UNO dastehn. Oder er wird ÖVP Chef und in Hintergradwurzen einen Bauernbundobmann irgendwelche Zusammenhänge erklärn.

6N90XN8ZW1THYHOG
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@stonewall: Ihren ersten Satz haben Sie sicher ironisch gemeint!?

Denn das Außenministerium ist kein Wohlfühlbiotop für Sudienabbrecher, das Entwicklungslobor für eventuell zukünftige ÖVP Parteiobleute, oder ein geschützter Arbeitsplatz für Unter-dreißig-Jährige, sondern ein seriöser Arbeitsplatz für seriöse Politik für Österreich ;-)

schadstoffarm
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ja selbst in der UNO

sind die Vetomächte auf ein kleines Land namens Österreich aufmerksam geworden. Angeblich hat Kurz dort seine Internationale Karriere begonnen.

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