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EU-Wahl LivetickerDer Wahltag von 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr im Liveticker

Österreichs Wahllokale haben geschlossen, um 23 Uhr liegen erste handfeste Ergebnisse vor, jetzt gibt es lediglich Exit-Polls. Verfolgen Sie hier alle News rund um die EU-Wahl 2019.

EU-WAHL: OeVP ZENTRALE: KURZ / KARAS
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

 

21:55 Uhr: Konservative stürzen in Spanien ab

In Spanien hat sich bei der Europawahl ein deutlicher Sieg der Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) von Ministerpräsident Pedro Sanchez abgezeichnet. Prognosen auf Grundlage von Wählerbefragungen zufolge würde die PSOE mit rund 28 Prozent der Stimmen etwa 18 Sitze im EU-Parlament besetzen - 2014 waren es noch 14 Mandate. Ein erneutes Debakel erlebte dagegen die konservative Volkspartei (PP). Die langjährige Regierungspartei, die im Vorjahr wegen einer Korruptionsaffäre gestürzt worden war, hatte bereits bei der Parlamentswahl Ende April in einem historisch schlechten Ergebnis die Hälfte ihrer Mandate verloren. Nun kommt sie der Exit Poll zufolge nur auf 17 Prozent und elf Mandate. Vor fünf Jahren war sie mit 16 Mandaten noch vor den Sozialisten gelegen. Parteichef Pablo Casado muss um seinen Posten fürchten. Spanien hat 54 Sitze im EU-Parlament, nach dem Brexit wird die Zahl auf 59 Sitze steigen.

21:52 Uhr: Konservative in Slowenien vorne

Bei der Europawahl in Slowenien hat sich am Sonntagabend ein Sieg der oppositionellen Demokratischen Partei (SDS) von Ex-Premier Janez Jansa abgezeichnet. Einer vom SDS-nahen Fernsehsender Nova24TV publizierten Exit-Poll zufolge kam die gemeinsame Liste von SDS und Volkspartei (SLS) auf 24 bis 25 Prozent der Stimmen, die liberale Namensliste von Premier Marjan Sarec (LMS) auf 19 bis 21 Prozent. Auf der dritten Stelle landeten die Sozialdemokraten mit 17 bis 19 Prozent, gefolgt von der christdemokratischen Partei Neues Slowenien (NSi) mit 7 bis 9 Prozent und der Linken sowie der Demokratischen Pensionistenpartei (DeSUS) mit jeweils 6 bis 8 Prozent.



21:50 Uhr: Starke AfD-Gewinne in Ostdeutschland

Bei der Europawahl zeichnen sich in Ostdeutschland starke Zugewinne für die rechtspopulistische AfD (Alternative für Deutschland) ab. Während sie in den Bundesländern Sachsen und Brandenburg nach Zwischenergebnissen vor der CDU lag, rangierte sie in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hinter ihr. In Westdeutschland war sie deutlich schwächer.

Die Europawahl galt auch als Stimmungstest für die im Herbst anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Deutschlandweit lag die AfD mit knapp elf Prozent unter ihrem Ergebnis der Bundestagswahl 2017. In den fünf ostdeutschen Bundesländern lebt nur etwa ein Sechstel der deutschen Gesamtbevölkerung.

Afd-Ergebnisse im Überblick

Nachdem die AfD in Sachsen schon bei der Bundestagswahl 2017 auf Platz eins im Freistaat landete, lag sie nach Auszählung von etwa der Hälfte der Stimmbezirke bei 30,1 Prozent, die CDU kam auf 27 Prozent.

Auch in Brandenburg hatte die AfD nach der Auszählung fast aller Wahlbezirke die Nase vorn. Danach kam die Partei auf 20,3 Prozent der Stimmen. Die CDU erreichte 18,0 Prozent.

In Thüringen lag die CDU knapp vor der AfD. Nach Auszählung von drei Vierteln der Wahlbezirke kamen die Christdemokraten auf 25,2 Prozent, während die AfD 23,8 Prozent erreichte.

Auch in Sachsen-Anhalt lag die CDU nur knapp vor der AfD. Nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmbezirke kam die CDU auf 25,1 Prozent der Stimmen. Die AfD kam auf 23,1 Prozent.

Etwas deutlicher war in Mecklenburg-Vorpommern der CDU-Vorsprung vor der AfD: Nach Auszählung von etwa der Hälfte der Wahlbezirke holten die Christdemokraten 25,2 Prozent der Stimmen. Die AfD kam auf 19,8 Prozent.

21:48 Uhr: Sozialdemokraten pochen auf Timmermans

Die Sozialdemokraten wollen nach der EU-Wahl ihren Spitzenkandidaten Frans Timmermans zum Nachfolger von Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionschef machen. Timmermans habe eine "mehr als realistische Chance" auf den Posten, sagte der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im EU-Parlament, Udo Bullmann am Sonntagabend in Brüssel. Die EVP habe weder die Resultate noch die Stärke, um Europa zu führen.

Er wolle eine "progressive Mehrheit", sagte Bullmann. Für die Europäische Volkspartei, die laut einer Prognose vor den Sozialdemokraten liegt, sagte die stellvertretende Fraktionschefin, Esther de Lange, wenn die EVP tatsächlich Erste werde, stelle sie auch den Führungsanspruch. Es gebe keinen Schritt zurück hinter das Spitzenkandidatensystem, sagte De Lange.

21:45 Uhr: EVP gewinnt, ist aber nicht am Ziel

Trotz deutlicher Verluste sind Manfred Weber und seine europäischen Konservativen wieder stärkste Kraft im EU-Parlament geworden. Der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) ist aber noch lange nicht am Ziel. Für den CSU-Politiker beginnt nun erst der Kampf um den Posten des EU-Kommissionspräsidenten. Der stärkste Gegenwind kommt dabei aus Frankreich.

Größter Widersacher Webers ist Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Er ist nicht nur grundsätzlich gegen das Spitzenkandidatenmodell, er hält Weber auch für zu leichtgewichtig für den Top-Job. Für den Posten sei "Erfahrung auf höchstem Niveau von Regierungen oder in der Europäischen Kommission unbestreitbar ein wichtiges Kriterium", sagte er erst am Mittwoch der belgischen Zeitung "Le Soir". Auch auf Ungarns Regierungschef Viktor Orban kann Weber nicht mehr zählen. Der entzog dem Deutschen seine Unterstützung, nachdem die Mitgliedschaft seine rechtsnationalen Regierungspartei Fidesz im März bei der EVP nach langem Hin und Her ausgesetzt wurde.

21:44 Uhr: Pilz will mit Grünen reden

Liste Jetzt-Gründer und Abgeordneter Peter Pilz streckt nach der EU-Wahl die Fühler nach seiner Ex-Partei, den Grünen, aus. Er werde die Grünen zu Gesprächen, auch über eine mögliche gemeinsame Kandidatur, einladen, sagte Pilz im Gespräch mit der APA. Er gehe davon aus, dass er auch von der Grünen eine solche Einladung erhalten werde.

Die Öko-Partei habe mit dem Ergebnis bei der EU-Wahl eine "politische Rückkehr" gefeiert, konstatierte Pilz. Aber auch "zwei gut abgestimmte Kandidaturen" der Liste Jetzt und den Grünen wären denkbar, so das Polit-Urgestein: "Alles ist möglich". Die Liste Jetzt würde jedenfalls vor allem die Bereiche Kontrolle, Kampf gegen Machtmissbrauch, Sicherheitspolitik und Migration abdecken.

21:38 Uhr: Mehr Zulauf für Liberale

Die Liberalen (ALDE) sehen das Aus der Mehrheit von Konservativen (EVP) und Sozialdemokraten (S&D) im neuen EU-Parlament als ihr Verdienst an. "Das ist dem Umstand geschuldet, dass wir Zulauf bekommen haben", sagte Fraktionschef Guy Verhofstadt am Sonntagabend in Brüssel. Ob seine Fraktion Manfred Weber von der stimmenstärksten EVP als Kommissionspräsident unterstützen wird, ließ er offen.

Jetzt müsse einmal über Inhalte geredet werden, wobei man nur mit pro-europäischen Fraktionen verhandeln werde, kündigte Verhofstadt an. Er wünscht sich eine stabile Parlamentsmehrheit, mit der Europa in puncto Steuergerechtigkeit, Kampf gegen den Klimawandel und Lösung reformiert werden könne.

Das Wahlergebnis bzw. der Erfolg der Liberalen habe auch gezeigt, dass es eine "Gegenbewegung zu den Nationalisten und Populisten" gebe. Die ALDE hat nach ersten Prognosen 102 statt bisher 69 Sitze im künftigen EU-Parlament inne - inklusive der französischen Präsidentenpartei En Marche.

21:35 Uhr: Kärntner ÖVP und FPÖ zufrieden

Enttäuschung bei der Kärntner SPÖ, Euphorie bei der ÖVP und doch Zufriedenheit bei der FPÖ - so erste Reaktionen auf das mutmaßliche Resultat der EU-Wahl in Kärnten. LH Peter Kaiser (SPÖ) meinte, das Ibiza-Video habe sich anders ausgewirkt als erwartet. ÖVP-Obmann Martin Gruber sah einen "Erdrutschsieg" seiner Partei, FPÖ-Chef Gernot Darmann meinte, die Schmuddelkampagne habe nicht gewirkt.

Es sei der ÖVP gelungen, aus einer EU-Wahl, wo die SPÖ gut gelegen sei, nach dem Sprengen der Bundesregierung durch Kanzler Selbastian Kurz eine Nationalrats- und Bundeskanzlerdebatte zu machen. So erklärte sich Kaiser das Abschneiden der Parteien. Bezüglich der Nationalratswahl im Herbst sagte er, die SPÖ werde ihre Positionen klarer, deutlicher und prägnanter vermitteln müssen. Ambitionen, in die Bundespolitik zu wechseln, dementierte der Landeshauptmann.

Reaktionen aus der Kärntner Politik

Große Enttäuschung bei SPÖ, die anderen Parteien jubeln - Landeshauptmann Peter Kaiser spricht von einem "schmerzhaften Ergebnis". ÖVP, FPÖ und Grüne freuen sich über ihr Ergebnis. Alle Details gibt's hier

Gruber sprach von einem "sensationellen Ergebnis", das eine klare Antwort sei, was die Wähler wollten, meinte er mit Blick auf den Misstrauensantrag gegen Kurz.

21:34 Uhr: Niederlage für Regierungspartei in Rumänien

In Rumänien haben die regierenden Sozialdemokraten (PSD) nach Wählerbefragungen die Europawahl verloren. Laut Prognosen der Meinungsforschungsinstitute Curs und Avantgarde vom Sonntag kommt die PSD auf 25,8 Prozent der Wählerstimmen, während drei miteinander konkurrierende Oppositionsparteien zusammen 65,7 Prozent erreichen.

Die bürgerliche Partei PNL kommt der Prognose zufolge auf 25,8 Prozent, das öko-bürgerliche Bündnis USR-Plus auf 23,9 Prozent und die linke Oppositionspartei Pro Romania des früheren Ministerpräsidenten Victor Ponta auf 5,7 Prozent.

21:33 Uhr: Enttäuschungen & Überraschungen

Die EU-Wahl hat neben jubelnden Gewinnern und trauernden Verlierern auch einige überraschende Momente gebracht. Einen Überblick finden Sie hier. 

21:30 Uhr: Großes internationales Interesse

Aufgrund der Regierungskrise ist das österreichische Ergebnis der EU-Wahl auch für ausländische Beobachter interessant. "Sebastian Kurz (ÖVP) hat in Deutschland ein starkes Echo, das hatte er schon als Wahlkämpfer und als Bundeskanzler und das hat er jetzt auch durch die Ibiza-Affäre der FPÖ", sagte Stephan Löwenstein, Korrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Sonntag in Wien.

In Bezug auf das am Montag geplante Misstrauensvotum gegen Kurz seien daher auch die anderen EU-Länder gespannt. "Jetzt redet man von einer politischen Krise in Österreich, man weiß nicht, wie es morgen weitergeht", meinte die britische Politologin Melanie Sully im Haus der EU. Mit Österreich komme darum zu Italien und Großbritannien ein weiteres nicht stabiles Mitgliedsland hinzu. "Dass die FPÖ in der Regierung war, erregt schon Interesse und auch etwas Sorge für die Zukunft der EU", fuhr sie fort.

Dass die FPÖ trotz des Ibiza-Videos laut ersten Prognosen nur leichte Verluste hinnehmen muss, sorgt im Ausland für Staunen. "Man schaut sich sehr genau an, wie die FPÖ nach dem Ibiza-Video abschneidet. Man reibt sich schon die Augen nach dem heutigen Ergebnis, denn die Jetzt-erst-recht-Strategie ist aufgegangen", erklärte Hans-Peter Siebenhaar vom deutschen "Handelsblatt".

21:20 Uhr: Sozialisten gewinnen in Portugal klar

In Portugal haben die regierenden Sozialisten bei der Europawahl am Sonntag ersten Prognosen zufolge einen klaren Sieg errungen. Nach den vom staatlichen Fernsehsender RTP veröffentlichten Zahlen erhielt die Sozialistische Partei (PS) von Ministerpräsident António Costa 30 bis 34 Prozent der Stimmen.

Platz zwei belegte demnach die konservativ orientierte Sozialdemokratische Partei (PSD) mit 20 bis 24 Prozent und fünf bis sechs Mandaten vor dem marxistischen Linksblock, der auf neun bis zwölf Prozent und zwei bis drei Mandaten kommt.

21:16 Uhr: Le Pen fordert Neuwahlen in Frankreich

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hat nach dem starken Abschneiden ihrer Partei bei der Europawahl eine Auflösung der französischen Nationalversammlung gefordert. Das würde Neuwahlen in dem Land bedeuten. Die Europawahl sei ein Referendum über die Politik von Staatschef Emmanuel Macron gewesen, sagte Le Pen am Sonntag nach der Veröffentlichung der ersten Hochrechnungen. Macron müsse nun die Konsequenzen ziehen und die Nationalversammlung auflösen.

21:14 Uhr: Sieg für Sozialdemokraten in Schweden

In Schweden haben die regierende Sozialdemokraten bei den EU-Wahlen am stärksten abgeschhnitten.

21:13 Uhr: Mehr als 42 Prozent für polnische PiS

Die rechtskonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hat die Europawahl in Polen gewonnen. Laut einer nach Wahlschluss veröffentlichten Exit Poll kam die PiS auf 42,4 Prozent der Stimmen und 24 der 51 EU-Mandate, die oppositionelle Europäische Koalition auf 39,1 Prozent (22 Mandate).

Auf dem dritten Platz landete mit 6,6 Prozent (drei Mandate) die sozialdemokratische Wiosna (Frühling), knapp vor einem Bündnis von Rechtspopulisten mit 6,1 Prozent (drei Mandate). Vor fünf Jahren waren die Bürgerplattform (PO) und die rechtskonservative Recht und Gerechtigkeit (PiS) jeweils auf 19 der 51 EU-Mandate Polens gekommen. Die Volkspartei (PSL) und die rechtsextreme Namensliste Korwin erreichten 2014 jeweils vier Mandate, die sozialdemokratische SLD fünf.

21:08 Uhr: AfD auch in Sachsen stärkste Kraft

Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) liegt bei der Europawahl im ostdeutschen Bundesland Sachsen vorn. Nach Auszählung von 262 der 419 Gemeinden kommt sie auf 29,7 Prozent der Stimmen, wie die Landeswahlleitung mitteilt. Die CDU folgt auf dem zweiten Platz mit 26,9 Prozent. Die Linke vereint 10,0 Prozent der Stimmen auf sich, die SPD 7,7 Prozent. Die Grünen kommen demnach auf 5,8 Prozent und die FDP 4,7 Prozent. Die Ergebnisse der großen Städte Dresden, Leipzig und Chemnitz liegen noch nicht vor. In Sachsen wird im Herbst ein neuer Landtag gewählt. 

Auch in Brandenburg liegt die AfD nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen mit 20,2 Prozent auch auf dem ersten Rang. Die CDU kommt laut Landeswahlleiter auf 18,0 Prozent, SPD 17,1 Prozent. 2014 landete die AfD mit 8,5 Prozent noch auf dem vierten Platz, die SPD war damals stärkste Kraft mit 26,9 Prozent, gefolgt von der CDU (25,0 Prozent). In Brandenburg wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt.

21:01 Uhr: Regierungspartei PiS gewinnt in Polen

Die rechtskonservative Regierungspartei PiS hat bei der EU-Wahl in Polen die meisten Stimmen eingefahren.

21:00 Uhr: Interviews der Kleinen Zeitung

So reagieren Spitzenkandidaten und Parteienvertreter auf die Trendprognose zur EU-Wahl. Die Reaktionen und Interviews mit der Kleinen zeitung gibt's hier im Überblick.

 

20:56 Uhr: Rechtsparteien legen weniger stark zu

Die rechtspopulistischen Parteien haben in der Europawahl am Sonntag deutlich zugelegt. So kamen die bisher in drei Fraktionen organisierten nationalistischen und EU-kritischen Parteien in ersten Prognosen auf insgesamt 177 der 751 Sitze im Europaparlament. Das sind 23 mehr als im bisherigen Parlament.

20:55 Uhr: Gemeinsame Mehrheit weg

Die Europäische Volkspartei mit ihrem Spitzenkandidat Manfred Weber dürfte als Sieger aus der EU-Wahl hervorgehen. Erste Prognosen des EU-Parlaments von Sonntagabend sahen die EVP bei 173 Mandaten. Platz zwei ging an die Sozialdemokraten (S&D) mit Frans Timmermanns. Sie erreichten 147 Mandate. Damit fuhren beide Parteien starke Verluste ein und kommen nicht mehr auf eine gemeinsame Mehrheit.

20:47 Uhr: Blümel sieht eindrucksvolle Bestätigung

Wiens ÖVP-Chef, der für EU-Agenden zuständige Minister Gernot Blümel, sah eine "eindrucksvolle Bestätigung" des Weges der Volkspartei. Es handle sich um das beste Resultat, das je eine Partei bei einer Europawahl erreicht habe. "Dieses Ergebnis ist vor allem ein Vertrauensbeweis für unseren Bundeskanzler Sebastian Kurz", zeigte sich der ÖVP-Landesparteiobmann überzeugt.

20:44 Uhr: FP - "Froh nach politischem Mordversuch"

Wiens FPÖ-Landesparteisekretär Michael Stumpf kann mit dem prognostizierten FPÖ-Ergebnis gut leben, wie er gegenüber der APA betonte: "Nach diesem beispiellosen politischen Mordversuch an der FPÖ und dieser Hetzjagd zeichnet sich ein respektables Ergebnis ab." Dies sei ein Verdienst von Spitzenkandidat Harald Vilimsky "und der gesamten FPÖ".

20:37 Uhr: EVP vor Sozialdemokraten

Die Europäische Volkspartei (EVP) dürfte die EU-Wahl vor den Sozialdemokraten (S&D) gewonnen haben. Nach ersten Trendrechnungen des EU-Parlaments in Brüssel vom Sonntagabend kommt die EVP auf 173 Mandate, die S&D auf 147 von insgesamt 751 Mandaten.

Damit müssen beide Fraktionen wie erwartet merkbare Verluste gegenüber dem aktuellen Mandatsstand hinnehmen. Aus jetziger Sicht erreichen EVP und S&D damit keine gemeinsame Mehrheit mehr im Europaparlament.

 

20:32 Uhr: Vilimsky kündigt Klubobmann-Duo an

FPÖ-EU-Spitzenkandidat und Generalsekretär Harald Vilimsky hat in Bezug auf die künftige Führung des Nationalratsklubs eine Tandem-Lösung angekündigt. Herbert Kickl und Norbert Hofer würden sich das Amt teilen - also als formeller und geschäftsführender Klubchef fungieren, sagte Vilimsky vor Journalisten im Haus der EU.

Unklar blieb zunächst, wer von den beiden den geschäftsführenden und formellen Klubchef geben wird. Mit derselben Konstellation hatten die Freiheitlichen auch bisher aufgewartet: Walter Rosenkranz war Klubobmann, der über das "Ibiza-Video" gestolperte Johann Gudenus stand dem Klub geschäftsführend vor.

20:31 Uhr: Misstrauen gegen Kurz weiter offen

Die ÖVP hat die EU-Wahl in Österreich klar für sich entschieden. Ob das Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag vor einer Abwahl bewahrt, blieb am Sonntag offen. Während die Sozialdemokraten in Richtung Misstrauen marschieren, lässt sich die FPÖ alle Optionen offen.

Für Rot und Blau war der Wahltag keiner zum Jubeln. Während sich die Freiheitlichen ihre Verluste mit der Ibiza-Affäre erklären konnten, müssen die Sozialdemokraten auf Motivsuche gehen.

20:26 Uhr: Knapper Sieg für dänische Sozialdemokraten

Die oppositionellen Sozialdemokraten haben die Europawahl in Dänemark knapp vor den regierenden Rechtsliberalen gewonnen, zeigen am Sonntagabend veröffentliche Wählerbefragungen. Laut dem Institut Epinion erreichten die Sozialdemokraten 23,6 Prozent der Stimmen und vier Mandate im Europaparlament, um eines mehr als bisher. Die rechtsliberale Venstre von Ministerpräsident Lars Lökke Rasmussen kam auf 20,6 Prozent und drei Mandate, ebenfalls um eines mehr als bisher. Ihre Mandatszahl auf jeweils zwei verdoppeln konnten die Grünen (13 Prozent) sowie die linksliberale Radikale Venstre (9,7 Prozent) der EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, die als mögliche Anwärterin auf den Posten der Kommissionspräsidentin gilt.

Dagegen gab es für die rechtspopulistische Dänische Volkspartei (DF) ein Wahldesaster. Mit 11,8 Prozent verlor sie drei ihrer bisherigen vier EU-Mandate.

20:21 Uhr: Weitere Schwächung von Macron

In Frankreich hat die Rechtsaußen-Partei Rassemblement National zwei Prognosen zufolge die Europa-Wahl gewonnen. Der frühere Front National von Marine Le Pen errang am Sonntag 24 Prozent der Stimmen, wie aus der Ifop-Prognose hervorgeht. Die Partei von Präsident Emmanuel Macron, der einen proeuropäischen Wahlkampf geführt hatte, landete mit 22,5 Prozent der Stimmen auf dem zweiten Platz.

Das Wahlergebnis dürfte Macron, der wegen der seit sechs Monaten anhaltenden Gelbwestenproteste ohnehin angeschlagen ist, weiter schwächen. Es könnte auch die Durchsetzung der von ihm geplanten Reformen begrenzen, was eine Einigung mit Deutschland in wichtigen Themen weiter erschweren würde.

20:17 Uhr: "Youtube"-Effekt in Deutschland?

In Deutschland scheint der Rezo-Effekt bei der EU-Wahl voll zugeschlagen zu haben: "Wählt nicht die CDU/CSU, wählt nicht die SPD", forderte Deutschlands mittlerweile bekanntester YouTuber kurz vor der Europawahl. Erste Wahlanalysen zur Pleite der Parteien der Großen Koalition zeigen, dass vor allem junge Wähler der Forderung gefolgt zu sein scheinen.

Der ARD zufolge landete die Union bei den 18- bis 24-Jährigen bei nur noch elf Prozent, die SPD sogar nur bei acht Prozent. "Die Zerstörung der CDU" heißt der knapp einstündige Film, mit dem der ansonsten vor allem für lockere Unterhaltung stehende YouTuber Rezo die Debatten in der Woche vor der Europawahl dominierte. Bis Sonntag klickten den Film rund elfeinhalb Millionen Nutzer an.

20:15 Uhr: Klarer Sieg für Sozialisten in Spanien

Die regierenden Sozialisten (PSOE) von Ministerpräsident Pedro Sanchez haben am Sonntag die Europawahl in Spanien mit großem Vorsprung auf die konservative Volkspartei (PP) gewonnen. Einer Prognose der Agentur GAD3 zufolge kam PSOE auf 18 Mandate, die PP auf 11 bis 12. Vor fünf Jahren hatte die PP mit 16 zu 14 Mandaten die Nase vorne gehabt.

Die rechtspopulistische Vox schaffte mit vier bis fünf Mandaten den Einzug ins Europaparlament, in dem Spanien 54 Abgeordnete stellt. Deutliche Gewinne gab es auch für die liberale Ciudadanos (Bürger), die acht Mandate (2014: 2) erreichten sowie für die Linkspartei Unidas Podemos mit sieben Mandaten (fünf).

20:10 Uhr: Tiroler-FP pocht auf Misstrauen gegen Kurz

Der Tiroler FPÖ-Chef Markus Abwerzger pocht darauf, dass die FPÖ bei der Nationalratssitzung am Montag Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) das Misstrauen ausspricht. "Das Vertrauen war gestern nicht da, und ist auch heute nicht da. Da hat sich nichts geändert", sagte Abwerzger der APA. Er appelliere an die Verantwortlichen im Klub, eine entsprechende Vorgangsweise zu wählen.

20:05 Uhr: Rechte Partei siegt in Frankreich laut Prognose

Die rechtspopulistische "Nationale Sammlungsbewegung" (RN) hat bei der Europawahl in Frankreich laut Prognosen mehr Stimmen geholt als die Partei von Präsident Emmanuel Macron. Das ergaben Wahlschätzungen vom Sonntag. Marine Le Pens RN kam demnach auf 24,2 Prozent, Macrons La Republique en Marche (LREM) landete bei 22,4 Prozent.

20:03 Uhr: Hofer schaltet auf Wahlkampf-Modus

Der designierte FPÖ-Obmann Norbert Hofer hat bei der Feier seiner Partei am Tag der EU-Wahl schon auf Wahlkampf-Modus für den Herbst umgeschaltet. "Auf Basis dieses Wahlergebnisses werden wir bei der Nationalratswahl viele, viele Prozentpunkte zulegen können", sagte er vor Anhängern und Funktionären. Als inhaltliche Schwerpunkte nannte er die NoVa-Abschaffung und verbindliche Volksabstimmungen.

20:01 Uhr: Spanien: Klarer Sieg für regierende Sozialisten

In Spanien zeichnet sich laut Prognosen ein klarer Sieg für die regierenen Sozialisten ab.

20:00 Uhr: Höchste Wahlbeteiligung seit 20 Jahren

Die Beteiligung ist bei der Europawahl deutlich gestiegen. Laut Schätzungen des EU-Parlaments erreichte sie fast 51 Prozent in den 27 EU-Staaten außer Großbritannien. Dies ist die höchste Beteiligung seit 20 Jahren. Mit Großbritannien werde sie zwischen 49 und 52 Prozent liegen, sagte ein Sprecher des EU-Parlaments am Sonntagabend in Brüssel. Seit den ersten Direktwahlen von 1979 ist dies der erste Anstieg überhaupt. 2014 lag die Wahlbeteiligung noch bei 42,6 Prozent - dem bisherigen historischen Tiefstand.

 

 

 

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