AnalyseKonflikt um Ukraine: Europas Rolle als stummer Gast am Tisch

Die EU droht mit „massiven Konsequenzen“ für Russland, aber in Genf sitzen bloß die USA am Verhandlungstisch. Reicht es, sich auf die starken Worte der NATO zu verlassen?

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Krisentreffen in Genf: Wendy Sherman (USA) und Sergej Rjabkow (Russland) © AP
 

Nach außen hin bleibt das Bild konsistent: Kommissionschefin Ursula von der Leyen, Außenbeauftragter Josep Borrell, zuletzt auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock – sie alle warnten Russland vor „massiven wirtschaftlichen Konsequenzen“ und einem „hohen Preis“, der im Falle einer Aggression gegenüber der Ukraine zu zahlen wäre. Die Hebelwirkung von Sanktionen und Handelseinschränkungen wird mitunter belächelt, kann aber tatsächlich eine treffsichere Waffe sein.

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zweigerl
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Si vis pacem

Es wird immer deutlicher, dass in einer Welt, in der die geopolitische Tektonik ins Rutschen gerät, nur die wenigstens potentielle Bereitschaft zum millitärischen Blutzoll zählt. Das war schon immer so. Hitler hat sein Muskelspiel weidlich ausgenützt. Nun ist Putin am Drücker, sofern die US nicht wie bisher militärische Stärke ins Feld führen kann. Die EU ohne Einsatztruppe, die auch Leben riskiert (was Österreich mit seiner bequemen "Neutralität" vorsorglich aussschließt), sanktioniert sich in die außenpolitische Bedeutungslosigkeit. Si vis pacem para bellum.