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Brüssel von innenDie diplomatische Katastrophe: Drei Präsidenten, zwei Sessel und ein Problem

Die EU will ihre Verbindung zur Türkei stärken. Zunächst einmal beherrscht aber ein außerordentlicher Affront die Schlagzeilen.

Da war es schon zu spät: Michel und Erdogan nehmen Platz, von der Leyen sagt "Ähm..." © AFP
 

Watergate ist nichts dagegen, was die EU seit gestern hat: SofaGate. Passiert war, Sie werden es vielleicht schon wo gesehen haben, Folgendes: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel waren am Dienstag nach Ankara gereist, um bei Staatschef Recep Tayyip Erdogan Möglichkeiten für eine Verbesserung der Beziehungen der EU zur Türkei auszuloten. Besonders gut lief es nicht, dafür gibt es einen Social-Media-Hit als Beleg. Beim gemeinsamen Gespräch, dem formal wichtigsten Teil des Treffens, standen für die drei Personen nur zwei Stühle bereit. Gülden immerhin, an edlem Teppich positioniert, aber einer zu wenig. Michel hechtete quasi hin, vielleicht hat er auch an die Reise nach Jerusalem gedacht, Erdogan nahm den zweiten Platz ein, von der Leyen blieb konsterniert stehen und sagte laut und deutlich: „Ähm…“

Kommentare (27)
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moderate
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Rücktritt!!!!!

Der von einem Spitzenrepräsentanten der EU zu erwartende Anstand muss dem MICHEL klar vor Augen führen, dass keine andere Reaktion als ein sofortiger Rücktritt möglich ist! Er hat im praktischen Handeln das zentrale Anliegen des Besuchs vollkommen vergeigt! Unmittelbar nach dem Aufkündigen des Frauenschutz-Abkommens durch E...inen Frauenverachter selber als Ratspräsident der EU ein unübertreffliche schlechtes Statement dieser Art zu liefern, lässt keine andere Reaktion zu, wenn er sich und die EU ernst nimmt! Wenn er nicht von selbst geht, schmeißt ihn raus!!

kairos55
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Michel, der 2. Uncharmante ....

Eigentlich doch ein Rüpel!
Denn was wäre gewesen wenn er, der "Eingesessene" nach dem Schreckmoment aufgestanden wäre und der L. den Stuhl, den seinigen, nun L. so angeboten hätte indem er L.. ,die "Bankerlsitzende" vom Bankerl abholt und demonstrativ charmant zum Stuhl führt und sozusagen dem Potentaten zeigt, wie man ne' Lady behandelt.
Jeder einzelne Schritt zu Zweit wäre eine schallende Ohrfeige für den Potentaten gewesen.

Hat wohl keinen Tanzkurs besucht der belgische Tölpel und unvergessen, wie er uns Österreicher beim Kabinett Schüssel 1 vorzuführen versuchte, der abgewählte ehemalige belgische Premier.

moderate
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In die Falle gelockt und vorgeführt!

"Besser" hätte E...iner es nicht machen können: Zuerst das Frauenschutz-Abkommen aufkündigen, und dann der EU zeigen, was ein echter Macho ist! Charles Michel hat den Michel perfekt gespielt, hat die raffiniert aufgebaute Falle nicht erkannt und sich (und damit die gesamte EU, insbesondere die Frauen!!!) vorführen lassen! Dabei hätte er sich - und der Affront wäre um nichts größer gewesen - solidarisch auf das Sofa zu unserer Kommissionspräsidentin Ursula Van der Leyen setzen müssen! Blöd gelaufen, als so dumm verkauft zu werden!

Horus
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Die EU–Spitze hätte zumindest ein Zeichen setzen müssen...


...oder wie es Frau VDL als VertM einmal so schön formuliert hat: „Kante zeigen! Dies hätte mehr gebracht als eine diplomatische Aufgeregtheit rund um die Istanbul Konvention. Aber ganz ehrlich: Solche Momente zeigen den Unterschied zwischen wirklichen Politik-Persönlichkeiten und den ewigen Kompromisskandidaten der Europäischen Union klar auf. Sogar der vielfach belächelte Herr Junker hätte diese Situation höchstwahrscheinlich besser gemeistert!

egubg
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Hätti, täti

Es ist passiert und wir müssen und werden, hoffentlich, jetzt das richtige Politische machen, die Beziehungen mit der Türkei zurückfahren, die Oposition in der Türkei, so gut wie möglich unterstützen, die wirtschaftlichen Beziehungen runderfahren und uns mehr für unsere osteurop. Staaten kümmern usw. Zusammenarbeit mit Orientalen wie den Türken sind kein Option für Europa,etc. - das wichtigste zum Schluß, wer seine Grenzen nicht auch mit Staatsgewalt zu sichern bereit ist, braucht sich nicht wundern, erpresst zu werden.

hfg
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Und was machen wir dann

Mit den Millionen „Flüchtlingen“ die derzeit von den Türken gegen Milliardenzahlungen zurückgehalten werden. Das ist für Europa das größte ungelöste Problem. Die EU schaffte sie nicht einmal die in Griechenland gestrandeten Personen menschenwürdig zu behandeln.

zweigerl
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Syrien muss aktiv werden, das zerbombte Land wieder aufzubauen

Es wäre die Aufgabe des Herrschers in Damaskus, seine vertriebenen Staatsbürger in Zusammenarbeit mit einer internationalen Finanzhilfe nach Syrien heimzuholen, um den nationalhistorischen Makel, mit Hilfe russischer Militärhilfe die eigene Bevölkerung ins Ausland bombardiert zu haben, zu tilgen. Das würde dann auch mit einem Schlag dem türkischen Autokraten sein erpresserisches Faustpfand gegenüber der EU aus der Hand schlagen.

Lepus52
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Der charmante Franzose hätte die Chance

ergreifen können und ihr den Stuhl anbieten müssen. Damit hätte er Sympathien gewonnen und Erdogan eine Lektion erteilt. Ich gebe zu, dass so eine Momententscheidung nicht immer leicht ist.

reschal
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Es liegt auch an jedem einzelnen von uns

Wer in der Türkei Urlaub macht unterstützt auch Erdogan.

melahide
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Warum

Braucht man eigentlich einen „RAtspräsidenten“ eine „Kommussionspräsidentin“, ein Land das den Ratsvorsitz hat und die Staats- u. Regierungschefs die dann e alles blockieren?

reschal
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@melahide warum braucht man...?

Weil Europas Einigung 27 untschiedliche Länderinteressen bedienen muss. Wir bremsen uns permanent selbst. Vielleicht ist Europa in 100 Jahren soweit, dass es ein einheitliches Auftreten gibt? Dennoch ist das Ziel m. E. das richtige. Europa braucht Strukturen, die rascher zu brauchbaren Ergebnissen führen.

future4you
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Wenn Europa mitspielen will

braucht es klare Strukturen und Entscheidungskompetenzen und das visionäre und kompetente Personal dazu. Gleich zwei diplomatische Bauchflecks innerhalb so kurzer Zeit - der Außenbeauftragte in Moskau und jetzt die Präsidentin und der Präsident beim Möchtegernsultan - sollten die Alarmglocken schrillen lassen. Vom Impffiasko gar nicht zu reden. Ich blicke mit Sorge auf die Nach-Merkel-Ära Da ist nämlich weit und breit niemand, der außerhalb der EU wahr und ernstgenommen wird.

beneathome
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Europa will Frauendiskriminierung bekämpfen

und läßt sich so etwas gefallen. Ist dieser Michel ein echter Politiker oder nur Marionette? Der Erdogan soll mal in den Regen gestgellt werden.

reschal
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@beneathome

Tolle Idee, jetzt machst einmal ein brauchbaren Vorschlag 🤔

PiJo
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Aufstehen, den Platz der Dame anbieten

Ratspräsident Charles Michel der mit unseren Umgangsformen vertraut ist hätte sich korrekt verhalten müssen und nicht wie bei der Reise nach Jerusalem sich schnell auf den freien Sessel setzen müssen.
Diese Aktion war wohl von Erdogan so geplant um zu zeigen was er von Frauen in Führungspositionen hält

hfg
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Von Erdogan war auch nichts anderes zu erwarten

Aber Michel hätte da nicht mitspielen dürfen und leider auch van der Leyen nicht. Michel geht geradewegs zum Sessel und die Dame setzt sich brav auf das Sofa daneben. Was sind das für schwache Persönlichkeiten. Es fehlte gerade noch das Kopftuch für diese Brüskierung.

Hgs19
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Schwach und schwächer ...

Die Uschi hätte die Konferenz platzen lassen müssen. Aufstehen und gehen und den Türken alleine lassen! Eine Schande für die europäische Frauenwelt!

hfg
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Das zeigt leider wie schwach

die EU geführt wird - selbst von der Türkei läßt man sich brüskieren und noch dazu wenn angeblich die Unterdrückung der Frauen ein Thema beim „Besuch“ war. Eine Schande für Europa

future4you
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Flegelhaftes Verhalten

Dass der Türke keiner von der feinen Sorte ist, hat er oft genug bewiesen, dass der Ratspräsident auch keine Manieren hat und die eigenen Leute brüskiert, ist untragbar! Aber schon sein Vater war ja auch kein Feiner.

gm72
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Das Foto ist wirklich gut gewählt!

Man hat das Gefühl, der Sultan biegt sich vor lachen! Zu dumm, dass die EU keine Schlüsse daraus ziehen wird. Wäre nämlich eine ganz neue Seite, die wir Europäer ja nicht haben dürfen...

Sege
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Schwach

Von Michel !
Sollte stehen bleiben und den 3. Sessel fordern
Wenn keiner kommt Tür zu und beide lassen den Türkischen allein
Im Nachhinein ist es immer leicht

reschal
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Fieses Verhalten

Gezielt brüskiert. Erdogan disqualifiziert sich selbst!!! Shame on you

dieRealität2020
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wer denkt das war von Erdogan nicht Absicht die Frau stehen zu lassen

ist ein Träumer.

helmutmayr
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Echte

Gentleman.

VH7F
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Kein Wunder, dass die EU keine Impfungen bekommt

Michel brüskiert Uschi und Erdo lacht sich einen.

ronny999
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Den miesen Türken

sollte man wie den Iran einfach international meiden und die Geschichte hat sich.

 
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