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EU-Impfstoffverteilung Zurück an den Start per "Korrekturmechanismus"

Kanzler Kurz nach Treffen mit Amtskollegen: "So wie es ist, so soll es nicht bleiben": Ein Korrekturmechanismus soll die Impfstoffverteilung an den gerechteren Ausgangspunkt zurückbringen.

Jansa, Borrisow, Kurz, Babis: Alle Länder gleich beteilen © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und vier EU-Amtskollegen haben einen "Korrekturmechanismus" bei der Impfstoffverteilung in der Europäischen Union gefordert. "So wie es ist, so soll es nicht bleiben", sagte Kurz am Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Regierungschefs Andrej Babis (Tschechien), Bojko Borissow (Bulgarien) und Janez Jansa (Slowenien) in Wien. Damit sollen die Unterschiede in den Durchimpfungsraten der Mitgliedsstaaten behoben werden.

Konkrete Vorschläge blieben die vier Regierungschefs, die zuvor auch mit ihren Kollegen aus Kroatien (Andrej Plenkovic) und Lettland (Krisjanis Karins) per Video beraten hatten, schuldig. "Wenn eine Situation kompliziert ist, dann ist sie auch nicht einfach aufzulösen", sagte der Kanzler. Er deutete an, dass dabei auch die zuvor von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekannt gegebene zusätzliche Lieferung von zehn Millionen Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffes für das zweite Quartal eingesetzt werden könnte.

Auf die Frage, ob auch Österreich zugunsten der benachteiligten Länder verzichten könnte, gab Kurz keine konkrete Antwort. Er räumte ein, dass Länder "wenig Freude haben, etwas abzugeben". Gerade "als Regierungschef im Herzen Europas" wünsche er sich aber einen Korrekturmechanismus, weil es nichts bringe, wenn Nachbarländer stärker betroffen seien. "Das ist für niemanden positiv, wenn es hier eine große Ungleichheit gibt", betonte er. Österreich sei bei den Impfungen "im Mittelfeld" und "weder bei den Verlierern noch bei den totalen Profiteuren", sagte er.

Zuvor hatte die EU-Kommission mitgeteilt, die vorgezogene Lieferung von zehn Millionen Dosen des Impfstoffherstellers Biontech/Pfizer, für das zweite Quartal 2021, könnte den Konflikt entschärfen. Die zusätzlichen Dosen würden ausreichen, um die von Bundeskanzler Kurz kritisierte temporäre Abweichung vom Bevölkerungsschlüssel auszugleichen, teilte die Vertretung der EU-Kommission in Österreich am Dienstag mit.

 

Kommentare (15)
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Pelikan22
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Also der Kurz hat koan Genierer!

Jetzt behauptet der glatt, dass Pfizer uns Österreichern 400.000 Impfdosen zur Verfügung stellt. Ja glaubt der, des Unternehmen gibt uns des? Die lassen si' do de plumpen Angriffe von dem Herrn Kurz net g'fallen.

klaus59
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Kurz zum ..........

Also ein Zusammentreffen der G7 der EU.
Endlich sind wir auf der Stufe von Slowenien, Kroatien, Tschechien, Bulgarien, Lettland und Ungarn angekommen.
Da werden sich Deutschland, Frankreich, Italien, etc. ganz schön warm anziehen müssen um den Druck der neuen G7 standzuhalten.

Aber Krone, Kleine, Österreich haben wieder was über den Propheten des Lichtes zu berichten.

Armergehtum
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Eine Lösung für Astrazeneca liegt nahe

Jene Länder, die einen Impfstop bei Astrazeneca hergestellt haben, sollen einige Kontingente zu Hygiene Austria schicken. Dort wird der verstoßene Impfstoff umetikettiert auf einen gesunden mit Wunschname.

Pelikan22
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Genau so werdens die machen!

"Umetikettieren" so wia die chinesischen FPP2 Masken, auf denen no immer Made in China draufsteht? Manche Händler machen das und korrigieren das Ablaufdatum. Aber da kommt ihnen der KommissarBeppo sicher drauf!

umo10
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Und dann bitte

Nicht wieder auf den Preis schauen! Es geht um eine gerechte durchsumpfender und der EU

bam313
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Werter Hr. Kurz,

bitte lesen sie einmal die Aussagen des Gesundheitsministers Anschober bezüglich Fake News!
Wie lange wollen sie dieses perfide Spiel noch betreiben?

Pelikan22
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Ganz richtig!

Jetzt hat der Studienabbrecher scho wieder g'logen. 400.000 Impfdosen? Wo soll er denn die hernehmen?

argus13
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Fakt

ist, dass die EU nicht nach dem Bevölkerungsschlüssel verteilt hat und Timmermans hat das auch zugegeben. Warum soll hier Kurz schuld sein, wenn er das Versagen der EU aufzeigt! Bei allen größeren Problemen hat die EU versagt (Finanzkrise, Flüchtlinge....)

Lodengrün
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Es gibt

weder Profiteure noch Verlierer. Wenn das jemand Herrn Kurz ausrichten würde. Es gibt jene die das teure Biontech orderten und dann jene die auf das billige AstraZeneca setzten. Und dann gibt es die, die sich am Kurz‘schen Basar mit den frei gewordenen Kapazitäten eindeckten. Das waren die smarten Länder. Kurz war da nicht dabei.

Pelikan22
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Billig oder teuer!

Warum kommt niemand auf die Idee, dass unsere Regierung den Unterschied bei die Kosten liebend gern selber eing'steckt hätt? Schad, es gilt no immer die Unschuldsvermutung, gell UHBP!

mtttt
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Basar

mit 11.1 mio Dosen kommt eh der Großteil von Biontech / Pfizer, von wegen auf das billigste gesetzt, aber man liest nirgends das Lieferprofil. Entscheidend ist das WANN, nicht nur das WIEVIEL. Ex post ist es leicht der große Held zu sein, ex ante hätte der Kanzler 3/4 dieses Forum hier als Berater nehmen sollen. Wir wären Coronafrei im Schlaraffenland.

komi50
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na endlich ist es heraussen

alle Impfstoffe werden derzeit zugunsten Pfizer verhindert

Das weltweite Politik-Kapital-Theater ist vom Feinsten.....

tim29tim
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Gerechtigkeit

Daß die EU Impfstoffverteilung nicht gut funktioniert, ist inzwischen bekannt.
Jetzt, wo Lieferschwierigkeiten zu Problemen bei einigen Staaten führen, finde ich es gut, wenn Sebastian Kurz gemeinsam mit unseren östlichen Nachbarn mehr Unterstützung von den Staaten mit Überschüssen fordert. Verstärkte Corona-Ausbrüche in diesen Staaten würden auch uns betreffen, wie der letzte Sommer gezeigt hat.

tupper10
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Und Kurz braucht hat jetzt bitte nicht so tun,...

...als wären die 10 Millionen Dosen seine Errungenschaft.

mtttt
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dünne Suppe

das Treffen war entbehrlich, eine recht dünne Suppe ohne neue Erkenntnisse über Mengen und Lieferprofile. In einer Krise braucht es handfesteres.