Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Alphatiere beim EU-GipfelMaskenball der Sturköpfe

Scharmützel zwischen Emmanuel Macron und Sebastian Kurz, ein Treffen permanent am Rande des Scheiterns und dann doch die Weichenstellung Richtung Durchbruch: ein Vorschlag mit Riesenrabatt für Österreich.

© AFP
 

Und der Gipfel bewegt sich doch: Nach endlosen Verzögerungen am Sonntag machte die illustre Runde der Staats- und Regierungschefs die Nacht zum Tag und verhandelte gestern schon bis sechs Uhr in der Früh. Am Ende lagen die Nerven blank: Nachdem zuvor schon Viktor Orbán und Mark Rutte aneinandergeraten waren, traf es diesmal Bundeskanzler Sebastian Kurz als Mitglied der „sparsamen Vier“: „Seht ihr? Es ist ihm egal. Er hört den anderen nicht zu, hat eine schlechte Haltung. Er kümmert sich um seine Presse und basta“, sagte Macron laut einem Bericht von „Politico“, als Kurz zum Telefonieren den Sitzungssaal verließ. Macron habe demnach auch in starken Worten Kritik am Verhalten der Gruppe der „Sparsamen“ geübt und dieses mit jenem des britischen Premiers David Cameron bei früheren EU-Budgetverhandlungen verglichen. Entsprechend den unterschiedlichen Charakteren der Teilnehmer nahm der Gipfel zuweilen toxische Formen an, stand mehrfach am Rande des Abbruchs, auch durch rauen Ton: Der polnische Regierungschef Mateusz Morawiecki sagte zur Änderung beim Wiederaufbaufonds, sie sei „von einer Gruppe geiziger, selbstsüchtiger Länder erzwungen worden“.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.