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Lieferengpässe bei ArzneienEU-Gesundheitsminister beraten über Medizinversorgung

Die EU-Gesundheitsminister beraten am Dienstag über die Arzneimittelversorgung in der Corona-Krise. Apotheker klagen seit Jahren über Knappheit bestimmter Präparate.

© APA (Symbolbild/dpa)
 

Während der Corona-Pandemie verschärfte sich die Lage in Bezug auf die Verfügbarkeit von Arzneimitteln, weil viele Wirkstoffe in Asien hergestellt werden und Produktion und Transport schwieriger wurden. Zudem verzeichneten Apotheker Hamsterkäufe von Mitteln gegen Erkältungskrankheiten.

Debattiert wird nun über eigene Produktionsstätten in Europa, um die Versorgung hier zu sichern und die Abhängigkeit von anderen Ländern zu mindern. Das forderte zuletzt auch die deutsche Gewerkschaft IG BCE.

Schon im Februar hatten sich die Meldungen gehäuft, dass in Österreich etwa Krebs- und Schilddrüsenmedikamente kaum erhältlich sind. Nach China und in andere Billiglohnländer sind nämlich viele Pharmafirmen abgewandert, um die Wirkstoffe der Arzneimittel günstiger herzustellen.

Wenn es dann bei den Wirkstoffherstellern zu Problemen kommt (in Bezug auf Hygiene, Verunreinigungen, Coronavirus-bedingte Produktionsausfälle etc.), können die großen Hersteller ihre Präparate nicht mehr fertig produzieren. Von 500 verschreibungspflichtigen Wirkstoffen sind rund 300 in der Hand von drei bis fünf Produzenten, die damit eine fast monopolartige Stellung besitzen.

Apotheker müssen zwischenzeitlich einen großen Aufwand betreiben, um die Medikamente für ihre Kunden auf dem Markt aufzutreiben.

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