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CoronavirusGesundheitsminister Anschober: "Situation in Italien für ganz Europa entscheidend"

Sondertreffen der EU-Gesundheitsminister. "Situation in Italien wird für ganz Europa eine entscheidende".

BELGIUM-EU-HEALTH-VIRUS
Anschober beim Gesundheitsministertreffen in Brüssel © APA/AFP/JOHN THYS
 

Im Kampf gegen das Coronavirus will die EU Italien mit medizinischem Material unterstützen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte vor einem zweiten Sondertreffen der EU-Gesundheitsminister am Freitag in Brüssel: "Die Situation in Italien wird für ganz Europa eine entscheidende." Die EU müsse gemeinsam vorgehen, "das Virus hält sich an keine Grenzen", so Anschober.

"Österreich will einen starken Beitrag leisten." Die EU-Gesundheitsminister wollen bei dem Treffen zunächst von Italien wissen, welche Art der Unterstützung gewünscht werde, es könnte aber um Material im medizinischen Bereich gehen.

EU-Strategie notwendig

Anschober forderte auch eine gemeinsame EU-Strategie zur Medikamentenversorgung, angesichts von Engpässen auf dem Weltmarkt. Hier brauche es ein politisches Eingreifen. "Wir brauchen hier die Strategie einer Eigenversorgung, sowohl was Schutzkleidungen betrifft, aber vor allem was den Kernbereich der Medikamentenversorgung betrifft." Er erwarte offensive Schritte der EU-Kommission in diese Richtung. Es sei aber auch klar, dass sich eine solche Strategie nicht von heute auf morgen umsetzen lasse.

Anschober betonte, man sei auf verschiedene Szenarien vorbereitet, auch auf den schlechtest möglichen Fall, doch sei er überzeugt, dass es Lösungen für ein besseres Szenario gebe. Die Situation habe sich wie erwartet mit den Steigerungsraten der Krankheitsfälle entwickelt. "Aber es gibt einen Hoffnungsfaktor, das ist die Entwicklung in China", wo sich die Kurve mit 120 bis 150 Neuerkrankungen pro Tag drastisch reduziert und verflacht habe. "Wir hoffen sehr, dass es durch viele Genesungen, die ja in China bereits Realität sind, nun schrittweise in Richtung geringerer Zahlen geht."

Drei schwierige Regionen

Es gebe derzeit drei schwierige Regionen: Südkorea, vor allem aber der Iran , wo die Situation sehr besorgniserregend sei, und in Europa vor allem Italien. Die bisherige Containment-Strategie mit Eingrenzung von Erkrankungsfällen bleibe aufrecht.

Angesprochen auf die Schließung von Schulen und Universitäten in Italien betonte Anschober, solche Maßnahmen seien punktgenau abzustimmen und man müsse auch den richtigen Zeitpunkt erwischen. Wenn Großveranstaltungen gestoppt und Schulen und Universitäten zu früh geschlossen werden, wäre dies nicht ideal, da solche Maßnahmen nur über einen bestimmten überschaubaren Zeithorizont durchhalten wären. Er wolle auch nicht einzelne EU-Mitgliedstaaten kritisieren. Es gehe um eine europäische Solidarität für Italien, "die nützt auch uns allen selbst".

Regierung stellt sich auf punktuelle Kurzarbeit ein

Die Regierung stellt sich auf punktuelle Kurzarbeit aufgrund des Coronavirus ein. Laut Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist man auf dieses Szenario bereits vorbereitet. "Wir agieren mit Überbrückungshilfen für kleine und mittlere Unternehmen, Kreditgarantien und vor allem mit dem Instrument der Kurzarbeit für größere Unternehmen", sagte der Regierungschef am Freitag zur APA.

Österreich habe eine stabile wirtschaftliche Entwicklung, "aber wie erwartet gibt es einige Branchen und einzelne Unternehmen, die punktuell ganz besonders von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind", so Kurz. Als Beispiele nannte der Bundeskanzler die Luftfahrt, die Holzindustrie in Kärnten und den Tourismus. "Wir waren in den vergangenen Tagen mit einer Reihe von Unternehmen in Kontakt. Wir sind als Bundesregierung auf dieses Szenario vorbereitet", so Kurz.

Ziel der Vorkehrungen sei es, die Arbeitsplätze in den betroffenen Unternehmen zu sichern, sagte der Bundeskanzler. "Alle Maßnahmen sind ab sofort möglich, und wir haben die notwendigen budgetären Vorkehrungen getroffen."

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Irgendeiner
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Genau,wir testen nicht jeden mit Symptomen,wir testen

niemanden der will, wir haben urschräge Voraussetzungen für die Tests eingeführt und drücken die Statistik, aber Anschober meint, es würde schon gehen,Nehammer ist vorsichtig beim Husten und Niesen,Gott was bin ich froh,und Basti läßt an den Grenzen Nummertafeln anschauen,die nächste Großtat nachdem er sich täglich informieren läßt und wenn mich so einer mit Corona ansteckt kriegt der aber sowas von einerm Strafmandat,da wird er schauen.Und jetzt, jetzt hams Flüge gestrichen,hättma noch nicht a bissale zuwarten können,nur net hudeln,wie vorher,man lacht.Und ich leide wie ein Hund,ehrlich,nicht an Corona,ich darf sie nicht nennen wie sie heißen sollten denn da läßt mir der Rechtsstaat keinen Wahrheitsbeweis zu.Ich würd einer Pandemie lieber mit Schneewittchen und den sieben Zwergen in der Regierung gegenüberstehen, es würd die Chancen erhöhen.

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Irgendeiner
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Möchte irgendeiner von den Helden mit mir

darüber sprechen warum sowohl die blödsinnige Idee punktuell Fiebernde an der Grenze zu suchen wo mehr ohne Fieber still streuend rüberkommen und das auch noch frech und lügend als wirksame Maßnahme zu verkaufen wie auch die fröhliche tatsächliche Maßnahme die Testungen im Inland zu vermindern um die Fallstatistik zu senken,warum das also eine völlige Idiotie ist die beweist, daß die nichts tun und das aussitzen wollen.Ich bin da,diesmal redma nicht von Flüchtlingen, diesmal redma von Euch ,meine,wie hieß es so schön Wertlosen,man lacht.

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ichbindermeinung
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die Produktionen wieder heimholen u. made in Austria produzieren falls möglich

die über die Jahrzehnte wegen der Gewinnsteigerung weit weit weg ausgelagerten klimaschädl. Produktionen (Transport-/Versandwege) sollten ehest möglich wieder heimgeholt werden - Wertschöpfung bleibt im Land und Arbeitsplätze können entstehen

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Hazel15
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Produktionen wieder heimholen....

Bei der Menge an Rohstoffen, die wir haben, werden wir nicht viel produzieren können. Importieren wir halt die Rohstoffe (China, Afrika usw.) senken die Lohnkosten auf das Niveau deren Länder (China ca 200 Euro) oder verzichten auf alle gängigen Errungenschaften, brauchen kein Handy, keinen Fernseher, keine Elektronik, fahren wieder Autos ala 1950. 90% der Lebensmittel kommt aus China. Österreich kann sich nicht selbst versorgen. Werden wir halt den Gürtel enger schnallen müssen.....

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walterkaernten
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produktion in EUROPA

wird schwierig:
400 000 arbeitslose in ÖSTERREICH.....
Wollen, oder können nicht arbeiten ????

Wer soll dann Interesse haben da wieder eine Produktion aufzubauen ?
Dauernd die schulungen …..
was schlecht ist,
wo menschen überfordert sind,
wie böse unternehmer sind..... und und und

EUROPA wird langsam aber sicher auf allen linien verlieren.

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wintis_kleine
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Für mich ist herr Anschober

zur Zeit der empathischste Politiker in der Regierung.
Besonnen, klar in der Sprache, nichts beschwichtigend aber auch nichts dramatisierend und immer mit dem Gefühl, dass er weiß von was er spricht.
Da könnten einige (jüngere) MinisterInnen und Regierungsmitglieder etwas abschauen.

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pietrok5
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Anschober könnte auch falsch liegen

mit seiner Besonnenheit. Das Robert Koch Institut hat Südtirol zum Risikogebiet erklärt, und in Deutschland sollen ALLE Heimkehrer aus Südtirol sicherheitshalber zuhause bleiben. Besser früh warnen als später hunderte Ansteckungen zu haben.
Neben Italien und der Schweiz findet auch in Dänemark Fußball ohne Zuschauer statt.
Ich hoffe Anschober liegt richtig mit seiner Besonnenheit, und wir müssen später nicht sagen: Vorbeugen wäre besser gewesen...

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bertl2811
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@wintis_kleine, da sind sie nicht alleine, doch ...

ehrlich gesagt setzt mir Anschober zu wenig präventive Maßnahmen. Er ist mit Sicherheit ein ausgesprochen besonnener und lieber Kerl, doch ich habe auch das Gefühl, dass er, gerade dadurch, unter der Fuchtel von Nehammer steht, der ja eigentlich ein eher militanter, Alpha-Typ ist. Die Maßnahmen, die in Österr. gesetzt werden, werden in einem Ausschuss beschlossen, der aus Personen des Gesundheits- und Innenministeriums mit den Ministern besteht und da ist das Verhältnis zw. Grün und Türkis ja eben nicht gleich. Die ÖVP war uns immer eine Partei, der die Wirtschaft bzw. die Wirtschaftstreibenden sehr am Herzen gelegen ist und das spürt man, meines Erachtens, auch bei den präventiven Maßnahmen. Aus gesundheitlichen Gründen müsste man doch schon längst Flüge aus Hochrisikoländern wie IRAN, KOREA, JAPAN und natürlich CHINA verbieten, oder mindestens die Einreisenden genau prüfen. Österr. macht das nicht, obwohl die Mehrzahl anderer Länder dies schon längst getätigt hat, Israel sogar, Menschen aus Österr. kommend, unter Quarantäne stellt, obwohl wir kein Hochrisikoland sind. Das verstehe ich nicht und ich kann es mir nur so erklären, dass im Ausschuss eher aus wirtschaftlichem Kalkül entschieden wird. Die Maßnahmen nach einer Ansteckung in Österr. sind gut, da gibt es wirklich nicht zu kritisieren. Die Spitäler sind vorbereitet usw., das betrifft aber alles "nach Infizierung". Mir fehlt das "Vor Infizierung".

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UHBP
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Coroan als Lückenfüller

Schon aufgefallen, dass, seit das Flüchtlingsthema wieder am Schirm ist, sich der Kanzler und der Innenminister von Thema Corona ganz verabschiedet haben? Davor haben sie sich bei jeder Pressekonverenz ins Bild gedrängt weil ihnen die Gesundheit der Österreicher am Herzen lag. Jetzt haben sie wieder ihr Lieblingsthema und die Gesundheit der Österreicher ist Nebensache.

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BernddasBrot
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RAI mit all seinen Programmen

bringt permanent INFO aus den betroffenen Regionen.....z.b. Pavia in der Lombardei , oder aus den Tourismus - Regionen......allerdings verstehe ich nicht , warum Flüge aus den USA nach Milano gestrichen werden........ohne spezifische Auflagen usw.....

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