AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

TirolJuncker bei Ordensverleihung: "Kritiker sind mir scheißegal"

Scheidendem EU-Kommissionspräsidenten sind kritische Stimmen zur Vergabe des Großen Tiroler Adler Ordens an ihn "scheißegal".

++ HANDOUT ++ TIROL: VERLEIHUNG DES GROSSEN TIROLER ADLER ORDENS AN DEN SCHEIDENDEN EU-KOMMISSIONSPRAeSIDENTEN JUNCKER
© APA/LAND TIROL/BERGER
 

Der derzeit noch amtierende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat in der Gemeinde Going im Tiroler Unterland den Großen Tiroler Adler Orden verliehen bekommen. Diese Verleihung nahm er zum Anlass, um jenen, die seine Ehrung kritisiert hatten, auszurichten, dass ihm deren Kritik "scheißegal" sei. "Ich verdiene diese Auszeichnung", betonte er am Samstag im Stanglwirt merklich gut gelaunt.

Damit trat Juncker der Kritik der Tiroler FPÖ mit leicht ironischem Unterton entschieden entgegen. Deren Landeschef, Markus Abwerzger, hatte im Vorfeld der Verleihung in einer Aussendung angemerkt, dass Juncker nicht im Interesse der Bevölkerung agieren würde. Demonstrativ blieben Vertreter der Tiroler FPÖ deshalb auch der Ordensverleihung fern. Wie um zu belegen, dass ihn diese Tatsache nicht weiter störte, witzelte Juncker, dass er sich wundere, warum er diesen Orden erst jetzt bekomme. "Der Landeshauptmann hat aber jetzt begriffen, dass ich diesen Orden verdient habe", legte er noch nach.

Der damit angesprochene Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) war voll des Lobes für den Kommissionspräsidenten. "Juncker hat ein großes politisches Gespür", meinte er. Zudem betonte Platter, dass er vom "großen Wissen" Junckers stets beeindruckt gewesen sei. "Du hast das Ohr am Volk", hob der Tiroler Landeshauptmann zudem hervor. Besonders dankte Platter Juncker aber "für deine Unterstützung für die Regionen".

In seiner Festrede griff auch Juncker diesen Ansatz dezidiert auf. "Man muss Europa von den Regionen her denken und verstehen", sagte er. Der Region Tirol streute er Rosen: "Tirol nimmt eine Vermittler- und Brückenbauerrolle ein", so Juncker. Darüber hinaus herrsche in Tirol "Hausverstand in konzentrierter Form vor", fügte der Noch-Kommissionspräsident hinzu.

Juncker, der bereits seit vielen Jahren regelmäßig seinen Urlaub beim Stanglwirt verbringt, bemühte sich, abschließend in seiner Ansprache der Auszeichnung eine besondere Bedeutung zuzuschreiben. Er sei nämlich durchaus bereits "ordensbehangen", dieser Orden habe aber einen "ganz besonderen Geschmack". "Dieser Orden ist zum Reinbeißen", meinte der Geehrte, ehe er wieder zum Tisch in der Mitte des Festsaales schritt, an dem unter anderem seine Gattin und der Tiroler Landeshauptmann saßen.

Kommentare (6)

Kommentieren
Estarte
1
4
Lesenswert?

"WENIG INTERESSE"-EGAL !

Diese gewählte Ausdrucksweise wird er sich öfter gedacht haben, bevor er öffentlich auftrat, um die Interessen der EU zu vertreten, und zu tief in ein Glas schaute.

Er war wohl im eigenen Interesse EU Kommissionspräsident.

Antworten
crawler
2
1
Lesenswert?

Wen man sein Leben lang

political Correctness spielen musste, wäre es schon verständlich dass einem am Ende einer Laufbahn solche Worte auskommen. Vielleicht hat er sich dabei gedacht was Kogler kann kann ich auch.

Antworten
weinsteirer
3
3
Lesenswert?

ob dieses

kommentars reiben sich die blauen wieder die hände!

Antworten
rahuder
4
11
Lesenswert?

Vor diesen Politikern,

egal ob gewählt oder bestimmt, kann man sich nur grausen, pfui Teifl...

Antworten
redniwo
5
14
Lesenswert?

Einem gewählten Politiker

Hätte Kritik niemals egal zu sein. Juncker ist aber nicht gewählt, also kann er auf die Meinung der Menschen, die er zu vertreten hätte als höchster Beamter sch.....
So ist die EU halt konstruiert, und das ist mit ein Grund für ihren Zerfall.

Antworten
Church-Hill
10
19
Lesenswert?

Ach du meine Güte,

Herr Juncker! Auch Sie sind uns - um in Ihrer Diktion zu bleiben - scheissegal! Dass ein paar Jahre des Pokulierens bei Balthasar Hauser einen hohen Orden rechtfertigen, soll sein... Das ist - wie auch Sie persönlich - scheissegal.

Antworten