Der russische Präsident Wladimir Putin trifft am Freitag mit Müttern von Soldaten zusammen, die in der Ukraine kämpfen. Es seien sowohl Mütter von Berufssoldaten als auch von einberufenen Reservisten, teilte das Präsidialamt in Moskau mit. "Am Vorabend des Muttertags, der in Russland am letzten Sonntag im November gefeiert wird, wird sich Wladimir Putin mit den Müttern der Soldaten treffen, die an dem militärischen Sondereinsatz teilnehmen", hieß es.

So bezeichnet die russische Führung den am 24. Februar von ihr begonnenen Krieg gegen die Ukraine. Hunderttausende russische Soldaten wurden zum Kampf in die Ukraine geschickt - darunter auch einige der mehr als 300.000 Reservisten, die im Rahmen der von Putin im September angekündigten Mobilmachung einberufen wurden. Zehntausende Soldaten wurden nach Schätzung der USA auf beiden Seiten verletzt oder getötet. Die Ukraine legt ihre Verluste nicht offen. Russland gab zuletzt am 21. September bekannt, dass 5.937 russische Soldaten getötet worden seien. Diese Zahl liegt weit unter den meisten internationalen Schätzungen.

Immer wieder beklagen sich russische Soldaten daheim über die schlechte Ausbildung, fehlende Befehle, die schlimmen Zustände und die niedrige Moral. Und immer wieder konfrontieren russische Mütter die Registrierungsbüros im ganzen Land mit den Schicksalen ihrer Söhne. Gebracht hat dies bislang nichts. Weiterhin sterben täglich russische Soldaten als Kanonenfutter an der Front.