"MBSounds"Neuer deutscher Justizminister im Internet als DJ unterwegs

Marco Buschmann (FDP) ist Deutschlands neuer Justizminister im Kabinett Scholz. Dass der Politiker nicht nur politisches Talent hat, beweist er als DJ auf Soundcloud.

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Soundcloud Profil
MBSounds: Deutschlands neuer Justizminister © (c) Screenshot Soundcloud
 

Seit gut zwei Wochen ist die neue deutsche Bundesregierung, bestehend aus SDP, Grünen und FDP, nun in Amt und Würden. Unter den Kabinettsmitgliedern der FDP liest sich auch der Name Marco Buschmann, der im Scholz-Kabinett zum neuen deutsche Justizminister bestellt wurde. Die erhöhte Aufmerksam um seine Person hatte zur Folge, dass bekannt wurde: Der Politiker ist nicht nur auf der politischen Bühne unterwegs.

Abseits der Politik ist der gebürtige Gelsenkirchener auch musikalisch aktiv. Seit Jahren produziert der Hobby-DJ elektronische Musik, veröffentlicht wird diese via des Online-Musikdienstes Soundcloud. Eine wirklich große Hörerschaft hatte Buschmann bis dato noch nicht, was sich aber durch die berufliche Beförderung zumindest ein wenig änderte: „Seit einige Medien meinen Soundcloud-Kanal erwähnt haben, haben sich über 14.000 Menschen meinen letzten Track angehört. Ich fühle mich sehr geehrt. Hoffentlich tun niemandem die Ohren weh“, twitterte Buschmann.

Marco Buschmann
Marco Buschmann produziert unter dem Pseudonym "MBSounds" elektronische Musik Foto © (c) AFP (INA FASSBENDER)
Die Reaktionen auf das musikalische Schaffen des Ministers fallen gemischt aus. "Die Musik auf seinem Soundcloud-Account ist eine etwas gewöhnungsbedürftige Reise in die Vergangenheit – und noch dazu ziemlich düster", urteilt das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zur Erklärung: "MBSounds", wie er sich nennt, mischt und produziert im Stil der Achtziger.

Doch am besten, Sie hören selbst:

Eines darf dennoch nicht unerwähnt bleiben. Vor sechs Jahren schuf MBSounds ein besonders kurioses Werk. Für einen Titel verwendete Buschmann eine Rede des FDP-Chefs und heutigen Finanzministers Christian Lindner als Vocals, mixte sie auf einen Beat und nannte das Ganze "Wutrede". Im gleichen Schema gab es davon sogar den zweiten Part  „Second Speech of Anger“.

Christian Lindner
Er lieferte schon zwei Mal die Vocals für MBSounds: Christian Lindner Foto © (c) AP (Michael Sohn)

Aber auch heimische Politiker haben schon des Öfteren Ausflüge in die Musikszene unternommen. Der Unterschied? Marco Buschmann ist auf Soundcloud wohl nicht auf Wählerfang - zumindest ist das zu hoffen. Trotzdem: Sobald es Corona zulässt, sollte für die nächste Party im Justizministerium musikalisch alles klar sein.

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