Viele Differenzen Merkels letzter Besuch bei Putin

Gespräche und viele Unstimmigkeiten

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel kam inmitten massiver Spannungen zwischen Berlin und Moskau zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Kreml.

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Kurz zuvor hatte die CDU-Politikerin einen Kranz am Grab des Unbekannten Soldaten in Moskau niedergelegt. Merkel erinnerte daran, dass vor 80 Jahren Hitler-Deutschland die Sowjetunion überfallen hatte. Die Sowjetunion hatte im Zweiten Weltkrieg 27 Millionen Tote zu beklagen.

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Merkels Besuch fällt mit dem 1. Jahrestag der Vergiftung des Putin-Gegners Alexej Nawalny zusammen. Der 45-Jährige sitzt heute im Straflager. Die Kanzlerin warb zum Auftakt ihres Treffens mit Putin dafür, im Gespräch miteinander zu bleiben.

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"Die Zeit wird gut gefüllt sein", sagte Merkel. Es werde auch um die Lage in Afghanistan und um bilaterale Fragen wie die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen gehen.

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Sprechen wollen Merkel und Putin auch über die umstrittene russisch-deutsche Ostseepipeline Nord Stream 2, die noch in diesem Monat fertiggestellt werden soll. Themen dürften neben dem Ukraine-Konflikt nicht zuletzt die Lage in Afghanistan und in Belarus sein.

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Die Kanzlerin hatte eine Aufklärung der Vergiftung des Oppositionellen Nawalny durch die russischen Behörden und später auch die Freilassung des inzwischen im Straflager inhaftierten Mannes gefordert.

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"Ich freue mich, dass wir uns noch einmal vielleicht als Abschiedsbesuch, aber auch als Arbeitsbesuch hier im Kreml treffen können", sagte die Kanzlerin nach ihrer Ankunft in Moskau.

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Doch die Streitpunkte sind zahlreich: Weil Russland unlängst drei deutsche NGO zu unerwünschten Organisationen erklärt hat, hat der für die Zivilgesellschaften beider Länder vor 20 Jahren gegründete Petersburger Dialog seine Arbeit eingefroren.

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Putin sagte, dass die Kontakte - auch telefonisch - mit der Kanzlerin stets intensiv gewesen seien.

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