Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Ende einer ÄraDer politische Ziehsohn der Castros übernimmt in Kuba die Macht

Es wird erwartet, dass der Vertraute Raul Castros am Montag von ihm das mächtige Amt des Chefs der Kommunistischen Partei übernimmt. Damit wäre der Generationswechsel vollzogen.

Raul Castro mit Miguel Diaz-Canel
Raul Castro mit Miguel Diaz-Canel © AP
 

Er ist das Gesicht einer neuen Ära: Erstmals seit dem Sieg der Revolution 1959 werden in Kuba die wichtigsten Staatsämter nicht mehr in der Hand eines Castro liegen: Es wird erwartet, dass Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez am Montag von Raúl Castro das machtvolle Amt des Chefs der Kommunistischen Partei Kubas übernehmen wird. Damit tritt Díaz-Canel in dem sozialistischen Karibikstaat endgültig ans Steuer. Vorbereitet darauf ist er längst: Vor drei Jahren übertrug Castro, der sich nun in die Polit-Pension verabschiedet, seinem politischen Ziehsohn auch schon das Präsidentenamt.

Díaz-Canel verkörpert eine neue Generation: 1960 wurde er ins schon revolutionäre Kuba hineingeboren; mit alter Guerillaromantik hat er nichts am Hut. Er hat als Parteifunktionär in der Provinz begonnen. 2003 holte ihn Raúl Castro ins Politbüro, damit begann seine Karriere.

Kommentare (1)
Kommentieren
ossigrazborn
0
1
Lesenswert?

Balanceakt

Kubas Führung steht ein waghalsiger Balanceakt bevor!
Gelingt es Diaz-Canel einerseits für die Bevölkerung spürbare Wirtschaftsreformen in Gang zu setzen und andererseits die Beharrungskräfte der noch immer mächtigen kommunistischen Apparatschiks zu überwinden , ohne dass diese als ‚Hüter der ewigen Revolution‘ das Gesicht verlieren?
Kubas Menschen brauchen eine Wirtschaftsrevolution und diese greift umso besser je mehr es gelingt die eingefahrenen Ideologien ins 21. Jht zu transformieren.
Und noch dazu ist gerade jetzt die Währungsreform im Gange!
Und in Florida warten genügend trumpisierte Exilkubaner auf ein Scheitern all dieser Bemühungen, um sich auf die Beute zu stürzen.