Droht mit Sanktionen USA fordern "sofortigen" Stopp am Bau von Gaspipeline Nord Stream 2

Die USA haben am Donnerstag den "sofortigen" Stopp am Bau der umstrittenen Gas-Pipeline Nord Stream 2 gefordert

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© AFP
 

Die USA haben am Donnerstag den "sofortigen" Stopp am Bau der umstrittenen Gas-Pipeline Nord Stream 2 gefordert. Jede Stelle, die am Projekt Nord Stream 2 zwischen Russland und Deutschland beteiligt sei, müsse sich "sofort" zurückziehen oder mit US-Sanktionen rechnen, erklärte US-Außenminister Antony Blinken. Die Regierung von US-Präsident Joe Biden sei verpflichtet, das dazu vom Kongress verabschiedete Sanktionsgesetz umzusetzen.

Nord Stream 2 sei "ein schlechter Deal - für Deutschland, für die Ukraine und für unsere zentral- und osteuropäischen Partner", hieß es in Blinkens Mitteilung weiter. "Wie mehrere US-Regierungen deutlich gemacht haben, ist diese Pipeline ein russisches geopolitisches Projekt, das Europa spalten und die europäische Energiesicherheit schwächen soll."

Bisher nur Sanktionen gegen Unternehmen

Bisher haben die USA wegen Nord Stream 2 lediglich Sanktionen gegen das russische Unternehmen KVT-RUS verhängt, das das Verlegeschiff Fortuna betreibt - diese Strafmaßnahmen hatte noch die Regierung des republikanischen US-Präsidenten Donald Trump kurz vor dem Ende ihrer Amtszeit im Jänner verkündet. In einem im vergangenen Monat vom US-Außenministerium unter Blinken veröffentlichten Bericht wurden entgegen der Erwartungen keine weiteren Unternehmen mit Strafmaßnahmen belegt oder bedroht. Aus den Reihen der Republikaner im Kongress wurde die Sorge laut, dass die Biden-Regierung nicht entschieden genug gegen die Pipeline-Fertigstellung vorgeht.

Die USA laufen Sturm gegen das Projekt, weil sie eine zu große Abhängigkeit ihrer Partner in Europa von Russland befürchten. Kritiker der USA argumentieren dagegen, die Vereinigten Staaten wollten vielmehr ihr eigenes Gas in Europa verkaufen.

 

 

Kommentare (6)
GanzObjektivGesehen
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Scheinbar sind die USA unter Biden nur das geringere von zwei Übeln.

Aber immer noch übel genug....

bb65
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@ganz

Das war nicht anders zu erwarten, war unter Obama auch so. Das Pendel de Uebels schwingt nur ein wenig , aber in sehr begrenztem Raum. Henry Kissinger hat es einmal gut auf den Punkt gebracht: „Die USA haben keine Freunde, sondern nur Interessen“ Wenn man also freundschaftlich in diese Interessen passt ist alles ok. Hier ist das aber nicht der Fall. Und die Erdgas, Fracking Industrie geht am Stecken hier in de n USA. Die niedrig Preise haben denen echt zugesetzt. Und die sind über mehrere Staaten verteilt hier in den USA, also eine Menge Wähler betroffen.

dieRealität2020
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unglaublich das hier die EU Politik keine Antwort darauf findet.

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Die USA beschließen Gesetze um in die Wirtschaft Politik und Gesellschaften von anderen Länder, insbesondere der EU einzugreifen.
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Der Grund liegt ja wohl offen auf der Hand. Die USA laufen Sturm gegen das Projekt, weil sie eine zu große Abhängigkeit ihrer Partner in Europa von Russland befürchten. >>>>>> Kritiker der USA argumentieren dagegen, die Vereinigten Staaten wollten vielmehr ihr eigenes Gas in Europa verkaufen. <<<<<<<

Hapi67
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USA mit Biden

Ein Erfolgslauf sondergleichen, demnächst Heiligsprechung fällig.

Ein wirklicher schlechter Deal ist die Nahostpolitik der Amis, die die EU teuer bezahlt.

Vielen Dank

TrailandError
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USA Go Home-

Des geht euch einfach nix an ... Baba

zlatorog
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America first - beim Geldverdienen immer!

Das Faustrecht regiert - das ist eine glatte Erpressung durch die USA!