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Spannende Wahl Metropolit Porfirije zu neuem serbischem Patriarchen gewählt

Als Nachfolger des im November verstorbenen Amtsinhabers Irinej.

Der 60-jährige Porfirije hat ein Theologiestudium in Belgrad absolviert und 2004 in Athen promoviert. © AFP
 

Die serbisch-orthodoxe Kirche hat einen neuen Patriarchen. Am Donnerstagnachmittag wurde der bisherige Metropolit von Zagreb und Ljubljana, Porfirije (Peric), zum 46. Kirchenoberhaupt gewählt. Peric gilt als den serbischen Behörden bzw. der regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS) nahestehend. Porfirije folgt dem am 20. November am Coronavirus verstorbenen Patriarchen Irinej im Amt nach.

Der 60-jährige Porfirije hat ein Theologiestudium in Belgrad absolviert und 2004 in Athen promoviert. 1999 wurde er zum Vikarbischof von Batschka bestellt. Seit 2014 hat er das Amt des Metropoliten von Zagreb und Ljubljana inne.

Bestimmt wurde der neue Patriarch mittels der seit 1967 geltenden "apostolischen Art der Wahl". Demnach stimmte die Wahlversammlung, der alle Bischöfe angehören, geheim so lange ab, bis sie sich auf drei Kandidaten einigten. Nach Anrufung des Heiligen Geistes mischte ein Mönch die verschlossenen Umschläge mit den Namen der Bischöfe und lost den Patriarchen aus.

Der Wiener serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic) hat  den neuen serbischen Patriarchen Porfirije (Peric) als "Glücksgriff" bezeichnet. Im Interview mit Kathpress im Anschluss an die Patriarchenwahl beschrieb Cilerdizic das neue Kirchenoberhaupt als ökumenisch aufgeschlossene und theologisch hoch gebildete Persönlichkeit. Peric habe sich in den vergangenen sieben Jahren für Versöhnung zwischen Katholiken und Orthodoxen eingesetzt und integrativ gewirkt, so Cilerdzic im Blick auf die angespannten Beziehungen zwischen Serbien und Kroatien.

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