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Unabhängigkeit Kataloniens?Die Separatisten siegten - dennoch stehen die Zeichen jetzt auf Dialog

Künftig wird im Separatistenblock nicht mehr die kompromisslose Partei „Junts“ das Sagen haben, sondern die moderatere Unabhängigkeitsbewegung „Esquerra“, die gegen einseitige Schritte und für eine Verhandlungslösung ist. Auch die erstarkten Sozialisten setzen auf Dialog.

Salvador Illa holte für die Sozialisten die meisten Stimmen - doch es reicht nicht für eine Regierungsmehrheit
Salvador Illa holte für die Sozialisten die meisten Stimmen - doch es reicht nicht für eine Regierungsmehrheit © AFP
 

Noch in der Wahlnacht schickte Kataloniens neuer starker Mann eine Botschaft an Spaniens Regierung: „Es ist die Zeit gekommen, um sich zusammenzusetzen und zu sehen, wie wir den Konflikt lösen können.“ Zum ersten Mal hätten mehr als die Hälfte der Wähler für die Unabhängigkeitsbewegung gestimmt, rief Pere Aragonès seinen Anhängern in Barcelona zu. „Wir haben jetzt eine enorme Kraft, um ein Referendum durchzusetzen“. Ein Unabhängigkeitsreferendum, das nach seinen Vorstellungen mit Madrid ausgehandelt und in dem über die Abspaltung Kataloniens von Spanien entschieden werden soll.

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CuiBono
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Autonomie - nicht Separatismus

DAS wäre die Devise und die Chancen dafür sind (wieder) ein klein wenig gestiegen.
Fehlt nur noch die Bereitschaft ALLER handelnden Institutionen.

Es wäre NIE soweit gekommen, hätten nicht die Nationalisten in Madrid vollkommen verantwortungslos und provozierend ultimativ alle Forderungen der Katalanen immer wieder abgelehnt. Gut unterstützt durch die seltsamen Monarchievertreter.

Hätten die Katalanen jene Autonomie zugestanden bekommen wie sie z.B. die Basken schon seit Jahrzehnten haben, wäre alles ruhig geblieben und der "Käs" schon lang gegessen.

Also - viel Lärm um nichts?
Ganz sicher nicht.
Beide Seiten werden ohne Zugeständnisse der jeweils anderen nicht nachgeben. In Katalonien scheint sich eine diskussionsbereite Mehrheit abzuzeichnen. Hoffentlich finden sich adäquat vernünftige Realisten auch in Madrid.
Ansonsten wird's "spanisch-heißblutig", und davon hat keiner was.
Schon gar nicht Europa, wobei die bisherige ultimative Negierung der Forderungen der Katalanen durch die EU ja auch nur als mehr als seltsame Verirrung benannt werden kann. Auch in Brüssel ist Umdenken und Deeskalierung angesagt.