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MigrationskriseVergessen hinter der Grenze zu Bosnien

Die Lage in Bosnien bleibt dramatisch und bietet sogar Konfliktpotenzial für Österreich.

Waldlager der Migranten
Waldlager der Migranten © (c) AFP (ELVIS BARUKCIC)
 

Zwei österreichische Delegationen, die sich vorige Woche unabhängig voneinander ein Bild von der Situation im bosnischen Nordosten machen wollten, bringen nicht nur erschütternde Eindrücke von der Lage der rund 9000 – meist asiatischen – Migranten zurück, sie erheben auch schwere Vorwürfe gegen die kroatischen Grenzbeamten. „Wir glauben bisher, dass Zurückschiebungen über die Grenze, so genannte Pushbacks, die Ausnahme seien“, erzählt die grüne Nationalratsabgeordnete Ewa Ernst-Dziedzic, „doch sie sind leider an der Tagesordnung.“ Dies berichteten ihr nicht nur die örtlichen Helfer sondern auch der Bürgermeister von Bihac, Suhret Fazlic, und der Premierminister des betroffenen Kantons Una-Sana, Mustafa Ruznic. Die Menschenrechtssprecherin der Grünen war vier Tage in dem Grenzgebiet zur Europäischen Union, in dem sich seit Monaten Migranten vor allem aus Afghanistan, Pakistan, Bangladesch und Syrien aufhalten.

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Landbomeranze
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warum fragt die Frau Dziedcic niemand,

weshalb die Lagerinsassen nicht in Bosnien ganz laut Asyl schreien. Muslimisches Land, kein Krieg, keine Bedrohung. Ein typisches Asyl Land nach der Genfer Menschenrechtskonvention für Muslime. Wer natürlich Asyl nach den Sozialbudgets sucht, der schaut, dass er nach Österreich oder Deutschland kommt. Und vielleicht bereist die Grüne einmal das kroatische Grenzgebiet um Glina. Dort lebten in EU Gebiet noch vor dem Erdbeben viele Kroaten in nach wie vor äußerst armen Verhältnissen in Dörfern, in denen nur 20 bis 30 % der Häuser bewohnt sind, aus dem Rest wachsen Stauden und Bäume. Und die regt sich auf, dass die Kroaten Wirtschaftsflüchtlinge zurückschieben? Die soll einmal schauen, dass den armen Kroaten in den ehemaligen Kriegsgebieten, immerhin Mitglieder der EU, geholfen wird. Zum Glück schieben Kroaten und Ungarn zurück, sonst würde der Raubzug in die österr. Sozialbudgets noch weit stärker sein. Das sind keine Asylanten nach der Genfer Flüchtlingskonvention

Zwiepack
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Notversorgung sollte sichergestellt werden

Dann jeden von mir aus 1.000 € in die Hand drücken und in den Flieger nach Hause setzen - fertig!

zweigerl
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MItverursachter Schlamassel

FRau Dziendziecz sollte mitbedenken, dass sie mit der liberalen Migrationspolitik der seinerzeitigen Grünen dieses humanitäre Schlamassel mitverursacht hat. Nun hängen diese bedauernswerten Glückssucher, die auch bei uns nicht mehr entsprechend ihren utopischen Vorstellungen auf den überfüllten Zug aufspringen könnten, in der Niemandszone zwischen zwei Balkanstaaten, die durch die Pandemie und einen völligen ökonomischen Lockdown mit der Flüchtlingsalimentierung krass überfordert sind. Kein Wunder, dass die österreichische Millionenhilfe, zu der die Frau Dziendiez keinen Cent beigetragen hat, von bedürftigen einheimischen Distributionsinstanzen kassiert worden ist.