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Urteil gegen NawalnyDer russische Staat hat einen Märtyrer geschaffen

Dreieinhalb Jahre soll Nawalny hinter Gitter. Damit hofft der Kreml, seinen Gegner aus dem Verkehr zu ziehen. Putin beweist, dass er den Sicherheitsapparat hinter sich hat. Doch gewonnen hat er damit nichts.

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Alexej Nawalny
Alexej Nawalny vor Gericht © AFP
 

Mit einem enormen Polizeiaufgebot und der Hilfe der Richter hat der Kreml jetzt also durchgezogen, was sich abgezeichnet hat: Alexej Nawalny, der nach dem Giftanschlag freiwillig nach Russland zurückkehrte, bleibt hinter Gittern. Die Kritik, man habe ihn unter einer fadenscheinigen Begründung verurteilt und wollte ihn mundtot machen, ist nicht von der Hand zu weisen: Nawalny hat Bewährungsauflagen nicht erfüllt, weil er, wie alle wussten, im Koma lag. Und im Koma lag er, weil ein Anschlag auf ihn verübt worden war, mit einem Nervenkampfstoff, der üblicherweise nur staatlichen Strukturen zur Verfügung steht.

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