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London verwaistDie Briten scheuen die Rückkehr in ihre Büros

Allen Regierungsappellen zum Trotz: Die Innenstädte im Vereinigten Königreich verwaisen. Hart trifft es die City von London.

Leere Straßen von London
Leere Straßen von London © AP
 

Weil sonst die Innenstädte veröden und immer mehr Jobs verloren gehen, will die konservative Regierung von Premier Boris Johnson die Briten mit düsteren Drohungen und freundlichen Appellen ins Büro zurückholen. Das gestaltet sich schwieriger als erwartet: Viele haben es sich im Homeoffice gemütlich gemacht, fürchten die lange und teure Pendelei. Hinzu kommt die Verunsicherung durch immer neue Regierungspannen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Das Londoner Finanzviertel am Wochentag: Wo sich sonst Autos stauen und nach Feierabend dichte Menschentrauben um die Pubs stehen, kann man Passanten jetzt an einer Hand abzählen. Die normalerweise allgegenwärtigen Schlangen vor Sandwich-Läden zur Mittagszeit gibt es vereinzelt nur deshalb, weil viele Filialen der großen Ketten geschlossen bleiben.

Kommentare (2)

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zweigerl
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Parkinson-Gesetz

Die hypertrophierten Büropaläste, mit denen sich die Immobilienbranche eine goldene Nase verdient, ist auch das Ergebnis von Parkinsons berühmtem Gesetz, dass Arbeitsmöglichkeiten (unnötige) Arbeit generieren: Work expands so as to fill the time available for its completion. Die Möglichkeiten der Digitalisierung beenden eventuell diesen Unfug. Die Londoner City selbst ist als welttouristisches Zentrum nicht auf die Büromenschen angewiesen, die ihre Pubs aufsuchen.

Amadeus005
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Naja

Die Touristen kommen halt auch noch lange nicht.