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Kein österreichischer Alleingang In ganz Europa gehen die Rollbalken herunter

Österreich liegt mit den Maßnahmen im europäischen Mainstream. Überall wird der Unterricht eingestellt, werden Geschäfte geschlossen, Veranstaltungshallen gesperrt. Ein Überblick.

Der Louvre in Paris
Der Louvre in Paris © APA/AFP/THOMAS SAMSON
 

DEUTSCHLAND Aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus werden die meisten Schulen und Kitas in Deutschland ab der kommenden Woche geschlossen. Bis Freitagnachmittag kündigten 13 Bundesländer flächendeckende Schließungen an. "Wir sind gewillt, die Bundesregierung, aber auch die Bundesländer, der Deutsche Bundestag, alles zu tun, was notwendig ist, alles zu tun, was Deutschland braucht, damit wir durch diese Krise möglichst gut hindurchkommen", sagte Bundeskanzlerin Angelika Merkel.

FRANKREICHS Präsident Emmanuel Macron hat die Schließung aller Schulen, Hochschulen und Kindertagesstätten ab Montag verfügt. Nach österreichischem Vorbild werden alle Versammlungen von mehr als hundert Menschen verfügt. Die beiden Runden der Kommunalwahlen an diesem und kommenden Sonntag finden dagegen statt. Öffentliche Verkehrsmittel wie die Pariser Metro mit ihren Millionen Nutzern bleiben vorerst geöffnet.

GROSSBRITANNIEN hat die Kommunalwahlen, den London-Marathon verschoben und die Premier League gestoppt. In Großbritannien haben sich nach Einschätzung von Medizinern bereits bis zu 10.000 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt. Angesichts dieser Lage gibt es starke Kritik am Krisenmanagement der Regierung. Premier Boris Johnson erklärte zwar: "Das ist die schlimmste Gesundheitskrise in einer Generation."  Trotzdem seien weitgehende Maßnahmen wie Schulschließungen noch nicht angezeigt. "Die gefährlichste Situation ist nicht jetzt, sondern in einigen Wochen", sagte der Premier. Trotzdem dürfte der Druck auf Johnson wachsen, drastischere Maßnahmen einzuführen. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon hatte am Donnerstag für ihren Landesteil von Beginn der kommenden Woche an ein Verbot für Versammlungen von mehr als 500 Personen angekündigt

In BELGIEN hatte die Regierung ursprünglich davon abgeraten, Schulen zu schließen. Am Donnerstagabend kam die Kehrtwende: Ministerpräsidentin Sophie Wilmes kündigte an, dass alle Schulen, Cafes und Restaurants bis kurz vor den Osterferien geschlossen bleiben.
 
In den NIEDERLANDEN müssen zur Eindämmung der Coronavirus  Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern abgesagt werden. Die Maßnahme gelte zunächst bis zum 1. April. Für die Schließung von Schulen bestehe hingegen bisher keine Notwendigkeit,

LUXEMBURG schließt nicht nur alle Schulen bis Ende des Monats, auch Besuche in Altersheimen und Krankenhäusern sind verboten. Es handle sich um Maßnahmen, wie es sie in Luxemburg noch nie gegeben habe, sagte Regierungschef Xavier Bettel.

DÄNEMARK hat angesichts einer rasanten Ausbreitung des Virus für zwei Wochen Schulen, Kinderbetreuungsstätten und öffentliche Einrichtungen geschlossen. In Dänemark können Versammlungen von mehr als hundert Menschen untersagt sowie Infizierte gezwungen werden, sich behandeln zu lassen. Das Gesundheitsministerium kann zudem ab sofort den Zutritt zu öffentlichen Einrichtungen, Supermärkten und anderen Geschäften ebenso wie Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen verbieten und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel einschränken. Dänemark schließt in der Corona-Krise bis auf Weiteres seine Grenzen.

In SLOWENIEN wurde  wegen einer zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus noch am heutigen Donnerstag die Epidemie ausgerufen.  Ab Montag werden außerdem alle Schulen, Kindergärten und Universitäten bis zum 29. März geschlossen werden

In TSCHECHIEN sind seit Mittwoch Volksschulen und weiterführende Schulen bis auf weiteres geschlossen. Zudem verhängte das Land einen kompletten Reisebann. Ausländer dürfen ab Montag nicht mehr einreisen, Tschechen nicht mehr ausreisen.

Auch die SLOWAKEI verhängt wegen der Coronavirus-Pandemie ein Einreiseverbot für fast alle Ausländer. Zudem kündigte sie die Schließung aller internationaler Flughäfen, Schulen, kulturellen Einrichtungen und Vergnügungsstätten an.

POLEN ordnete die Schließung von Schulen, Kindergärten und Universitäten bis zum 25. März an.

RUMÄNIEN schließt bis zum 22. März die Schulen und rief Universitäten zu Online-Unterricht auf.

BULGARIEN. Im Kampf gegen das Coronavirus hat Bulgarien einen einmonatigen Ausnahmezustand erklärt. Gesundheitsminister Kiril Ananiew ordnete die Schließung aller Handelszentren und Läden an - mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften, Apotheken und Drogerien. Kindergärten und –horte sowie Schulen und Universitäten müssen ebenso schließen. Bis 29. März müssen auch Esslokale, Diskotheken, Vergnügungs- und Glücksspielsäle sowie Bars geschlossen bleiben. Alle Massen- und Sportevents sowie Konferenzen müssen abgesagt werden. Besuche von Kinos, Theatern, Konzerten, Museen sowie Sport-, Fitness- und Wellness-Zentren wurden untersagt.

GRIECHENLAND verfügte bereits am Dienstag eine zweiwöchige Schließung aller Krippen, Schulen und Universitäten.

In SPANIEN wurden bisher nur in der Hauptstadtregion Madrid und in einigen Regionen im Norden des Landes Kindergärten, Schulen und Universitäten geschlossen. Flächendeckende Schul- und Kindergartenschließungen wären in dem Land ein besonders ernstes Problem, da Großeltern oftmals eng in die Kinderbetreuung einbezogen sind. Staatliche Kinderbetreuung gibt es kaum.

In PORTUGAL beginnen die Schulschließungen am Montag und dauern bis zum Osterwochenende.

In NORWEGEN verfügte die Regierung am Donnerstag die Schließung aller Schulen, Bars sowie anderer öffentlicher Einrichtungen. Es handle sich um die "stärksten und einschneidendsten Maßnahmen" in Norwegen in Friedenszeiten, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg.

Auch in LETTLAND und LITAUEN bleiben die Schulen vorerst geschlossen.

In IRLAND sind seit Freitag alle Schulen, Hochschulen und Kindergärten geschlossen, sowie große Veranstaltungen, wie die Paraden zum Nationalfeiertag St. Patrick's Day, abgesagt.

 

 

Kommentare (10)

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bimsi1
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Interessant, Russland und Sibirien, Mongolei.

Gibts dort keinen Virus?

nussrebell
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Nein!

😉

sunny1981
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Vorreiter

Österreich ist ein Vorreiter der Regelungen in Sachen Coronavirus, viele Staaten trauten sich vorher nicht so aggressiv durchzugreifen.
Weiter so👍

Irgendeiner
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Weißt Du, es reicht jetzt,drei Wochen nichts gegen

eine exponentiell wachsende Virendurchseuchung zu tun,zu krähen wir hätten es im Griff,Betriebswirteln wie Mahrer den Taulosen,Schrammböck die Ahnungslose und Kapsch den Hysteriefahnder fröhlich zum brabbeln über eine Pandemie vorzuschicken,dann noch die Tests zu restringieren und Schmierinfektionen zu ignorieren,heute lese ich Terminals und anderes werden j e t z t abgewischt,weißt Du wann ich das hier schon gesagt hatte,samt den präsumptiven Zeiten wie lange der Dreck so bleibt,wenn Du dieses Fiasko jetzt auch noch anfängst in deiner völligen überforderten Unwissenheit zu loben, hast Du ein Problem,aber nicht mit dem Virus.

PiJo
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Irgendeiner

Sie sind ein Hellseher . Ihre These ist in einer Diktatur durchsetzbar aber nicht in
einem Österreich mit so vielen "Experten! , die bei jeder Maßnahme etwas auszusetzen haben, so nach dem Motto "Hätte, hätte, Fahrradkette"

Irgendeiner
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Nein,ich bin kein Hellseher, ich bin nur kein Imagepfleger und

Aussitzer und erwarte von einem verantwortlichen Politiker daß er seine Verantwortung selbst dann wahrnimmt wenn es seiner Popularität schadet.Und die Südkoreaner sind eine Demokratie und gleich in die Gänge gekommen,daß wir hier nicht chinesisch arbeiten können weiß ich auch.Und ich habs schon vorher gesagt weil ich auch kein Vollidiot bin und mir nicht erst mitten in einer Pandemie einfällt was exponentiell ist.Nix hätte, hätte ,ihr habt nicht zugehört und einer hat sich wieder selbst gestreichelt und es im Griff gehabt.Und jetzt hats uns im Griff.

Mein Graz
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@sunny1981

Vorreiter waren wohl eher Südkorea oder Taiwan...

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@Mein Graz

Schon lustig, wie viele Rotstrichler die Welt sehen. Ob von denen je einer einmal weiter als bis zum nächsten Bierzelt gekommen ist?

limbo17
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Sie sind einfach

nur ein kleiner Stänkerer und Stichler!

kleinalm
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Mein Gott!

Hast du was gegen Österreich oder bist du immer so komisch?