Der abgedankte japanische Kaiser Akihito gibt seinem Volk Grund zur Sorge. Der 86 Jahre alte Vater des heutigen Kaisers Naruhito habe am Mittwoch in seiner Residenz in Tokio vorübergehend das Bewusstsein verloren und sei kollabiert - eine anschließende Untersuchung habe jedoch keine gesundheitlichen Unregelmäßigkeiten erbracht, gab das Haushofamt am Donnerstag bekannt.

Akihito sei wieder in normalem Zustand und habe auch wie immer gefrühstückt. Der im Volk äußerst beliebte frühere Monarch hatte im April vergangenen Jahres auf eigenen Wunsch abgedankt und als Begründung nachlassende Kräfte angeführt.

Er war der erste Kaiser Japans seit rund 200 Jahren, der noch zu Lebzeiten den Thron für seinen Nachfolger freimachte. Der 86-Jährige leidet seit einigen Jahren unter einer angeschlagenen Gesundheit. Bereits 2008 hatte Akihito stressbedingte Gesundheitsprobleme gehabt, unter anderem Magenbluten. Der Kaiser, der 2003 wegen Prostatakrebs operiert wurde, musste sich auch einer Bypass-Operation unterziehen. Im vergangenen Juli litt er unter zerebraler Anämie.