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Neue EuropaministerinEdtstadler besorgt: Antisemitismus europaweit im Steigen

Als "sehr besorgniserregend" bezeichnete es Edtstadler, dass Antisemitismus nun "in ganz Europa im Steigen" sei und sich "Juden und Jüdinnen in Europa zunehmend unsicherer fühlen und auch tatsächlich überlegen, auszuwandern".

 Europaministerin Karoline Edtstadler
Europaministerin Karoline Edtstadler © APA/HANS KLAUS TECHT
 

Der erste Besuch der neuen Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) in Brüssel hat am Sonntag mit der Teilnahme an einem Ministertreffen der Internationalen Allianz für Holocaust-Gedenken (IHRA) begonnen. Dabei hob Edtstadler die Bedeutung von Bildung bei der Bekämpfung von Antisemitismus und anderen Formen der Diskriminierung hervor.

"Nur wenn man über die Dinge Bescheid weiß, kann man auch aufstehen, wenn man solche Phänomene in der Alltagssituation erlebt", sagte die Ministerin gegenüber Journalisten und forderte eine fächerübergreifende Behandlung des Themas im Schulunterricht. 2020 sei ein wichtiges Erinnerungsjahr, da die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau sich zum 75. Mal jähre.

Nur wenn man über die Dinge Bescheid weiß, kann man auch aufstehen, wenn man solche Phänomene in der Alltagssituation erlebt

Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP)

Antisemitismus nimmt zu

Als "sehr besorgniserregend" bezeichnete es Edtstadler, dass Antisemitismus nun "in ganz Europa im Steigen" sei und sich "Juden und Jüdinnen in Europa zunehmend unsicherer fühlen und auch tatsächlich überlegen, auszuwandern". "Es liegt an uns, hier alle möglichen Gegenmaßnahmen zu ergreifen, dass wir hier ein Klima schaffen des Verständnisses, des Verstehens, des Forschens", so Edtstadler. In Österreich sei die Zusammenarbeit mit der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) "sehr gut", damit auch der Schutz etabliert werde, "aber was wir viel mehr noch brauchen, ist Bildung".

Die Ministerin erinnerte daran, dass die EU-Länder bis Ende 2020 gemäß einem Ratsbeschluss unter österreichischem EU-Vorsitz von 2018 Strategien für die Sicherheit jüdischer Gemeinden vorlegen sollen. Auch in Österreich sei man daran, eine Strategie zu entwickeln. Dabei könne man auf die Expertise der IHRA zurückgreifen.

"Problem nicht sehr groß"

Der Außenminister des aktuellen EU-Ratsvorsitzlandes Kroatien, Gordan Grlic Radman, sieht das Problem des Antisemitismus in seinem Land als "eigentlich nicht sehr groß" an. Die jüdische Gemeinschaft sei gut integriert. Die neue Generation müsse dennoch "belehrt" werden, da "so etwas (der Holocaust, Anm.) nie wieder passieren soll". "Frieden, Stabilität und auch soziale Sicherheit haben keine Alternative", sagte er und unterstrich die Bedeutung der Europäischen Union als Wertegemeinschaft.

Frieden, Stabilität und auch soziale Sicherheit haben keine Alternative

Gordan Grlic Radman, Kroatiens Außenminister

Auf Einladung der Internationalen Allianz und der Regierung Luxemburgs waren am Sonntag Minister und hochrangige Regierungsmitglieder aus 35 Ländern nach Brüssel gekommen, um eine aus 14 Maßnahmen bestehende Erklärung anzunehmen, die das Ziel der Allianz stützt und von jedem Mitgliedsstaat mitgetragen wird. Die Organisation setzt sich dafür ein, dass die Erinnerung an den Holocaust korrekt aufrechterhalten wird, sowie für eine "Welt ohne Völkermord".

Vorgehen gegen Holocaust-Leugner

Unter den Maßnahmen finden sich das verantwortliche Vorgehen gegen die Leugnung des Holocaust, gegen Antisemitismus und alle Formen von Rassismus. Sie betreffen den Bildungsbereich, die Gedenkkultur und Forschung und die Archivierung von Zeitdokumenten.

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn lenkte in Brüssel die Aufmerksamkeit auf aktuelle Krisenherde. "Es bestehen noch immer, sagen wir mal, große Menschenrechtsverletzungen, Genozide", sagte er unter Verweis auf Syrien, dem Jemen, dem Irak und andere Konfliktherde. Deshalb sei es wichtig, 20 Jahre nach der Deklaration von Stockholm, dem Gründungsdokument der IHRA, die neuen Gefahren zu berücksichtigen - darunter auch die Sozialen Medien, in denen der Holocaust infrage gestellt werde, sowie den steigenden Antisemitismus. "Hier muss man wirklich sich dagegen wehren", so Asselborn.

Stockholmer Deklaration

Die Stockholmer Deklaration ist das Gründungsdokument der IHRA, in der die Beispiellosigkeit der Vernichtung der Juden durch das nationalsozialistische Regime und ihre universelle Bedeutung festgehalten werden. Die acht Punkte der angenommenen Erklärung beschreiben die Verantwortung der Staaten, den Holocaust weiter zu erforschen und der Opfer zu gedenken.

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Plauen
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Frau Edtstadler

meint sicher den Antisemitismus, der von Moslems ausgeht, nicht den der Rechten.

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H260345H
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Vor dieser "DAME" MUSS

man sich als unbescholtener Mensch echt fürchten, ihr BLICK bedeutet nichts Gutes, aber er offenbart ihren Charakter - ihr als Angeklagter gegenüberzustehen war meist ein Lotteriespiel, denn das Urteil fällte sie sicherlich mit Eiseskälte, ob richtig oder auch nicht!
Bis auf die Knochen blamiert hat sich die Frau Akademikerin in der ZIB-2 beim Interview, sie konnte wegen purer AHNUNGSLOSIGKEIT keine einzige Frage beantworten, sondern flüchtete sich in dümmliche Phrasen, die sie wahrscheinlich -so sah es jedenfalls aus, so musste man den Eindruck haben!- mühevoll einstudiert hatte!

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Irgendeiner
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Sei lieb,laß ihr Aussehen, das ist als Schluß immer gefährlich,

halt Dich an das was sie tut, das ist zumindest für mich schlimm genug.Gibt Menschen die sehen aus als obs in der nächsten Minute den Berserker geben und dich in der Luft zerreißen würden,wennst mit denen redest sinds dann die liebenswürdigsten tapsigsten weichherzigen Bären die man sich vorstellen kann,das Gegenteil gibts auch,never judge a book by its cover.Deinem Urteil im Rest widersprech ich natürlich nicht.

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mapem
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Oh ja, Frau Edtstadler, da ist man in der Tat baff erstaunt – gell!

Gestern ist er plötzlich vom Himmel gefallen – der Antisemitismus – und jetzt ist er ganz überraschend da … und alle fragen sich: Teufel, wo kommt der nur her? …

Wenn es wenigstens im näheren Umfeld einen Einzelfall gegeben hätte – aber so …

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Irgendeiner
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Ja, Frau Edtstadler,noch den Gesetzen zur Eigenwerbung

von Basti die von allen Experten, Juristen.Rechtsoziologen, Opferverbänden zum Mumpitz erklärt wurden jetzt der aufrechte Kampf gegen den Antisemitismus,löblich,löblich. Und natürlich Frau Edtstadler,werma jüdische Mitbürger nicht drangsalieren lassen,gar keine Frage, Frau Edtstadler und sie treten aufrecht für das Recht jedes Bürgers ein frei und unmolestiert zu leben und da ist kein Hintergedanke das einer anderen Gruppe hinzuschieden, edel sei der Jurist, hilfreich und gut,nicht.Ich frag mich nur warum, als da die österreichspezifische Studie zum Antisemitismus kam wir nur über den muslimischen Anteil sprachen und nicht über den riesigen Bodensatz bei den Lederhosen.Naja,wird Zufall sein, Frau Edtstadler, sie lassen sich sicher von der Sache leiten und würden nie was suggerieren wollen.

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satiricus
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Auf mich wirkt....

.... diese Dame eher wie ein Eisschrank :-(

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IlMaestroEder
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Ziemlich

heißer Eisschrank

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tomtitan
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Stimmt - kalter Blick...

wäre als Filmbösewichtin sehr gut zu gebrauchen...

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Lodengrün
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Irrtum

mit diesem Blick (geprobt wie alles in dieser Partei vorm Spiegel) erscheinen wir hart, unbestechlich, tough. Geht es allerdings ins Detail zerbröselt es sie wie kürzlich in der ZIBII gewaltig und man rettet sich in die von der Partei vorgegebenen und immer aufs Neue strapazierten Worthülsen.

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Balrog206
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Loden

Wo du überall dabei bist , Wahnsinn !

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Lodengrün
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Das ist

der guten Dame nicht eingefallen als sie mit der FPÖ in Koalition waren. Als Herr Deutsch von der IKG auf deren Rülpser aller Art hinwies hat man das vornehm überhört. Jetzt kann Mann mit dieser Bemerkung politische Meter machen.

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styrianprawda
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Die jüdische Gemeinschaft sei gut integriert.

Was heißt hier "integriert"!
Die bei uns lebenden Jüdinnen undJuden leben doch nicht in einer Parallelgesellschaft, sie sind ein Teil von uns.
Und das seit Jahrhunderten.

Sagt man "sie sind gut integriert" auch über die Menschen, deren Vorfahren im 19. Jhd. aus Tschechien oder Italien kamen (z.B. die der Hr. Vilimsky oder Eustacchio)?

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Irgendeiner
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Ja, styrian,natürlich sind unsere jüdischen Mitbürger

heute durchschnittlich wie der Rest, wenn sie keine religiösen Insignien tragen an denen du sie erkennst,allerdings hama halt sehr viele ermordet und vertrieben,wie überhaupt alles was intelligent war,das ganze Bildungsbürgertum ist weg.Und die, die ich persönlich kenne könnte ich,weil säkular, auch nicht als Juden festpinnen wenn sie es mir nicht gesagt hätten,als Gruppe sind die so nicht zu separieren,ein Vorteil den andere nicht haben.Aber weil Du die Parallelgesellschaft gegen die Muslime in Stellung bringst, also topographische,berufliche und religiöse Seperation, kennst die Geschichte der jüdischen Mitbürger bis zur Shoa bei uns oder willst nur Stimmung machen?Das ist nämlich auch ein bißchen anders gewesen.

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styrianprawda
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@Irgendeiner

Der Einzige, der "Paralellgesellschaft" mit Muslimen verbindet, sind Sie.
Und auch der Einzige der "Stimmung" machen will, sind Sie.

"Si tacuisses, ..."!

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Irgendeiner
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Styrian, laß das tu quoque,ich bins,

und wenn du Kopftuch sagst assoziert niemand hier den Turban der Sikhs und wenn Du Parallelgesellschaft sagst denkt niemand an die Reichenviertlel im Südamerikanischen und das weißt Du so gut wie ich,denn Du liest täglich Zeitung oder mehr,nicht.Aber jetzt sagst mir doch was der Hinweis daß die Juden bei uns nicht in einer Parallellgesellschaft leben für einen Kontrast hatte,die tun so vieles nicht,aber wenn ich sage daß die sich nicht dauernd mit einem Holzbrett auf den Kopf hauen muß ich was meinen, außer ich lieg auf einer Couch,und ein bärtiger Mann sitzt daneben, verstehst.Weißt, Edtstadler spielt nicht über die Bande bei mir und Du auch nicht,ich hab die rhetorischen Faxen dicke,das kannst hier vielleicht mit den gutgläubigen Gemütern spielen,aber ich bin von einem anderen Stamme,wir haben härtere Riten,Antwort.

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styrianprawda
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@Irgendeiner

Setzen Sie sich gaaaanz ruhig hin, holen Sie ein paar Mal tief Luft und entspannen Sie sich.

Sie werden sehen, das hilft, daß Sie von Ihrem narzisstisch-manierierten Zustand wegkommen.

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Irgendeiner
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Komm, das ist putzig,sonst gar nichts,Du machst mir Freude,

hast Du dir über mich nicht schon genug den Kopf zerbrochen und das laut, hats was genützt? Lenk nicht ab, Du hast Parallelgesellschaft gesagt,ich will wissen was der Kontrast zu den jüdischen Mitbürgern war,in die Seite reden hilft nicht.Und Narzismus,da würde ich mich ja mit mir selbst beschäftigen,ich find aber Dich viel interessanter und lustiger auch.Nach anderen Sachen frag ich noch, aber jetzt will ich das wissen,also Du sprichst es, Du erklärst es.It´s easy.

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Lodengrün
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Bei Strache

Enkel eines Wirtschaftsflüchtlings kann von erfolgreicher Integration nicht die Rede sein. Wer hat die Absicht sein Heimatland an Oligarchen zu verhökern und gestandenen Firmen wie Strabag zu schaden.

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Sam125
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Was heißt das Enkel eines "Wirtschaftsflüchtlings ",!

Kennen sie das Lied: als Böhmen (auch Teile Mährens) noch bei Österreich waren? So sind auch die Menschen, die an der Slowenischen Grenze ( früher unsere Untersteiermark)und an der Grenze zu Ungarn ( früher sogar das Königreich Österreich-Ungarn), bestimmt keine Wirtschaftsflüchtlinge gewesen, denn diese Völker mussten oft sogar gegen ihren Willen dem Kaiserreich Österreich - Ungarn angehören! Ja, und viele seltsam klingende Namen stammen aus dieser Zeit und DAS waren KEINE Wirtschaftsflüchtlinge,sondern oft gegen ihren WILLEN Österreicher! Mir ist herzlich egal was der Herr Strache ist oder tut, aber ich lass nicht jeden Österreicher mit einen slavisch klingenden Namen, als ehemalige Wirtschaftflüchlinge Schimpfen!!

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styrianprawda
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@Sam125

Wo habe ich was von "Wirtschaftsflüchtlingen" geschrieben?

Sie sollten vielleicht das, worauf Sie posten, zuerst lesen!

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lombok
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Eh klar!

Frau Edtstadler will dramatisieren, da es ja das ÖVP Programm widerspiegelt.

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UHBP
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Dabei hob Edtstadler die Bedeutung von Bildung bei der Bekämpfung von Antisemitismus und anderen Formen der Diskriminierung hervor.

Wenn es nicht so ein ernstes Thema wäre, könnte man glauben, es ist ein Scherz.
Bestrebungen zur Sicherungs- bzw. Schutzhaft, Kopftuchverbot für einzelne Bevölkerungsgruppen, etc.
Damals waren es Juden heute sind es andere. (Es fangt genauso an, STS)
Die Rechten leben sehr gut von der Unbildung der Menschen und tun alles damit es auch so bleibt.

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schteirischprovessa
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Ja, ja, das Verbot des Kopftuchs für Mädchen bis 14 ung gar für Lehrerinen,

das als Zeichen der Unterdrückung in patriachischen Gesellschaften gibt, ist wirklich ein Zeichen des Antisemitismus.
Das wolltest doch ausdrücken?

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UHBP
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@sch..

Wenn du mein Post gelesen/verstanden hättest, würde sich deine Frage erübrigen.
ad: " als Zeichen der Unterdrückung in patriarchischen Gesellschaften"
Und was ist die Kippa für Jüdische Jungs? Ein Zeichen der Befreiung? (Das jüdische Gesetz verpflichtet Männer zum Tragen einer Kopfbedeckung)
PS: Vielleicht solltest du nicht so untertänig alles übernehmen was dir von den Türkisen vorgekaut wird.
Mitdenken anstatt mitlaufen - nachdenken anstatt nachlaufen!

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schteirischprovessa
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Danke für die Aufklärung.

Also hat dein Posting doch den üblichen Zweck gehabt: Alles was von Türkis kommt schlecht zu machen.
Nur ein Schelm würde auf die Idee kommen, dass da Vorurteile im Spiel sind.

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