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SlowenienAKW Krsko: SPÖ und FPÖ gegen zweiten Reaktor

Der slowenische Regierungschef Marjan Sarec drängt weiterhin auf den Bau eines zweiten Atomreaktors auf dem Gelände des in Österreich kritisch betrachteten Atomkraftwerks Slowenien will zweiten Atomreaktor in Krško bauen Dort solle ein weiterer Reaktor errichtet werden, bekräftigte Sarec am Donnerstag bei einem Besuch der Anlage, die Slowenien gemeinsam mit Kroatien betreibt. Nach Angaben von Kernkraftgegnern ist sie völlig veraltet.

AKW Krsko © Helmut Lunghammer
 

"Wir müssen alle notwendigen Anstrengungen unternehmen, um mit dem Bau eines zweiten Blocks zu beginnen, denn wir brauchen in Zukunft mehr Energie", sagte Sarec im etwa hundert Kilometer östlich der Hauptstadt Ljubljana gelegenen Slowenien will zweiten Atomreaktor in Krško bauen. Nur so könne sich das Land erfolgreich entwickeln. Vor einer Entscheidung werde er aber natürlich Experten befragen, versicherte der Regierungschef. Zudem müsste das Parlament zustimmen.

SPÖ und FPÖ gegen zweiten Reaktor

SPÖ und FPÖ haben sich am Freitag gegen die Pläne der slowenischen Regierung ausgesprochen, einen zweiten Reaktorblock im AKW Krsko zu errichten. "Das ist inakzeptabel, Atomkraft und Kohlekraft sollten Auslaufmodelle sein", betonte der steirische Landeshauptmannstellvertreter und Katastrophenschutzreferent Michael Schickhofer (SPÖ) in einer Aussendung. Zudem stehe das AKW in einer Erdbebenzone.

Der Kärntner FPÖ-Chef und Klubobmann im Landtag, Gernot Darmann, kündigte seinerseits "massiven Widerstand" gegen das Projekt an. Er erwarte sich von Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) einen offiziellen Protest der Kärntner Landesregierung, schrieb Darmann in einer Aussendung. Der FPÖ-Politiker nahm dabei auch die Kärntner Slowenenorganisationen in die Pflicht: "Ich fordere die Slowenenorganisationen auf, in der Frage des AKW Krsko gegenüber der Republik Slowenien klar und deutlich Stellung zu nehmen und ihren angeblichen Einfluss geltend zu machen."

Schickhofer forderte seinerseits die Bundesregierung auf, sofort tätig zu werden und Gespräche aufzunehmen, um das Vorhaben zu unterbinden. "Krsko sollte eigentlich lieber heute als morgen abgeschaltet werden. Einen Ausbau darf es unter keinen Umständen geben", stellte der steirische LHStv. klar. "Wir brauchen einen nationalen und europäischen Schulterschluss gegen den Ausbau des Atomkraftwerkes. Man müsse alle Kräfte bündeln, um einen weiteren Ausbau des Atomkraftwerkes zu verhindern."

Eigentlich sollte die Anlage 2023 abgeschaltet werden, die beiden EU-Länder einigten sich 2015 aber auf einen Weiterbetrieb für eine Dauer von 20 Jahren. Derzeit ist eine Laufzeitverlängerung bis 2043 Thema, hier könnte es eine grenzüberschreitende UVP geben. Eine solche fordert Österreich, wo die geplante Laufzeitverlängerung zwar auf Widerstand stößt. Neben den Umweltgruppen haben sich auch die Länder Kärnten und Steiermark schon vor geraumer Zeit gegen die Verlängerung ausgesprochen.

Foto © Helmut Lunghammer

Umweltgruppen, darunter die Organisation Greenpeace, fordern seit langem den Abriss des Atomkraftwerks. Als Gründe geben sie das Alter der Anlage sowie deren Lage in einer für Erdbeben anfälligen Region an.

Der slowenische Präsident, Borut Pahor, erwartete zuletzt bei seinem Wien-Besuch im Juni auch in Slowenien "Spannungen" in der Frage eines zweiten Reaktors. Er rechnete mit einer Volksabstimmung rechnet. Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen sagte zu diesem Thema: "Natürlich gibt es unter Freunden auch Punkte, wo man unterschiedlicher Meinung ist." Österreich verzichte seit 40 Jahren auf die Kernenergie, "und Slowenien nicht", sagte er.

Foto © Helmut Lunghammer

Der bereits existierende 700-Megawatt-Reaktor in Slowenien will zweiten Atomreaktor in Krško bauen wurde noch im ehemaligen Jugoslawien gebaut und ist seit 1983 in Betrieb. Seit dem Zusammenbruch Jugoslawiens wird das Atomkraftwerk gemeinsam von Slowenien und Kroatien verwaltet und versorgt auch beide Länder mit Strom - für Slowenien rund ein Drittel des gesamten Stroms.

Kommentare (5)

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ffld
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ÖVP

wieder einmal zeigt sich, den Türkisen ist unsere Umwelt und die Menschen egal.
Ich hatte gedacht, dass junge Menschen (z.B.Basti)heute schon anders denken.
Überhaupt wenn man 1986 zur Welt kam (Tschernobyl).
Aber bei denen zählt nur Postenschacher und Lagerhauspolitik !!!

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Irgendeiner
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Und Zusatz, die Roten protestieren, die

Blauen protestieren auch,war nicht immer so wenn ich an Jörg nach der Abstimmung denke,bei den Grünen setz ich das programmatisch voraus,was fehlt da noch, ah, ja,der Glyphosat Basti,was ist bei den Türkisen los, Farbe bekennen.

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Irgendeiner
4
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So, was war an meinem Posting regelwidrig, da ist eine Bruchlinie und

ich weiß wie die Plattentektonik läuft,daß jedes technische Werk störungsanfällig ist und auch einmal gestört ist, ist ein statistisches Trivium, es ist nur die Frage obs einen lokalen Stromausfall bedingt oder eine 20.000 jährige Verstrahlung des Gebietes und wenn Krsko hochgeht evakuierma rauf bis Graz,das ist berechnet.Und daß die Lokalen dann nicht nach Sünden zum Kern der Katastrophe sondern nach Norden also Richtung Deutschland laufen werden ist pychologisch und aus unzähligen Katastrophen erwiesen ,Flucht heißt nämlich weg,nicht hin,und daß die dann Flüchtlinge sind und auf fremdes Staatsgebiet wollen ist wieder ein rechtliches Faktum,das sie dann über die Behandlung von Flüchtlingen das Kopferl einschalten werden wieder ein triviales psychologisches.Und mehr zu wissen als andere ist immer noch nicht wider die Forenregeln.

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CuiBono
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6
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Wo ist er denn hin?

Der Kommentar von irgendeiner.
Grad war er noch hier zu lesen.

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CuiBono
2
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Jedes AKW

ist ein Verbrechen an der Menschheit.

Höchstrisiko-Werke,
keine Kostenwahrheit,
keine gesicherten Endlager.
WELTWEIT die gleiche Sauerei.

Und die faulen Eier werden bestenfalls von Generation zu Generation weiter gereicht. Dass hin und wieder eines bereits zerbrochen ist, hindert Wahnsinnige nicht daran, neue Werke anzudenken und hin zu stellen.

Der slowenische Regierungschef Marjan Sarec ist eigentlich kein Politiker sondern strahlender Sondermüll und gehört eigentlich inklusive aller, die den zweiten Reaktor auch nur andenken, ins Reaktorgebäude des bestehenden gesperrt und damit entsorgt.

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