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Nach MassakerTrump in Dayton und El Paso: Kühler Empfang und Proteste

Nach den verheerenden Schussattacken in El Paso und Dayton wächst der Druck auf US-Präsident Donald Trump, eine Verschärfung der Waffengesetze in die Wege zu leiten.

Donald Trump mit Ehefrau Melania und Einsatzkräften in El Paso © (c) AP (Mark Lambie)
 

 Bei Besuchen des Präsidenten in den beiden Städten am Mittwoch (Ortszeit) forderten Politiker eindringlich strikte Hintergrund-Checks für Waffenkäufer und ein Verbot von Sturmgewehren im Land. Trump äußerte sich aufgeschlossen für Hintergrundprüfungen für Waffenbesitzer, ließ aber offen, in welchem Umfang. Die Rufe nach einem Verbot von Schnellfeuerwaffen wies er als nicht mehrheitsfähig zurück. Trump traf sich in Dayton und El Paso mit Opfern und Helfern. Seine Besuche wurden von Protesten begleitet.

In El Paso an der Grenze zu Mexiko hatte ein Schütze am Samstag in einem Einkaufszentrum um sich gefeuert. Insgesamt kamen 22 Menschen ums Leben, darunter mehrere Mexikaner und auch ein Deutscher. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Hintergrund aus. Der mutmaßliche Täter, ein 21-jähriger Weißer, ergab sich der Polizei und ist in Gewahrsam. In der Nacht auf Sonntag hatte in Dayton ein weiterer Schütze neun Menschen getötet. Das Motiv des 24 Jahre alten Täters ist bisher unklar. Der Mann wurde von der Polizei erschossen.

Massaker in Dayron und El Paso: Trump traf Opfer und Helfer

Begleitet von Protesten hat US-Präsident Donald Trump die texanische Stadt El Paso besucht, ...

(c) AP (Andres Leighton)

... wo ein mutmaßlich rassistisch motivierter Angreifer am Samstag 22 Menschen erschossen hatte.

(c) AP (Andres Leighton)

Trump verbrachte am Mittwoch rund eineinhalb Stunden in einem Krankenhaus und traf dort Mitarbeiter und Verletzte. Im Anschluss traf er Polizisten in der Notfall-Kommandozentrale.

(c) APA/AFP/SAUL LOEB (SAUL LOEB)

Bewohner der Stadt an der Grenze zu Mexiko protestierten gegen Trumps Besuch. Sie stellten sich mit Plakaten mit Aufschriften wie "Geh nach Hause. Du bist hier NICHT willkommen" und "Trumps Hass und Rassismus sind hier nicht willkommen" an den Straßenrand.

(c) APA/AFP/MARK RALSTON (MARK RALSTON)

Der US-Präsident hatte zuvor die Stadt Dayton im Staat Ohio besucht, wo ein 24-Jähriger 13 Stunden nach der Attacke von El Paso neun Menschen erschossen hatte. Auch dort gab es Proteste gegen Trumps Besuch.

(c) APA/AFP/SAUL LOEB (SAUL LOEB)

Die beiden Schusswaffenattacken haben die Rassismus-Debatte um Trump neu angeheizt. Der Präsident hatte nach den Angriffen zwar ungewohnt deutlich Rassismus und die Ideologie weißer Vorherrschaft verurteilt.

(c) APA/AFP/SAUL LOEB (SAUL LOEB)

Kritiker werfen ihm jedoch vor, selbst mit seiner aggressiven Rhetorik Rassismus und Gewalt zu schüren.

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Krankenhausbesuch in Dayton

In Dayton besuchte der US-Präsident gemeinsam mit seiner Frau Melania ein Krankenhaus und traf dort nach Angaben des Weißen Hauses Verletzte, Angehörige der Opfer, Rettungskräfte und Polizisten. Medien waren dabei nicht zugelassen. Trump verzichtete demonstrativ darauf, öffentlich aufzutreten oder das Stadtviertel zu besuchen, in dem sich die blutige Attacke abgespielt hatte. Aus dem Weißen Haus hieß es, die Opfer sollten im Vordergrund stehen.

Die Bürgermeisterin von Dayton, die Demokratin Nan Whaley, sagte, es sei eine gute Entscheidung Trumps gewesen, dass er nicht zum Ort des Geschehens gegangen sei. In der Gemeinde gebe es viel Wut, dass es zu der Tat gekommen sei. Whaley sagte, die Opfer und Rettungskräfte hätten sich über Trumps Besuch gefreut. Sie sagte aber auch mit Blick auf den Präsidenten: "Seine Art zu reden, kann sehr spaltend sein. Und das ist das Letzte, was wir hier gebrauchen können."

In El Paso besuchten Trump und die First Lady am Mittwochnachmittag (Ortszeit) ebenfalls ein Krankenhaus und sprachen dort - wieder hinter verschlossenen Türen - mit Opfern der Attacke. Sie trafen sich außerdem mit Polizisten, die bei dem Angriff im Einsatz waren. Dort wurden sie von Journalisten begleitet.

In beiden Städten gab es Proteste gegen den Besuch aus dem Weißen Haus. Demonstranten in El Paso warfen Trump auf Schildern unter anderem Rassismus vor. In Dayton ließen Demonstranten einen überdimensionalen Baby-Trump-Ballon aufsteigen.

Die Bürgermeisterin von Dayton, Whaley, sagte, sie habe Trump bei seinem Besuch dringend aufgerufen, eine Verschärfung der Waffengesetze anzustoßen. Waffen wie jene des Schützen von Dayton müssten verboten werden. Der Schütze hatte ein Sturmgewehr benutzt. Diese sind in vielen US-Staaten leicht zu erwerben, werden anderswo aber fast nur vom Militär genutzt. Whaley warnte, wenn nichts passiere, werde es wahrscheinlich schon sehr bald das nächste Blutbad geben.

Strengere Hintergrund-Checks

Der demokratische Senator aus Ohio, Sherrod Brown, erklärte, er habe Trump bei der Visite aufgerufen, sich für eine Sondersitzung des republikanisch dominierten Senats einzusetzen, um dort die Einführung strenger Hintergrund-Checks für Waffenkäufer zu beschließen.

Das von den Demokraten dominierte Repräsentantenhaus hatte bereits im Februar einen Gesetzentwurf dazu verabschiedet. Die Demokraten werfen dem Mehrheitsführer im Senat, dem Republikaner Mitch McConnell, vor, eine Abstimmung darüber in der Kammer jedoch zu blockieren.

Trump sagte, Hintergrund-Checks für Waffenbesitzer seien wichtig. Dafür gebe es im Kongress in beiden Parteien große Unterstützung. Unklar blieb aber, ob Trump den Entwurf der Demokraten unterstützt oder nur Checks in geringerem Umfang befürwortet. "Ich will mental instabilen Menschen keine Waffen geben, oder Menschen mit Wut und Hass, oder kranken Menschen", sagte er. Weitergehende Schritte wie ein Verbot von Sturmgewehren hätten keine Unterstützung, sagte er.

Trumps Rhetorik

Kritiker werfen dem Präsidenten auch vor, mit seiner Rhetorik gegen Migranten den Rassismus im Land zu befeuern. Sie sehen daher eine Mitschuld Trumps an der rassistisch motivierten Attacke von El Paso. Der mutmaßliche Täter dort soll seinen Angriff "als Antwort auf die hispanische Invasion in Texas" bezeichnet haben. Trump hatte die Eindämmung illegaler Einwanderung über die Grenze zu Mexiko zu seiner Priorität gemacht und dabei selbst öfter von "Invasion" gesprochen.

Ex-US-Vizepräsident Joe Biden warf Trump vor, er befeuere mit seiner Sprache den Rechtsextremismus von Weißen im Land. Trump fehle die moralische Autorität, das Land zu führen, sagte Biden bei einem Auftritt im US-Staat Iowa. Biden ist bisher der aussichtsreichste Bewerber der Demokraten für die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei für 2020. Trump will bei der Wahl für eine weitere Amtszeit antreten.

Bereits seit Tagen ist Trump mit derlei Vorwürfen konfrontiert. Er wies diese Anschuldigungen zurück. Vor seiner Abreise nach Dayton und El Paso sagte Trump auf Fragen von Journalisten, er glaube nicht, dass seine Worte Rassismus und Gewalt beförderten. "Ich denke, meine Rhetorik bringt Menschen zusammen", sagte Trump. Trump sagte, seine Kritiker wollten bloß politisch punkten. Aus derlei Auseinandersetzungen wolle er sich heraushalten.

Gleichzeitig reagierte Trump am Mittwoch mit diversen Gegenattacken auf die Kritik aus den Reihen der Demokraten, unter anderem gegen Whaley und Biden. Er beklagte auch, die Demokraten stellten die Reaktionen auf seinen Besuch in Dayton und El Paso falsch dar. Ihm sei dort viel Liebe und Respekt für das Präsidentenamt begegnet.

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Mein Graz
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Ich würde mir einen Besuch verbitten.

Erst hetzt er mit seinen Statements die Menschen auf um dann Betroffenheit zu heucheln.

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paulrandig
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Natürlich hat er die armen Opfer im Krankenhaus besucht.

Das sind wahrscheinlich die einzigen, die nicht einfach weglaufen können oder die von den Medikamenten so benebelt sind, dass sie sich noch freuen...

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homerjsimpson
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Der Arme Trump muss weil Wahlkampf ist....

..Mitgefühl und Verständnis heucheln. Seine Politik: Gebt allen eine Waffe dann regelt sich das schon alles von selbst. Aber nix regelt sich so, aber es gibt 100e Massaker die es sonst so nie geben würde.

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