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Nur noch eine Stimme VorsprungRückschlag für Johnson bei Nachwahl in Wales

Die ohnehin schon knappe Mehrheit des britischen Premiers Boris Johnson im Parlament in London ist nach einer Nachwahl auf eine einzige Stimme zusammengeschmolzen.

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Jane Dodds gewann die Nachwahl und schlug den Kandidaten der britischen Konservativen © APA/AFP/ISABEL INFANTES
 

Der bisher von den Tories gehaltene Sitz für die Grafschaft Brecon und Radnorshire im Osten von Wales fiel nach Angaben der Agentur PA vom frühen Freitag an die europafreundlichen Liberaldemokraten. Die Liberaldemokratin Jane Dodds gewann die Nachwahl und schlug den Kandidaten der britischen Konservativen, Chris Davies. Laut in der Nacht auf Freitag veröffentlichten Ergebnissen kam Dodds auf mehr als 13.800 Stimmen, Davies auf rund 12.400.

Meine erste Handlung als Abgeordnete in Westminister wird sein, Boris Johnson zu finden, egal wo er sich versteckt, und ihm laut und deutlich zu sagen: Hören Sie auf, mit der Zukunft unserer Gemeinden zu spielen, und schließen Sie einen No-Deal-Brexit aus!

Jane Dodds nach ihrem Wahlsieg

Für Johnson war die Nachwahl der erste Test nach seiner Amtseinführung in der vergangenen Woche. Allerdings war der Urnengang in Brecon and Radnorshire stark von der Kontroverse um den konservativen Kandidaten Davies geprägt: Der Abgeordnete hatte sein Mandat im Zuge eines Skandals um falsche Abrechnungen aufgeben müssen. Bei der Nachwahl trat er dann erneut für die Tories an. Johnson hatte die Region am Dienstag besucht, um Davies zu unterstützen.

Im Unterhaus haben die Konservativen und ihr Koalitionspartner DUP aus Nordirland jetzt nur noch 320 Sitze, gegenüber 319 Abgeordneten der gesamten Opposition. Damit werde es für Johnson schwieriger, seine Pläne für den bevorstehenden Brexit durch das Parlament zu bringen, schrieb PA. Zudem steige die Wahrscheinlichkeit von kurzfristig angesetzten Wahlen.

Notfalls ohne Deal

Johnson will sein Land am 31. Oktober aus der EU führen - notfalls auch ohne Deal. Er will das zwischen seiner Vorgängerin Theresa May und Brüssel vereinbarte Abkommen nachverhandeln. Das lehnt die Europäische Union aber strikt ab.

No-Deal-Brexit

Ein No-Deal-Brexit würde die Wirtschaft und andere Lebensbereiche schädigen. Johnson und viele andere Befürworter eines EU-Austritts pochen darauf, den sogenannten Backstop in dem Deal zu streichen. Diese Garantieklausel soll eine harte Grenze zwischen dem britischen Nordirland und der Republik Irland verhindern. Denn das könnte den alten Konflikt zwischen katholischen Befürwortern einer Vereinigung Irlands und protestantischen Loyalisten wieder schüren.

Auch in Großbritannien stößt Johnson mit seinen Plänen inzwischen auf erheblichen Widerstand. Bei seinen ersten Besuchen in Schottland, Wales und Nordirland hat der Premier heftige Kritik von Parteien und auch Demonstranten einstecken müssen. So fürchten viele Landwirte in Wales etwa um EU-Fördergelder im Falle eines Brexits ohne Abkommen, mit dem Johnson der EU immer wieder droht.

Kommentare (6)

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BernddasBrot
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Die walisischen Landwirte

die mehrheitlich für einen Brexit gestimmt hatten fürchten nun um die EU Fördergelder....???

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Lodengrün
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In Northwales

wo diese Landwirte wohnen lebt ein vernachlässigbarer Prozentsatz. Im Süden wohnen die Leute und die wollen alle in der EU bleiben. Jeder von ihnen kann dir erzählen was die EU ihnen gebracht hat.

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georgXV
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???

hoffentlich ist dieser Politclown sehr bald Geschichte !!!

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Lodengrün
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Das ist ein Wunschdenken unsererseits

Der Mann ist klug und weiß wie man das Volk steuert. Und wenn man bedenkt wie viele Leute Farage zujubeln dann weiß man wie weit Steuerung funktioniert.

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vielseiter
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@georgXV: HOFFENTLICH?

Wie man am österreichischen Beispiel sieht, ist es nicht so einfach soche und ähnlich Macht geile "Brüder" los zu werden.

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homerjsimpson
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England steht vor einem absoluten Desaster...

....und ein Ausweg wird mit Boris "Trump" Johnson nicht leichter. Im Gegensatz zu den USA ist England halt keine Weltmacht, auch wenn sie es glauben. Die EU wird nicht vor Little England einknicken.

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