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Politisches Klima angespanntTunesiens erster demokratisch gewählter Präsident ist tot

Beji Caid Essebsi verstarb im Alter von 92 Jahren. Er spielte eine wichtige Rolle beim Übergang des Landes zur Demokratie.

m April hatte Essebsi seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im November erklärt.
m April hatte Essebsi seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im November erklärt. © (c) APA/AFP/dpa/BERND VON JUTRCZENKA (BERND VON JUTRCZENKA)
 

Tunesiens Präsident Beji Caid Essebsi ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Das teilte das Präsidialamt am Donnerstag auf Facebook mit. Das Staatsoberhaupt war in den vergangenen Monaten immer wieder wegen schwerer Gesundheitsprobleme ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Essebsi spielte ab 2011 eine wichtige Rolle beim Übergang des Landes zur Demokratie. Nach dem Arabischen Frühling und dem Sturz des langjährigen Machthabers Zine El Abidine Ben Ali 2011 hatte Essebsi die Partei Nidaa Tounès gegründet, an deren Spitze nun sein Sohn Hafedh steht. Nach dem Sturz Ben Alis leitete Essebsi ein Übergangskabinett aus Technokraten. Er wurde 2014 bei der ersten demokratischen Wahl Tunesiens zum Staatsoberhaupt gewählt.

Im April hatte Essebsi seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im November erklärt. "In aller Ehrlichkeit denke ich nicht, dass ich mich noch einmal zur Wahl stelle", hatte er während eines Kongresses seiner Partei erklärt. Vielmehr müsse Jüngeren "die Tür geöffnet werden".

Wenige Monate vor den bevorstehenden Wahlen im Herbst ist das politische Klima in dem nordafrikanischen Land angespannt. Die Tunesier wählen am 17. November einen neuen Präsidenten, Parlamentswahlen sind für den 6. Oktober anberaumt.

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