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Nur je ein KandidatNordkorea vermeldet 99,98 Prozent Beteiligung bei "Kommunalwahlen"

Wahlen gelten in der abgeschotteten kommunistischen Diktatur als reine Formsache.

© APA/AFP/KIM WON JIN
 

Bei "Kommunalwahlen" in Nordkorea haben offiziellen Angaben zufolge fast 100 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Auch Machthaber Kim Jong-un sei am Sonntag wählen gegangen, berichteten die staatlichen Medien am Montag. Die kommunistische Führung ließ Volksvertreter auf Provinz-, Stadt- und Kreisebene wählen.

Wie die Wahlen zum nordkoreanischen Parlament gelten auch die alle vier Jahre stattfindenden Kommunalwahlen in dem abgeschotteten Staat als reine Formsache, da die Wahlberechtigten pro Gemeinde nur mit Ja oder Nein für einen von der Arbeiterpartei ausgesuchten Kandidaten stimmen können. "Ein Kandidat für jeden Sitz und ein Name auf jedem Stimmzettel", schrieb der britische Botschafter in Pjöngjang, Colin Crooks, auf Twitter.

Die Kommunalwahlen dienen nach Ansicht von Beobachtern vor allem dazu, die Einheit zwischen Bevölkerung und Führung zu stärken. Die Zeitung "Minju Joson" hatte alle Wahlberechtigten zur Teilnahme aufgerufen, um "positiv zur Festigung des Staates und des sozialen Systems beizutragen".

Es waren die zweiten Kommunalwahlen seit der Machtübernahme durch Kim Jong-un, der nach dem Tod seines Vaters Kim Jong-il Ende 2011 an die Spitze der selbst erklärten Atommacht gestellt wurde. Das Land kämpft seit Jahren mit einer chronischen Nahrungsmittelknappheit. Anfang Mai hatte das Welternährungsprogramm (WFP) berichtet, in Nordkorea seien mehr als zehn Millionen Menschen von Hunger bedroht.

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