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Wissenslücken im InterviewBoris Johnson kennt seinen eigenen Brexit-Plan nicht

Boris Johnson ist Favorit im Rennen um das Amt des britischen Premiers: In einem BBC-Interview hat er nun grobe Wissenslücken zu seinem Brexit-Plan offenbart.

BRITAIN-EU-POLITICS-BREXIT-CONSERVATIVE
BRITAIN-EU-POLITICS-BREXIT-CONSERVATIVE © (c) APA/AFP/CHRIS RADBURN (CHRIS RADBURN)
 

Der Favorit im Rennen um das Amt des konservativen Parteichefs und britischen Premierministers, Boris Johnson, hat in einem BBC-Interview am Freitagabend grobe Wissenslücken zu seinem Brexit-Plan offenbart. Johnson will Großbritannien am 31. Oktober aus der EU führen, "komme, was wolle".

Sollte die EU bis dahin nicht auf die Forderungen Johnsons zu Änderungen am Brexit-Abkommen eingehen, will er notfalls ohne Deal aus der Staatengemeinschaft ausscheiden.

Ex-Außenminister Johnson behauptet, negative Konsequenzen für die Wirtschaft könnten dann mithilfe einer Bestimmung aus dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT) überwunden werden - einem internationalen Vertrag, der den Grundstein für die Welthandelsorganisation (WTO) legte. Dann könnten einfach die gleichen Handelsregeln wie bisher gelten, bis ein neues Freihandelsabkommen geschlossen sei, so Johnson. Zölle seien überflüssig. Noch vor Wochen konnte er jedoch nicht einmal die genaue Bestimmung aus dem Abkommen benennen.

Keine überzeugende Antwort

Im Interview mit dem BBC-Moderator Andrew Neil legte Johnson nun viel Wert darauf, dass es sich um Artikel 24, Paragraf 5 b des GATT-Abkommens handelt. Die Frage Neils, ob er auch wisse, was in Paragraf 5 c stehe, musste Johnson jedoch verneinen. Darin stehe, belehrte ihn Neil, dass "man nicht nur die Zustimmung der EU braucht, sondern man muss sich auch auf die Umrisse eines künftigen Handelsabkommens einigen und den Zeitplan, um das zu erreichen". Warum, wenn Johnson sich nicht einmal auf die bereits vereinbarten Konditionen des Austritts festlegen wolle, sollte sich Brüssel darauf einlassen, fragte Neil. Johnson hatte darauf keine überzeugende Antwort.

Kommentare (9)

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voit60
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die anglo-amerikanische Achse

ein Wahnsinn mit Wahnsinnigen an der Spitze.

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ARadkohl
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Es ist sagenhaft,

Wieviele Ungustl die Politik mittlerweile hervorbringt.

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Geerdeter Steirer
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Werter @ARadkohl,

wenn ich's mit Sarkasmus beschreibe kommt's mir vor die wachsen heraus wie zu dieser Jahreszeit die Schwammerl nach dem Regen..............

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ARadkohl
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@ geerdeter Steirer

Menschlichkeit wird bei diesen Herrschaften immer mehr zur Bedeutungslosigkeit. Zum Glück haben wir noch unseren Bundespräsidenten. In anderen - und hier vor allem in den größeren bzw. größten Ländern der Welt, haben nicht einmal mehr Staatspräsidenten diese Eigenschaft.

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Geerdeter Steirer
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Vollkommen richtig @ARadkohl,

zu deinem verfassten Kommentar stehe ich voll und ganz ..........

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mobile49
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müssen dann wirklich fast alle solchen Blendern und Möchtegernwichtigsein

nacheifern und nachlaufen ?
Man meint , schon jeden B.............. gehört zu haben und wird immer wieder eines Besseren belehrt, traurig aber leider wahr !

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Geerdeter Steirer
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Der ist wie......

Trump, die FPÖler und einige andere, wahrscheinlich mit der Antwort missverstanden worden zu sein und das nicht so gemeint war, ein purer Choleriker und Populist.

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Lodengrün
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Nur der Mann

ist raffiniert, Vorstand eines renommierten Debattierklubs. Da sollten sie sich nicht anlegen. Und ich denke schon das er den Herrschaften in Brüssel den Marsch blasen will. Nur wie sehr lassen sie das zu? Unser junger Mann ist ihm nicht gewachsen.

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Lamax2
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Wie Trump

Genau wie Trump, nur dass dieser mit GB nicht mehr viel am Hut hat. Die FPÖ dagegen weiß sehr wohl, was sie will.Ich hoffe, die Engländer lassen sich nicht wieder in etwas hineinlügen und stimmen noch einmal über den Brexit ab.

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