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Südafrika wählt25 Jahre nach Ende der Apartheid: Südafrikaner wählen ein neues Parlament

Die einst vom Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela geführte Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) geht als klarer Favorit ins Rennen.

Warten vor den Wahllokalen © AP
 

Ein Vierteljahrhundert nach der Abschaffung des rassistischen Apartheid-Regimes wählen die Bürger Südafrikas zum sechsten Mal ein neues Parlament. Rund 27 Millionen Südafrikaner sind am Mittwoch von 7.00 Uhr bis 21.00 MESZ aufgerufen, die 400 Abgeordneten des Parlaments sowie Provinzvertretungen zu wählen.

Mit zuverlässigen Ergebnissen wird nicht vor Samstag gerechnet. Das neue Parlament wird dann den Staatschef wählen - weswegen im ganzen Land auch die Plakate der Präsidentschaftskandidaten der Parteien hängen.

Umfragen zufolge wird der heute von Präsident Cyril Ramaphosa geleitete ANC Stimmen verlieren, aber wohl immer noch eine absolute Mehrheit bekommen. 2014 erreichte der ANC 62 Prozent.

Die führende Oppositionspartei, die Demokratische Allianz (DA), kann mit rund 20 Prozent der Stimmen rechnen. Die Partei hat historisch großen Rückhalt bei der weißen Minderheit, die rund acht Prozent der 56 Millionen Südafrikaner ausmacht. Viele unzufriedene Schwarze wenden sich hingegen der linksgerichteten Partei der Wirtschaftlichen Freiheitskämpfer (EFF) zu. Beobachter erwarten, dass die Populisten ihren Stimmanteil von zuletzt gut sechs Prozent ausweiten werden.

Südafrika ist die am meisten entwickelte Wirtschaft des Kontinents. Doch rund 30 Millionen Menschen leben der Regierung zufolge in Armut. Die Arbeitslosenquote liegt offiziell bei über 27 Prozent.

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