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Unterkünfte für minderjährige MigrantenTrumps Ex-Stabschef empört mit Vorstandsjob in Privatfirma

Als Politiker habe er "moralisch abstoßendste" Entscheidungen getroffen, von denen er nun wirtschaftlich auch noch profitieren würde. Das werfen Kritiker John Kelly, ehemaliger Stabschef im Weißen Haus, vor.

John Kelly
John Kelly © AP
 

Mit einer neuen Tätigkeit in der Privatwirtschaft hat der ehemalige Stabschef im Weißen Haus, John Kelly, in den USA für Empörung gesorgt. Kelly wurde nach Berichten von US-Medien in den Vorstand des Unternehmens Caliburn International berufen, dessen Tochterfirma Comprehensive Health Services unter anderem Unterkünfte für unbegleitete minderjährige Einwanderer betreibt.

Kelly werde das Unternehmen als "starke strategische Ergänzung" bereichern, zitierten Medien den Chef von Caliburn International, James Van Dusen. Kelly, der vor vier Monaten als Stabschef zurückgetreten war, hatte in seiner Zeit als Minister für Innere Sicherheit die höchst umstrittene Trennung illegaler Einwanderer von ihren Kindern vorgeschlagen. Comprehensive Health Services hatte Aufträge des Zolls und des Grenzschutzes erhalten.

Demokraten mit scharfer Kritik

Die oppositionellen Demokraten reagierten mit scharfer Kritik. Kelly sei verantwortlich für einige der "moralisch abstoßendsten" migrationspolitischen Entscheidungen der Trump-Regierung, erklärte die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren im Kurzbotschaftendienst Twitter. Nun profitiere er von seinen "grausamen Plänen": "Das ist Korruption der schlimmsten Art."

Cory Booker, der ebenfalls für die Demokraten bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr antreten will, twitterte: "Von der eigenen grausamen Politik zu profitieren. Das ist ekelhaft."

Kelly hatte im Dezember, kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus, Mitgefühl für illegale Einwanderer geäußert. Diese seien meist "keine schlechten Leute", sagte er seinerzeit der "Los Angeles Times". "Ich habe nichts außer Mitleid für sie, die kleinen Kinder."

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